Das Präsidium der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft bekräftigt Israels Recht auf Selbstverteidigung
Die Österreichisch-israelische Gesellschaft spricht sich gegen die aufkeimende
Stimmung aus, die die Vorgehensweise der israelischen Regierung kriitisiert,
was nur zu einer Sympathisierung der Hamas führt, wie man sie keiner anderen
Terrororganisation zubilligen würde. Daher geht der Vorwurf der Unverhältnismäßigkeit
an der Realität vorbei.
Israel musste seit seinem Rückzug aus dem Gazastreifen fast 6000 Raketenangriffe
auf sein international anerkanntes Staatsgebiet erdulden, die auch während
des vor sechs Monaten vereinbarten Waffenstillstandes zwar reduziert, aber wie
immer nur auf zivile Ziele in Israel gerichtet erfolgten. Um Opfer unter der
Zivilbevölkerung zu vermeiden hat die israelische Regierung bisher sehr
zurückhaltend reagiert und sich sogar in der jetzigen Situation des seitens
Hamas einseitig beendeten Waffenstillstandes bereit erklärt, zur Versorgung
der Zivilbevölkerung mit materiellen Gütern Checkpoints zum Gazastreifen
zu öffnen.
Kein Staat der Welt würde solche Angriffe auf seine Zivilbevölkerung
so lange und ohne Gegenmaßnahmen dulden.
Dr. Sepp Rieder Präsident, Dr.
Richard Schmitz 2. Präsident, Susi Shaked Generalsekretärin
(Text der Presseaussendung vom 30.12.2008)
Ergänzende Stellungnahme:
Das Vorgehen der Hamas den Waffenstillstand einseitig zu beenden, eine neue Vereinbarung darüber abzulehnen, den Raketenbeschuss auf israelisches Staatsgebiet radikal zu intensivieren und nicht nur auf „Grenzorte“ – wie von österreichischen Medien in bemerkenswerter Verniedlichung dargestellt – zu beschränken, sondern auf israelische Städte wie Sderot und die Großstädte Ashkelon und Beersheva auszudehnen, wird auch vom palästinensischen Präsidenten Abbas scharf kritisiert und als schuldhafte Ursache für die neue Eskalation bezeichnet. Somit blieb Israel keine andere Wahl als die Hamas mit gezielten Verteidigungsmaßnahmen daran zu hindern, weiterhin Raketen auf israelisches Staatsgebiet abzufeuern.
Es ist das erklärte Ziel der Hamas mit ihren Angriffen Israelis aus ihrem eigenen, international anerkannten Staatsgebiet Israel zu vertreiben und den Staat Israel zu zerstören. Diese inakzeptable und tödliche Herausforderung seitens Hamas zu beenden ist das Ziel der Angriffe der israelischen Verteidigungsstreitkräfte. Israel wird die derzeit notwendigen Selbstverteidigungsmaßnahmen beenden, sobald die Raketenangriffe und weitere tödliche Bedrohungen gegen Israel aus dem Gazastreifen eingestellt werden.
Die Hamas missbraucht ihre eigenen Zivilisten und Kinder als Schutzschilde, indem sie ihre Abschussbasen in dicht bevölkerten Gebieten, ja sogar in Schulhöfen, Krankenhäusern und Moscheen versteckt, damit zivile Opfer nicht nur unvermeidlich macht, sondern bewusst in Kauf nimmt um ihren Krieg gegen Israel wenigstens in den Medien zu gewinnen. Dass dies unter Verletzung der Genfer Konvention seitens Hamas geschieht und diese somit die Verantwortung trägt, wenn jetzt auch unschuldige Zivilisten getötet werden, wird vom europäischen Bewusstsein offensichtlich nur ungern wahrgenommen, eignen sich doch die Bilder eines einseitig dargestellten Grauens vorzüglich, nicht nur von geschichtslosen, friedensbewegten Moralisten mit falschen Konnotationen verbreitet zu werden, sondern auch manch schlechtes Gewissen gegenüber Juden zu relativieren. Die falsche Darstellung des Judenstaates Israel als „Tätervolk“ entspricht wohl so manchem alten europäischen Traum.
Man muss dabei aber nicht so weit gehen wie die Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen, die undifferenziert den Standpunkt der Hamas übernimmt, den weder der palästinensische Präsident Abbas noch die meisten arabischen Staaten vertreten. Der Missbrauch der eigenen Bevölkerung seitens Hamas wird dabei ausgeblendet, die Option auf weitere Selbstmordanschläge in Israel auch. Blut und Tränen sind mediengerecht. Berechtigte Todesangst lässt sich vor laufenden Kameras dagegen nicht darstellen.
Dr. Richard Schmitz, 2. Präsident, Mag. Eva Mühlhofer-Gurion, Vorstandsmitglied