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2010
Iranischer
Holocaustrevisionist besucht Minister Spindelegger
Utl.: Minister Mottaki eröffnete 2006 Holocaust-Konferenz
in Teheran. Wien (OTS) - Es ist für die
Israelitische Kultusgemeinde Wien (IKG) völlig
unverständlich und auf das Schärfste zu verurteilen,
dass der iranische Außenminister Mottaki in Österreich
von Minister Spindelegger empfangen wird. Er ist einer
der prominentesten Vertreter eines Regimes, das zur
Vernichtung des Staates Israel aufruft, Konferenzen
von Holocaustleugnern organisiert, verdeckt atomare
Aufrüstung betreibt und für massive Menschenrechtsverletzungen
verantwortlich ist. Am 11. Dezember 2006 hatte Mottaki
die Holocaustkonferenz in Teheran eröffnet, an
der insgesamt 67 prominente Rechtsradikale und teilweise
gerichtlich verurteilte Holocaustleugner teilgenommen
hatten. Dazu zählten prominente Namen wie Robert
Faurisson, Frederick Toeben oder der Ku Klux Klan-Mann
David Duke. Es stellt sich die Frage ob Europa, und
insbesondere gerade Österreich, aus der Vergangenheit
die richtigen Lehren gezogen hat und bereit ist, diese
in der Gegenwart hinsichtlich des Iran anzuwenden. Appeasement
ist schon einmal mit katastrophalen Folgen gescheitert.
Rückfragehinweis: Israelitische
Kultusgemeinde Wien, Tel: 01 53104-105
Robert
Wistrich: Der Holocaust kann sich wieder ereignen..."The
Holocaust can happen again, warns top anti-Semitism
scholar"
http://www.haaretz.com/hasen/spages/1162358.html
Angriff
auf israelische Soldaten an der Grenze zum Gaza-Streifen.
Palästinensische Terroristen aus dem Gaza-Streifen
haben am Donnerstagnachmittag nahe der Grenze bei Kissufim
eine Einheit der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte
(ZAHAL) mit fünf Mörsergranaten und zwei Panzerabwehrraketen
sowie mit Handfeuerwaffen beschossen. Verletzt wurde
dabei niemand, aber es entstand Sachschaden an militärischem
Gerät. Erst am Mittwoch waren sechs Mörsergranaten
aus dem Gaza-Streifen auf israelische Gemeinden im Kreis
Eshkol abgefeuert worden, die allerdings noch auf palästinensischem
Territorium landeten. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte,
08.04.10)
Sprengsatz an ägyptisch-israelischer
Grenze entdeckt. Israelische Truppen
haben am Mittwoch bei einer Patrouille an der Grenze
zu Ägypten einen Sprengsatz entdeckt, der auf offenem
Gelände nahe einigen bekannten Schmuggelrouten
platziert worden war. Von wem, wie und wann der Sprengsatz
gelegt wurde, ist noch unklar. In der israelischen Armee
nimmt man an, dass er vom Sinai aus nach Israel geschmuggelt
wurde. Die komplexe Situation in dem Gebiet zwingt die
Sicherheitskräfte dazu, jeden solchen Vorfall als
einen feindlichen Akt zu betrachten. Spezialkräfte
der israelischen Armee brachten den Sprengsatz kontrolliert
zur Sprengung. Zu Schaden kam bei dem Vorfall niemand.
(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 09.04.10)
Erste Ausstellung im Holon Design
Museum. Im kürzlich eingeweihten
Design-Museum von Holon nahe Tel Aviv findet bereits
seit einigen Wochen die erste Ausstellung statt: „The
State of Things: Design and the 21st Century“.
Für internationales Aufsehen sorgt weiterhin der
von Ron Arad entworfene Museumsbau selbst.
Netanyahu:
Fortschritte bei Gesprächen mit USA.
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat
heute bei seiner Abreise aus Washington mitgeteilt,
dass es bei seinen Gesprächen vor Ort Fortschritte
dabei gegeben habe, die diplomatische Krise mit den
USA wegen des umstrittenen Plans zum Ausbau jüdischer
Wohnviertel in Ostjerusalem beizulegen. „Wir versuchen,
den goldenen Weg zwischen unserem Willen, gemeinsam
mit den Vereinigten Staaten den Friedensprozess voranzubringen,
und der Aufrechter-
haltung der Standardpolitik aller israelischen Regierungen
zu finden“, sagte Netanyahu, als er am Vormittag
sein Flugzeug bestieg. (Haaretz, 25.03.10)
Assad droht Israel.
Syriens Präsident Bashar Assad hat am Mittwochabend
bedrohliche Äußerungen in Richtung Israel
von sich gegeben. Gegenüber Al-Manar, dem Fernsehsender
der libanesischen Terrororganisation Hisbollah, ließ
er verlauten: „Wir sind in einer Situation von
weder Krieg noch Frieden, und dies ist eine vorübergehende
Situation, die entweder zum Frieden oder zum Krieg führen
wird.“ „Wir glauben, dass wir einem Feind
gegenüberstehen, der nur die Sprache der Gewalt
versteht. Wir glauben nicht, dass der Frieden für
die Region in Reichweite liegt, aber in jedem Fall gibt
es viele Wege, die Ziele zu erreichen, und sie müssen
nicht notwendigerweise über einen Krieg verlaufen“,
so Assad, der betonte, dass die syrische Armee sich
„entwickle“ und Damaskus in jeden Krieg
eintreten werde, den man ihm auferlege. Gleichzeitig
teilte der syrische Präsident seine Einschätzung
mit, wonach Israels Abschreckungspotential im Schwinden
begriffen sei: „Die israelische Abschreckungskraft
hat sich über die Zeit abgenutzt, obwohl Israel
seine Macht ankurbelt. Gleichzeitig wird aber auch die
Auffassung des 'Widerstands' auf der arabischen Straße
stärker. Praktisch ist Israel schwächer geworden,
und seine militärische Schlagkraft garantiert gar
nichts.“ (Yedioth Ahronot, 25.03.10)
Iran fordert 'Bestrafung' Israels.
Der Iran hat sich abermals mit Hasstiraden gegen Israel
in die internationale Debatte um den Nahostkonflikt
eingeschaltet. Vor dem Hintergrund der jüngsten
Verstimmungen über den Wohnungsbau in Ostjerusalem
rief Ramin Mehmanparast, Sprecher des iranischen Außenministeriums,
den Westen dazu auf, gegen Israel vorzugehen. „Das
Vorgehen der westlichen Ländern sollte nicht länger
theatralisch sein, sondern praktisch, [und] dem Staatsterrorismus
des zionistischen Regimes eine Ende setzen“, zitiert
die Nachrichtenagentur ISNA Mehmanparast. Gleichzeitig
appellierte der Iraner an die Organisation der Islamischen
Konferenz und die Arabische Liga, „ernsthaft mit
den Kommentaren der Führer des zionistischen Regimes
umzugehen …. Und mit wirklichen Lösungen
zur Neutralisierung solcher Ansätze aufzuwarten“.
(Yedioth Ahronot, 25.03.10)
Erste arabische Ordinaria an
israelischer Universität. An der
Universität Tel Aviv ist erstmals in der Geschichte
des Staates eine israelische Araberin zur ordentlichen
Professorin ernannt worden. Dabei handelt es sich um
die 54jährige Erziehungswissenschaftlerin Fadia
Nasser-Abu Alhija. „Das ist ein wirklicher Durchbruch“,
sagte Nasser-Abu Alhija am Mittwoch über ihre Ernennung.
„Zuallererst bin ich stolz auf mich wegen dieser
persönlichen Errungenschaft. Aber ich glaube, ich
werde nicht die letzte sein – immer mehr arabische
Frauen finden in einer Vielzahl von Bereichen Eingang
in das höhere Bildungswesen.“ Wie aus einer
Arbeit von Iris Zarini von der Open University hervorgeht,
hat es im Jahr 2007 33 arabische Lehrstuhlinhaber an
israelischen Hochschulen gegeben – alle von ihnen
Männer. Nasser-Abu Alhija, die die Abteilung für
Kurrikulumsplanung und Unterricht am pädagogischen
Institut der Tel Aviver Universität leitet, wurde
vor einem Monat über ihre Berufung in Kenntnis
gesetzt. Vor dreißig Jahren hatte sie als Lehrerin
in der israelisch-arabischen Stadt Tira ihre Laufbahn
begonnen. 1997 wurde sie an der University of Georgia
promoviert. (Haaretz, 25.03.10)
Stellungnahme des Ministerpräsidentenbüros
zur Wiederaufnahme des Friedensprozesses.
Der Staat Israel würdigt und schätzt die Zusicherung
von US-Außenministerin Hillary Clinton bezüglich
der starken Verbundenheit der USA zu Israel und die
amerikanische Verpflichtung zu Israels Sicherheit. Hinsichtlich
seiner Verpflichtung zum Frieden hat Israel diese im
vergangenen Jahr sowohl in Taten und Worten die Bemühungen
unter Beweis gestellt, was Clinton als beispiellos anerkannte,
so zum Beispiel in der
Grundsatzrede von Binyamin Netanyahu an der Bar-Ilan-Universität
am 14. Juni 2009, die Dekonstruktion von Hunderten Checkpoints
und Straßensperren in Judäa und Samaria,
sowie den Baustop in Judäa und Samaria für
zehn Monate. Im Gegensatz dazu haben die Palästinenser
plötzlich Vorbedingungen für die Wiederaufnahme
des diplomatischen Prozesses gestellt, was sie 16 Jahre
lang zuvor nicht getan haben. Sie begannen stattdessen
einen Angriff auf Israels Legitimation bei internationalen
Institutionen mittels des Goldstone-Reports. Sie fahren
zudem fort, Hass und Hetze gegen Israel zu versprühen,
einschließlich der Entscheidung für die Namenswidmung
eines Platzes in Ramallah nach einer Terroristin, die
für den Mord an 38 Israelis verantwortlich ist.
Ministerpräsident Netanyahu ruft erneut die Palästinenser
dazu auf, an den Friedenstisch ohne Vorbedingungen zurück
zu kehren, denn dies ist der einzige Weg, ein Abkommen
zu finden, Frieden, Sicherheit und Wohlstand für
beide Völker zu sichern. (Ministerpräsidentenbüro,
16.03.10)
Zu den Auseinandersetzungen in Jerusalem.
Infolge des Aufrufs der Terrororganisation Hamas zum
„Tag des Zorns“ kam es in Jerusalem zu weiteren
gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Palästinensern
und israelischen Sicherheitskräften. Trotz eines
Brandsatzes auf den Jeep eines israelischen Grenzbeamten,
einem Schuss auf einen israelischen Polizisten und Steinwürfen
auf einen Linienbus auf der Jerusalem Avenue und der
Yefetstraße wurde niemand lebensgefährlich
verletzt. Gleichzeitig
hat die Polizei den Tempelberg in der Altstadt wieder
für Besucher geöffnet und auch die Sperrungen
im Westjordanland wurden aufgehoben. Am
Dienstag hatte die IDF eine Einschätzung gegeben,
dass es sich bei den Auseinandersetzungen nur um lokale
Vorfälle handelte und diese wohl nicht in eine
dritte Intifada, die auf andere Regionen außerhalb
der Stadt übergriffe, münden würden.
(ynetnews.com,
17.03.10)
Freihandelsabkommen zwischen Israel und
Mercosur. Im Rahmen seines Besuchs in
Jerusalem hat der brasilianische Präsident Lula
am Montag erfreut bekannt gegeben, dass Brasilien seine
endgültige Einwilligung zu einem Freihandelsabkommen
zwischen Israel und dem lateinamerikanischen Wirtschaftsblock
Mercosur gegeben hat. Israel ist der erste Staat außerhalb
Südamerikas, der ein Freihandelsabkommen mit dem
Block unterzeichnet. Israels Präsident Peres dankte
seinem Gast auf einer gemeinsam eröffneten Wirtschaftskonferenz
für sein persönliches Engagement: „Obwohl
Israel und Brasilien geographisch weit voneinander entfernt
liegen, können wir durch wirtschaftliche und wissenschaftliche
Zusammenarbeit eng zusammenwachsen. Brasilien hat eine
starke und stabile Wirtschaft, und wir sind willens
und glücklich, mit Ihnen in jedem Bereich wie Wissenschaft,
Verteidigung, High-Tech, Landwirtschaft und hoch entwickelter
Raumfahrttechnologie zusammenzuarbeiten.“ Präsident
Lula betonte: „Dies ist ein wichtiger Besuch für
mich und die Wirtschaftsdelegation, die mich nach Israel
begleitet hat. Wir hoffen, die Wirtschafts- und Geschäftsbeziehungen
zwischen Israel und Brasilien zu fördern; der Handel
zwischen unseren beiden Staaten hat in den vergangenen
Jahren beträchtlich zugenommen. Wir können
mit dem gegenwärtigen Schwung fortfahren. Ich werde
bald einen neuen Investitionsplan in Brasilien initiieren
und israelische Unternehmen zur aktiven und substantiellen
Teilnahme einladen. Israel ist bekannt für seine
großen Kompetenzen in Technologie und Wissenschaft.
Daher fördern wir eine intensive Kooperation mit
Israel.“ (Außenministerium des Staates Israel,
15.03.10)

Peres: Welt zu zögerlich im Umgang
mit dem Iran. Israels Präsident
Shimon Peres hat sich heute in Jerusalem mit Österreichs
Außenminister Michael Spindelegger getroffen und
diesem gegenüber die unbefriedigende Reaktion der
internationalen Gemeinschaft, insbesondere Europas,
auf die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm beklagt.
„Ich bin überrascht vom Verhalten der Welt
und der internationalen Gemeinschaft, die das Kind noch
immer nicht beim Namen nennt“, sagte Peres. „Ahmadinejad
ist ein Diktator, ein Mörder, der Menschen auf
den Straßen aufhängt, auf unbewaffnete Bürger
schießt, zum Völkermord aufruft und dabei
in der Welt umher reist, als gehöre er zum Club
der zivilisierten Staaten.“ „Die Sache,
die heute einen schweren Schatten auf den Nahen Osten
wirft, sind die atomaren Absichten des Iran. Wenn die
Welt den Iran nicht stoppt, werden wir in einem atomaren
Nahen Osten aufwachen, in dem die alten Konflikte weiter
bestehen, aber diesmal von Atombomben begleitet –
das ist die schlimmstmögliche Kombination“,
warnte Israel Präsident. Seinen österreichischen
Gast beschwor Peres; „Die moralische Stimme Europas
hat große Bedeutung in dieser Angelegenheit und
seine Stimme muss gehört werden. Man darf das iranische
Volk bei diesem moralischen Feldzug nicht allein lassen.
Der Westen braucht sehr viel Zeit, um eine Koalition
gegen den Iran zu bilden, und diese Langsamkeit strahlt
eine Schwäche aus, die dem Westen und der freien
Welt am Ende Unglück bringen wird.“ Spindelegger
sagte, er stimme Peres darin zu, dass der Fall des Iran
gegenwärtig von größter Dringlichkeit
sei und auch die Europäer verstünden, dass
man nun handeln müsse. (Yedioth Ahronot, 17.02.10)
Netanyahu warnt vor atomarem Rüstungswettlauf
Israels. Ministerpräsident Binyamin
Netanyahu warnte am Montagabend in einem Gespräch
mit seinem griechischen Amtskollegen George Papandreou
vor einem nuklearen Rüstungswettlauf im Nahen Osten.
Sollte sich der Iran atomar bewaffnen, würden auch
die Türkei, Saudi-Arabien und Ägypten nachziehen.
Netanyahu und Papandreou waren sich zufällig in
dem berühmten Moskauer Restaurant Pushkin begegnet
und hatten die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch
genutzt. Auf der Pressekonferenz im Anschluss an sein
Treffen mit dem russischen Ministerpräsidenten
Vladimir Putin in Moskau sagte Netanyahu, Israel plane
keinen Krieg mit dem Iran. Die dahingehenden Äußerungen
des iranischen Staatspräsidenten Mahmoud Ahmadinejad
erklärten sich wahrscheinlich aus der Angst vor
weiteren Sanktionen. (Yedioth Ahronot, 16.02.10)
Barak: Wir können mit jeder Bedrohung
fertig werden. Israels Verteidigungsminister
Ehud Barak hat am Dienstag bei einem Truppenbesuch die
Stärke der israelischen Armee gelobt. Vor Soldaten
sagte er: „Wenn wir sagen, dass die Israelischen
Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) die stärkste
Armee in der Region sind und sie jeder Art von Bedrohung
standhalten können, dann meinen wir euch, die Kampftruppen.“
Bei einem Besuch in Yeruham am selben Tag kam der Verteidigungsminister
auch auf die iranische Bedrohung zu sprechen. Dabei
deutete er an, dass gegenwärtig nicht der geeignete
Zeitpunkt für einen militärischen Einsatz
gegen den Iran sei: „Wir wägen unsere Schritte
ab, im Bewusstsein, dass dies eine Bedrohung für
die Welt ist, die sich auch damit beschäftigt,
aber auch als souveräner Staat, der sich um seien
Bürger sorgt. Wir eruieren unseren Weg, aber derzeit
betone ich, dass dies die Zeit für Diplomatie und
scharfe Sanktionen ist, die rechtzeitig abgegrenzt werden.“
(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 16.02.10)
Nasrallah droht mit Angriff auf Tel Aviv.
Die Hisbollah hat die gegenwärtige Spannung in
der Region abermals angeheizt. Der Generalsekretär
der libanesischen Terrororganisation, Hassan Nasrallah,
warnte vor Tausenden von Anhängern auf einer Gedenkzeremonie
zum zweijährigen Todestag des Hisbollahführers
Imad Mughniyeh, sollte Israel Beirut angreifen, werde
man selbst Tel Aviv angreifen. In israelischen Sicherheitskreisen
sieht man in den parallelen Äußerungen des
iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad und
Nasrallahs eine konzertierte Aktion des Iran und seiner
Verbündeten. „Die Iraner wissen, dass weder
Israel, Syrien noch die Hisbollah ein Interesse an einem
Gewaltausbruch entlang der Nordgrenze haben“,
teilte ein hochrangiger Vertreter des Sicherheitsapparats
mit. „Aber in Anbetracht des Fortschritts in Richtung
der Verhängung internationaler Sanktionen gegen
sie, wollen sie die Spannungen im Norden erhöhen.
Sie tun dies, um ein abschreckendes Gleichgewicht gegen
den Westen zu schaffen und die öffentliche Aufmerksamkeit
von dem Atomprogramm auf dringlichere Probleme, wie
einen Zusammenstoß zwischen Israel und der Hisbollah,
zu lenken.“ (Haaretz, 16.02.10)
Byzantinische Weinpresse entdeckt.
Archäologen der Israelischen Altertumsbehörde
haben nahe dem Kibbutz Hafetz-Haim eine große
Weinpresse aus der spätbyzantinischen Zeit entdeckt.
Die eindrucksvolle Kelter ist rund 1400 Jahre alt und
misst 6,5 mal 16,5 Meter. Die Ausgrabungsarbeiten wurden
in einem Areal durchgeführt, das als landwirtschaftliche
Nutzfläche für die neue Gemeinde Ganei Tal
dienen soll, die für expatriierte Siedler aus dem
Gaza-Streifen errichtet wird. Ausgrabungsleiter Uzi
Ad wies darauf hin, dass sich aufgrund der Größe
der Weinkelter und der daraus resultierenden Menge von
Wein darauf schließen lässt, dass dieser
nicht für den lokalen Konsum, sondern für
den Export vorgesehen war. Erst vor kurzem war in 20
Kilometer Entfernung, nördlich von Ashkelon eine
beinahe identische Presse gefunden worden, die höchstwahrscheinlich
auf denselben Handwerker zurückgeht. (Außenministerium
des Staates Israel, 15.02.10)
Neue Bedrohung aus Gaza.
Von Ron Ben-Yishai. Die Sprengsätze, die am Sonntag
an den Stränden von Ashdod und Ashkelon gefunden
wurden, gelangten offensichtlich im Rahmen eines Tests
dorthin, den einige palästinensische Gruppierungen
unternahmen, um ihre Seekriegsfähigkeiten weiter
zu entwickeln. Ungeachtet der Mitteilung einer hochrangigen
Terrorfigur ist es unsinnig anzunehmen, dass es sich
bei dem versuchten Anschlag um einen gut organisierten
Racheakt für die Tötung des prominenten Hamas-Mitglieds
Mahmoud al-Mabhouh gehandelt hat. Es ist auch schwer
zu glauben, dass die Palästinenser tatsächlich
versuchten, eine Bohrinsel anzugreifen. Der versuchte
Anschlag geschah am Freitag. Kriegsschiffe sichteten
zwei Explosionen auf See, etwa zwei Kilometer von Israels
Küste entfernt. Zwei Tage später wurden zwei
Sprengkörper an den Strand geschwemmt. Der nördliche
erreichte Ashdod, der südliche Ashkelon. So weit
wir wissen, hatten die an der Küste entdeckten
Sprengsätze keinen Motor. Insofern ist nicht davon
auszugehen, dass die Drahtzieher des versuchten Anschlags
ein bestimmtes Ziel zu treffen beabsichtigten, da diese
„explosiven Gehäuse“ weder über
Navigations- noch Zielflugvorkehrungen verfügten.
Aufgrund des großen Gewichts der Sprengkörper
ist es für einen Schwimmer kaum möglich, sie
über eine längere Strecke zu ziehen oder zu
schieben. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass
es palästinensischen Organisationen gelungen ist,
kleine Unterwasserfahrzeuge zu erwerben, die es ihnen
ermöglichen, 80 Kilogramm schwere Sprengsätze
zu bewegen. Solche Seefahrzeuge sind freilich schwer
zu bekommen - jedenfalls liegt keine Information über
ihre Verfügbarkeit für Terrororganisationen
in Gaza vor. Die wahrscheinlichste Möglichkeit
ist, dass die Drahtzieher des Anschlags einstweilen
nicht vorhatten, ein spezielles Ziel zu treffen, sondern
vielmehr prüfen wollten, ob die Wasserströmung
zu bestimmten Zeiten dazu genutzt werden kann, Bomben
an Israels Küste oder gegen israelische Kriegsschiffe
zu lenken, die in der Region patrouillieren. Die Explosionen
vom Freitag waren möglicherweise darauf ausgerichtet,
israelische Schiffe in das Gebiet zu locken, die dann
von den Bomben, die letztlich an die Küste geschwemmt
wurden, hätten getroffen werden sollen. Alle der
obigen Möglichkeiten werden überprüft,
wenngleich die maritimen Spionagekapazitäten im
Gaza-Streifen sich wohl zurzeit noch in einem sehr frühen
Stadium befinden. In den 70er, 80er und 90er Jahren
verfügten die Fatah und andere palästinensischen
Gruppierungen über Marineeinheiten, die vom Libanon
aus operierten und Kommandos, Schiffe, mit Sprengstoff
beladene Boote und Minen umfassten. Heute besitzt die
Hisbollah eine Marinekampfeinheit, die sich auf ähnliche
Mittel stützt. Die Gruppen in Gaza versuchen nun
womöglich ähnliche Kapazitäten zu entwickeln,
eventuell mit Hilfe der Hisbollah. (Yedioth Ahronot,
02.02.10)
Israelisch-italienische Regierungskonsultationen
in Jerusalem. In Jerusalem hat am Dienstag
erstmals eine gemeinsame Kabinettsitzung von israelischen
und italienischen Ministern stattgefunden. Geleitet
wurde sie von Israels Ministerpräsident Binyamin
Netanyahu und seinem italienischen Amtskollegen Silvio
Berlusconi. In der gemeinsamen Pressekonferenz mit Berlusconi
im Anschluss an die Sitzung bemerkte Netanyahu: „Heute
war ein historischer Tag für die Beziehungen zwischen
Italien und Israel. Dies ist das erste einer Reihe von
Treffen zwischen unseren beiden Regierungen. Das nächste
Treffen wird in Italien stattfinden. Bei dem heutigen
Treffen haben wir neun Abkommen in einer Vielzahl von
Bereichen unterzeichnet – über die Zusammenarbeit
in Wissenschaft, Technologie, industrieller Forschung
und Entwicklung, Umweltschutz, Wasser, Gesundheitswesen
u. a. Ich hatte auch die Möglichkeit zu einer langen
Diskussion mit meinem Freund Silvio Berlusconi, einem
wahrend Freund Israels. Wir besprachen eine Reihe von
Fragen, vor allen anderen die wichtigste Angelegenheit
auf der internationalen Agenda – die Notwendigkeit,
den Iran von der Entwicklung von Atomwaffen abzuhalten.
Ich war abermals beeindruckt von Ihrer entschlossenen
Haltung, Ministerpräsident Berlusconi, und von
Ihrer moralischen Klarheit, die, wie ich finde, ein
Beispiel sein sollte für viele andere führende
Politiker auf der Welt.Wir besprachen auch unsere Sehnsucht,
den Friedensprozess voranzutreiben. Ich habe die Bereitschaft
meiner Regierung wiederholt, sofort ohne Vorbedingungen
Friedensverhandlungen aufzunehmen. Ich verwendete das
Sprichwort: 'Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.’
Wir beide haben den Willen und den Weg zum Frieden,
und ich hoffe aufrichtig, dass Sie während Ihres
Besuchs bei der Palästinensischen Autonomiebehörde
in der Lage sein werden, deren Führer zu überreden,
den Pfad des Friedens zu beschreiten. Es ist wichtig
für unsere beiden Völker und für die
gesamte Region.“ Israels Außenminister Avigdor
Lieberman hat Berlusconi am Dienstag zu einem gesonderten
Gespräch empfangen. Dabei bat er darum, Italien
möge eine Führungsrolle bei der Förderung
einer internationalen Gesetzgebung spielen, die demokratischen
Staaten Instrumente zum Umgang mit dem Terrorismus an
die Hand gibt. Auch im Hinblick auf die iranische Bedrohung
setzt Lieberman auf einen besonderen Einsatz Italiens.
(Außenministerium des Staates Israel, 02.02.10)
Netanyahu: Sind die Palästinenser
bereit für den Frieden? Israels
Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat am Mittwoch
in Jerusalem die Foreign Press Association über
den aktuellen Stand des Nahostkonflikts unterrichtet.
Nach einer ausführlichen Erörterung der Herausforderungen
im Sicherheitsbereich kam er auch auf die Frage der
israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen
zu sprechen, die aufgrund der Gesprächsverweigerung
der Palästinensischen Autonomiebehörde zum
Erliegen gekommen sind.„Wir wollen voranschreiten,
und dafür müssen wir unverzüglich über
den Frieden verhandeln. Wir sagten dies bereits am Tag
der Regierungsbildung. Die palästinensische Seite
hat keine entsprechende Position an den Tag gelegt.
Was wir in den neun Monaten, seit wir im Amt sind, getan
haben, ist erstens: zu sofortigen Friedensverhandlungen
aufzurufen; zweitens: Hunderte von Straßensperren,
Kontrollpunkte und andere Hindernisse zu entfernen.
Im Ergebnis ist die palästinensische Wirtschaft
um etwa 8 % gewachsen. Wir denken, zusammen könnten
wir ein noch höheres Niveau erreichen. Drittens:
Ich habe eine Rede an der Bar-Ilan-Universität
gehalten, die einen nationalen Konsens gebildet hat
in Bezug auf die Idee des Friedens, einen entmilitarisierten
palästinensischen Staat, der den jüdischen
Staat anerkennt. Und viertens: Wir haben beispiellose
Schritte im Kabinett unternommen, um die Bautätigkeiten
in den Siedlungen für eine Zeit von zehn Monaten
auszusetzen. Das ist, was wir getan haben.“ [...]
„Aber die Palästinenser häufen Forderung
um Forderung um Forderung an. Man sollte ihn sagen,
offen und ehrlich: Lasst uns aufhören, über
das Verhandeln zu verhandeln, lasst uns aufhören,
Vorbedingungen zu stapeln, lasst uns vorwärts kommen.
Lasst uns mit Friedensverhandlungen weiterkommen. Der
einzige Weg, Friedensverhandlungen mit einem Friedensvertrag
zu beenden, besteht darin, mit ihnen zu beginnen. Wir
sind bereit zu beginnen. Ich bin bereit zu beginnen.
Ich bin bereit für Frieden. Sind die Palästinenser
bereit für Frieden? Das ist meine Frage an Sie.
Jetzt können Sie ihre Fragen an mich stellen.“
Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz
finden Sie hier.
(Amt des Ministerpräsidenten, 20.01.10)
Mehr Beduinen in der israelischen Armee.
Immer mehr junge israelische Beduinen leisten Armeedienst
in den Israelischen Verteidigungsstreitkräften
(ZAHAL). Beim Einberufungstermin im November 2009 wurde
ein 200-prozentiger Anstieg beduinischer Rekruten verzeichnet.
Die meisten Beduinen dienen als Fährtenleser und
Späher in Einheiten entlang der Grenze zum Gaza-Streifen
und zu Ägypten. Neun Beduinen schlossen sich der
Eliteeinheit Golani an.Generalstabschef Gabi Ashkenazi
traf sich am Montag in Tel Aviv mit dem Vorsitzenden
der nördlichen Beduinenräte, Hassan al-Hayeb.
Sie vereinbarten, auf die Erleichterung der gesellschaftlichen
Integration von Beduinen nach dem Wehrdienst hinzuarbeiten
und sich stärker in der Jugendarbeit zu engagieren.
(Yedioth Ahronot, 19.01.10)
Lieberman unterzeichnet Abkommen
mit OECD-Generalsekretär. Israels
Außenminister Avigdor Lieberman und der Generalsekretär
der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung (OECD), Angel Gurria, haben am Dienstag
ein Abkommen unterzeichnet, das der OECD Immunitäten
und Rechte in Israel zugesteht. Diese sind eine Bedingung
für die Mitgliedschaft in der Organisation, der
Israel damit einen signifikanten Schritt näher
gekommen ist. Lieberman betonte bei der Unterzeichnung,
dass die OECD einer der exklusivsten und wichtigsten
Clubs auf dem internationalen Schauplatz sei, und würdigte
die positive Einstellung Gurrias hinsichtlich eines
Beitritts Israels.Gurria bemerkte, die Unterzeichnung
des Abkommens zeuge von der Fortsetzung des Prozesses
hin zu einer Einbindung Israels, der 2010 abgeschlossen
werden solle. (Außenministerium des Staates Israel,
19.01.10)
Generaldirektor Gal in der Türkei.
Eine hochrangige Delegation des israelischen Außenministeriums
unter Leitung von Generaldirektor Yossi Gal hat am Dienstag
in Ankara mit Vertretern entsprechender Dienstgrade
des türkischen Außen-
ministeriums über einen Ausbau der bilateralen
Beziehungen beraten. An dem Treffen nahmen auch der
türkische Botschafter in Israel, Ahmet Oguz Celikol,
und Israels Botschafter in der Türkei, Gabby Levy,
teil. Gal traf sich darüber hinaus noch mit weiteren
türkischen Regierungsvertretern, u. a. dem Minister
für Europangelegenheiten. Beide Seiten unterstrichen
die Bedeutung des bilateralen Verhältnisses für
beide Seiten und ihre Zuversicht in Bezug auf dessen
Stabilität. Die Atmosphäre bei den Treffen
war gut. Die nächste Gesprächsrunde soll bereits
im Mai stattfinden. (Außenministerium des Staates
Israel, 19.01.10)
USA: Irans Antwort unangemessen.
In den USA verliert man die Geduld mit dem Iran. Aktueller
Anlass ist die offizielle Zurückweisung des Angebots,
das die fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder
und Deutschland der Islamischen Republik unterbreitet
hatten. Demnach sollte der Iran seine Uranbestände
zur Anreicherung ins Ausland transferieren, um im Gegenzug
nuklearen Treibstoff für einen medizinischen Forschungsreaktor
zu erhalten. Diplomaten zufolge hat der Iran seine Verweigerungs-
haltung nun schriftlich der Internationalen Atomenergiebehörde
(IAEA) übermittelt. In Washington kommentierte
der Sprecher des US-Außenministeriums P.J. Crowley
dies wie folgt: „Ich bin nicht sicher, ob sie
eine förmliche Antwort übermittelt haben,
aber es ist ganz klar eine unangemessene Antwort.“
Im Westen steuert man derzeit auf eine Verschärfung
der Sanktionen gegen die Islamische Republik zu. (Haaretz,
19.01.10)
Israelisches Feldlazarett in Haiti.
Am Freitag ist die israelische Hilfsdelegation für
Haiti in Port-au-Prince eingetroffen und hat ihre Einsatzzentrale
auf einem Fußballfeld nahe dem Flughafen bezogen.
Israel hat zwei Teams in den von einem desaströsen
Erbeben heimgesuchten Karibikstaat gesandt. Das eine
Team unterstützt das UN-Hauptquartier vor Ort bei
der Rettung von Überlebenden. Das Sanitäts-
und Rettungsteam der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte
(ZAHAL) hat ein Feldlazarett in Port-au-Prince errichtet
und bereits mit der Behandlung von Patienten begonnen.
Das Feldlazarett besteht aus 40 Ärzten, 25 Krankenschwestern,
Sanitätern, einer Apotheke, einer Kinderstation,
Radiologie-, Chirurgie- und Internistikabteilungen,
einer Notfalleinheit mit Intensivstation, zwei Operationsräumen
und einer Entbindungsstation.Am Sonntag brachte eine
Haitianerin einen Sohn in diesem Lazarett zur Welt und
nannte ihn aus Dankbarkeit "Israel". Das Lazarett
kann pro Tag etwa 500 Patienten behandeln und Voroperationen
vornehmen. (Außenministerium des Staates Israel,
17.01.10)
Israel und Türkei bekräftigen
strategische Partnerschaft. Israel und
die Türkei haben die jüngsten Spannungen in
den bilateralen Beziehungen beigelegt. Im Rahmen des
Besuchs von Israels Verteidigungsminister Ehud Barak
in Ankara sagte sein türkischer Amtskollege Vecdi
Gonul am Sonntag, beide Länder würden weiter
strategische Partner bleiben. „Wir leben in derselben
Region, und obwohl wir keine gemeinsamen Grenzen haben,
haben wir dieselben Interessen“, sagte Gonul nach
seinem Treffen mit Barak. „So lange wir dieselben
Interessen haben, arbeiten wir zusammen, um die gemeinsamen
Probleme zu lösen. Wir sind auch Verbündete,
wir sind strategische Verbündete, so lange unsere
Interessen uns dazu zwingen.“ Barak hielt auch
mit dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu
ein dreieinhalbstündiges Treffen ab, das nach Auskünften
eines israelischen Begleiters in einer sehr freundlichen
Atmosphäre stattfand. Bei seiner Ankunft wurde
Israels Verteidigungsminister von einem türkischen
Admiral herzlich empfangen. Die erste Station seines
Besuchs war das Mausoleum von Mustafa Kemal Atatürk,
dem Gründer der modernen und säkularen Türkei,
den Barak als Inspiration dafür bezeichnete, die
Region in eine des Friedens und der Sicherheit zu verwandeln.
(Haaretz, 17.01.10)
Erstmals israelischer Minister in VAE.
Israels Infrastrukturminister Uzi Landau
hat am Wochenende an einer Konferenz der in Abu Dhabi
ansässigen Internationalen Agentur für Erneuerbare
Energien (IRENA) teilgenommen. Er ist damit der erste
israelische Minister, der jemals die Vereinigten Arabischen
Emirate (VAE) besucht hat, mit denen Israel keine diplomatischen
Beziehungen unterhält. Landau teilte mit, dass
er und der Rest der israelischen Delegation auf das
Hotel und das Konferenz-Gelände beschränkt
worden seien, er die Stadt aber bei der Fahrt vom Flughafen
gesehen habe. Er hoffe, dass es zukünftig einen
permanenten israelischen Repräsentanten bei der
IRENA in Abu Dhabi geben werde. „Um das Eis zu
brechen, muss man mit einer Ritze beginnen. Ich denke,
mein Besuch könnte der erste Splitter gewesen sein“,
so der Minister. Eine kleine israelische Delegation
hatte bereits im vergangenen Oktober an der letzten
IRENA-Konferenz in Abu Dhabi teilgenommen, wo sie liebenswürdig
empfangen wurde. (The Jerusalem Post, 17.01.10)
Iran
pocht auf „nukleare Rechte“. Der
Iran zeigt sich im Hinblick auf die Diskussion um sein
umstrittenes Atomprogramm weiter uneinsichtig. Dies
hat das iranische Außenministerium einen Tag nach
dem Treffen der fünf ständigen UN-Sicherheitsratsmitglieder
und Deutschlands in der Angelegenheit noch einmal ganz
deutlich gemacht. „Die Lösung liegt in der
Anerkennung von Irans nuklearen Rechten durch die Gruppe“,
sagte Ramin Mehmanparast, der Sprecher des iranischen
Außenministeriums am Sonntag. „Die geplanten
Treffen (der sechs Mächte) werden keine klaren
Resultate hervorbringen, so lange sie einen realistischen
Ansatz vermissen lassen.“ Das bisherige Scheitern
der sechs Mächte, eine Einigung in der iranischen
Atomfrage zu erzielen, bezeichnete der Ministeriumssprecher
als „natürlich“. (Yedioth Ahronot,
17.01.10)
Raketen-
und Möserangriff auf Südisrael.
Der Süden Israels ist am Donnerstagabend von einem
heftigen Raketen- und Mörserangriff aus dem Gaza-Streifen
heimgesucht worden. Insgesamt feuerten palästinensische
Terroristen eine Kassam-Rakete und mindestens sieben
Mörsergranaten auf israelisches Territorium ab.
Die Rakete explodierte unweit von Ashkelon, die Mörsergranaten
schlugen im Kreis Eshkol ein. Es entstand weder Personen-
noch Sachschaden. Die israelische Luftwaffe flog in
Reaktion darauf noch am selben Abend einen Angriff auf
verschiedene Terrorziele, darunter einen Schmuggeltunnel
an der Grenze zwischen dem Gaza-Streifen und Israel.
Dabei wurden drei Palästinenser getötet. Davor
hatte die Luftwaffe Tausende von Flugblättern abgeworfen,
in denen die Bevölkerung dazu aufgerufen wurde,
sich von der Umgebung des Sicherheitszauns fernzuhalten.
(Yedioth Ahronot, 08.01.10)
Blair: Netanyahu bereit zum Frieden.
Der Sondergesandte des Nahostquartetts, Tony Blair,
hat sich in der Haaretz zum Stand des israelisch-palästinensischen
Friedensprozesses geäußert. Dabei hob er
die positiven Entwicklungen vor Ort im Westjordanland
hervor. „Wenn Sie nur um zwei Jahre zurückgehen
– damals sagte man mir, Sie wissen, die Israelis
werden nie irgendwelche dieser Kontrollpunkte räumen;
sie werden Ihnen nie die Genehmigung erteilen für
irgendeines dieser wirtschaftlichen Dinge; die Palästinenser
wollen es nicht tun, es ist hoffnungslos. Wenn ich zwei
Jahre später durch Jenin und Ramallah fahre –
morgen werde ich Jericho besuchen, und kürzlich
war ich in Nablus und anderswo, Hebron -, ja, da gibt
es noch große Herausforderungen, selbstverständlich
gibt es die, aber man kann auch die wirtschaftliche
Entwicklung sehen, die sich vollzieht. Und ich sage
den Leuten nur: ‚Verliert nie die Hoffnung.’“
Auf die Absichterklärungen von Israels Ministerpräsident
Binyamin Netanyhu angesprochen, meinte Blair: „Meine
Meinung ist immer gewesen, dass der Ministerpräsident
bereit dazu ist, Frieden zu schließen, vorausgesetzt,
dass dies unter Bedingungen geschieht, die Israels Sicherheit
garantieren und gerecht für die Israelis sind.
Was ich Außenstehenden immer sage, wenn ich versuche
ihnen die ganze Problematik zu erklären, ist zuallererst;
Sehen Sie sich die Landkarte an, wissen Sie, sehen Sie
sich eine Landkarte der Region an, und dann sehen Sie,
was für ein kleines Stück Land das ist, Israel
und das palästinensische Gebiet. Wenn man nicht
mit den Vor-Ort-Sorgen der Israelis in Bezug auf die
Sicherheit umgehen kann, ist es unmöglich Frieden
zu machen.“ (Haaretz, 08.01.10)
Gespräche zwischen Israel
und UNIFIL. Am Donnerstag hat die zweite
Gesprächsrunde zwischen Israel und UNIFIL-Kommandant
Claudio Graziano stattgefunden. Ziel der Verhandlungen
ist eine temporäre Übereinkunft in Bezug auf
das Dorf Ghajar an der Grenze zwischen Israel und dem
Libanon. Die Delegation des israelischen Außenministeriums
wurde von Generaldirektor Yossi Gal (Bild) geleitet.
Israel stellte klar, dass es sich dazu verpflichtet
fühle, die Versuche zum Erzielen einer Übereinkunft
über das Dorf im Rahmen der UN-Sicherheitsresolution
1701 fortzusetzen. Dabei müsse jedoch die Sicherheit
Israels und seiner Bürger gewährleistet blieben.
Gleichzeitig wurde die Sorge um das Wohlergehen der
Dorfbewohner zum Ausdruck gebracht. Die Gespräche
verliefen in einer erfreulichen Atmosphäre. Gal
überreichte Generalmajor Graziano in Anerkennung
seiner Beförderung zum Drei-Sterne-General ein
Geschenk. Bereits in einigen Wochen sollen die Gespräche
fortgesetzt werden. (Außenministerium des Staates
Israel, 07.01.10)
Hebräische Inschrift aus
dem 10. Jh. v. Chr. entziffert. An der
Universität Haifa ist ein Durchbruch bei der Erforschung
der hebräischen Schriftlichkeit erzielt worden.
Demnach ist nun davon auszugehen, dass bereits im 10.
Jh. v. Chr. auf Hebräisch geschrieben wurde. Prof.
Gershon Galil von der Abteilung für Bibelstudien
hat eine Inschrift aus dieser Zeit entziffert und als
den frühesten bekannten hebräischen Text identifiziert.
Daraus lässt sich ableiten, dass das israelische
Königtum bereits um 1000 v. Chr. existierte und
einige biblische Texte womöglich sehr viel früher
geschrieben wurden als für gewöhnlich angenommen.
Die Inschrift, die mit Tinte auf eine 15 X 16.5 Zentimeter
große trapezförmige Tonscherbe geschrieben
ist, war vor eineinhalb Jahren bei Ausgrabungen in Khirbet
Qeifaya nahe dem Elah-Tal gefunden worden. Der Text
enthält eine soziale Aussage. Unter anderem steht
auf der Scherbe: „Bitte für den Armen und
die Witwe/ Rehabilitiere den Armen zu Händen des
Königs/ Schütze den Armen und den Sklaven/
Helfe dem Fremden.“ (The Jerusalem Post, 08.01.10)
Danny
Ayalon zu Israels Recht auf die 'umstrittenen’
Gebiete. Israels stellvertretender
Außenminister Danny Ayalon ist im Wall Street
Journal aus aktuellem Anlass dem Mythos von den „besetzten
Gebieten“ entgegengetreten. Text in Englisch und
Deutsch hier
2009
UN-Vollersammlung verabschiedet israelischen
Resolutionsentwurf. Die UN-Vollversammlung,
die nicht eben für eine pro-israelische Haltung
bekannt ist, hat am Montag mit überwältigender
Mehrheit eine von Israel initiierte Resolution zur Entwicklungshilfe
im agrartechnologischen Bereich verabschiedet. 143 Delegierte
stimmten für die Initiative, 36 Staaten enthielten
sich, und lediglich Somalia stimmte dagegen. Die Resolution
zielt darauf ab, Entwicklungsländern technologische
Fähigkeiten im Landwirtschaftsbereich verfügbar
zu machen. Vor allem Not leidende Staaten in Afrika
sollen davon profitieren. Israel wird es dadurch ermöglicht,
seine Innovationen im Kampf gegen die Verwüstung,
bei der Dorfentwicklung und der künstlichen Bewässerung
zu verbreiten. Israels Botschafterin bei den Vereinten
Nationen, Gabriela Shalev, sagte nach der Abstimmung,
die Resolution stärke das Streben nach einer besseren
Welt, „was wir auf Hebräisch als Tikun Ha’olam
bezeichnen“. (Haaretz, 22.12.09)
Zu Weihnachten: Reiseerleichterungen
im Westjordanland. Der Koordinator für
die Regierungsaktivitäten in den Gebieten, Generalmajor
Eitan Dangot, und der Leiter der Zivilverwaltung in
Judäa und Samaria, Brigadegeneral Yoav Mordechai,
haben sich am Dienstag anlässlich des herannahenden
Weihnachtsfestes mit christlichen Religionsoberhäuptern
getroffen und ihnen ihre besten Wünsche für
die Feiertage und das neue Jahr übermittelt. Dabei
unterrichteten sie sie auch über die Vorbereitungen,
die für die Weihnachtszeit getroffen wurden. Israels
Verteidigungsminister Ehud Barak und Generalstabschef
Gabi Ashkenazi haben eine Reihe von Maßnahmen
des guten Willens bewilligt, mit denen die israelische
Armee und die Sicherheitsbehörden den Palästinensern
im Westjordanland entgegenkommen wollen. So werden bspw.
die Übergänge nach Bethlehem 24 Stunden am
Tag geöffnet sein, und zusätzliche Mitarbeiter
der Zivilverwaltung werden für die erleichterte
Einreise von Pilgern sorgen. Außerdem wird 300
christlichen Palästinensern aus dem Gaza-Streifen
die Einreise ins Westjordanland gestattet. Die Kirchenoberhäupter
drückten ihre höchste Wertschätzung für
die enge Zusammenarbeit aus, die die Zivilverwaltung
in Fragen der Religionsfreiheit, der christlichen heiligen
Stätten und im Sicherheitsbereich an den Tag gelegt
hat. Dangot und Mordechai übermittelten die Hoffnung
des israelischen Sicherheitsapparats, dass das neue
Jahr ein Jahr des Friedens, der Entwicklung und der
Zusammenarbeit werden möge.(Außenministerium
des Staates Israel, 22.12.09)
Offener Brief an die arabische Welt.
Israels stellvertretender Außenminister Danny
Ayalon hat am Mittwoch in einer der größten
panarabischen Tageszeitungen, Asharq Alawsat, einen
Kommentar von historischem Rang veröffentlicht.
In seinem in arabischer Sprache veröffentlichten
„Offenen Brief an die arabische Welt“ ruft
er die arabischen Staaten dazu auf, die zum Frieden
ausgestreckte Hand Israels zu ergreifen.Ayalon verweist
in seinem Artikel auch auf die Bedrohung durch den Extremismus
in der Region, vor allem in Form des iranischen Regimes,
der Israel und die gemäßigten arabischen
Staaten gemeinsam gegenüberstehen. „Seit
der Gründung unseres Staates haben führende
israelische Politiker den Frieden mit ihren arabischen
Nachbarn gesucht. In unserer Unabhängigkeitserklärung,
Israels Gründungsdokument, das unsere Hoffnungen
und Träume ausdrückt, heißt es: „Wir
strecken unsere Hand all unseren Nachbarn und ihren
Völkern im Angebot von Frieden und guter Nachbarschaft
entgegen, und rufen sie dazu auf, Bande der Zusammenarbeit
und gegenseitigen Unterstützung zu knüpfen.“
Diese Worte sind heute so wahr wie sie es waren, als
sie 1948 erstmals niedergeschrieben wurden. Bedauerlicherweise
haben 61 Jahre später erst zwei Staaten, Jordanien
und Ägypten, diese Grundsätze akzeptiert und
Frieden mit dem jüdischen Staat geschlossen. Vor
kurzem hat die israelische Regierung signifikante Schritte
gemacht, um die Verhandlungen mit den Palästinensern
wieder aufzunehmen und der arabischen Welt die Hand
entgegenzustrecken. Ministerpräsident Binyamin
Netanyahu hat in seiner Bar-Ilan-Rede im Juni klar seine
Akzeptanz eines palästinensisches Staates, der
Seite an Seite in Frieden und Sicherheit mit dem Staat
Israel lebt, verkündet. Meine Regierung hat hunderte
von Straßensperren entfernt, um die Reise- und
Bewegungsfreiheit für die Palästinenser zu
erhöhen, und durch enge Zusammenarbeit mit der
internationalen Partnern bei der Beschleunigung von
Projekten und Beseitigung von Engpässen zur Erleichterung
der Wirtschaftsentwicklung im Westjordanland beigetragen.
Schließlich hat eine Rechtsregierung – was
vielleicht am wichtigsten ist -, in einem beispiellosen
Schritt erklärt, dass sie vom Bau neuer Siedlungen
im Westjordanland Abstand nehmen werde. All diese Schritte
zusammengenommen bezeugen sattsam Israels Willen zum
Frieden. Die israelische Regierung fühlt sich auch
verpflichtet, all unseren arabischen Nachbarn, ihren
Führern und ihren Bürgern, die Hand auszustrecken,
um gemeinsam einigen der großen Herausforderungen
entgegenzutreten, die uns allen in den kommenden Jahren
bevorstehen.“ „Sowohl 2000 in Camp David
als auch 2007 während des Annapolis-Prozesses haben
israelische Ministerpräsidenten den Palästinensern
alles Mögliche für den Frieden angeboten,
und bei beiden Anlässen hat die palästinensische
Führung diese Angebote zurückgewiesen. Die
Palästinensische Autonomiebehörde beharrt,
wie die arabische Friedensinitiative, auf maximalistischen
Positionen und hat sich seit 1993 keinen Zentimeter
auf Israel zu bewegt. Diese Positionen sind offensichtlich
unvereinbar mit einem Frieden und spiegeln eine Weltsicht
wider, die Israels signifikante Gesten ignoriert und
eine Lösung zu erzwingen versucht, die letztlich
das Ende des jüdischen Staates bedeutet. Jüngste
Äußerungen der Palästinenser und der
Arabischen Liga haben dies noch unterstrichen. Es ist
gewiss an der Zeit, in die Zukunft zu blicken und mit
den früheren Unnachgiebigkeiten zu brechen, um
eine bessere Zukunft für alle Menschen in der Region
zu schaffen. Israel ist sehr weit gegangen und bereit,
seinen Teil zu tun; aber wir brauchen einen Partner,
der ebenso bereit dazu ist. Ohne das ist die Region
zu noch mehr Konflikt verdammt, und der vereinte Wille
im Nahen Osten, der nötig ist, um den wachsenden
Herausforderungen von außen wie innen entgegenzutreten,
wäre zunichte gemacht.“ Den vollständigen
Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Deputy_Foreign_Minister/Speeches/DepFM_Ayalon_Asharq_Alawsat_op-ed_15-Dec-2009.htm
(Außenministerium des Staates Israel, 15.12.09)
Netanyahu verurteilt britischen Haftbefehl
gegen Livni. Israels Ministerpräsident
Binyamin Netanyahu betrachtet den britischen Versuch,
einen Haftbefehl gegen Oppositionsführerin Tzipi
Livni zu erlassen, mit größtem Ernst. Am
Dienstag äußerte er sich dazu wie folgt:
„Wir werden uns nicht mit einer Situation abfinden,
in der Ehud Olmert, Ehud Barak und Tzipi Livni auf die
Anklagebank beordert werden. Wir werden nicht akzeptieren,
dass Kommandanten und Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte,
die – heroisch und in einer moralischen Art und
Weise – unsere Bürger gegen einen brutalen
und verbrecherischen Feind verteidigt haben, zu Kriegsverbrechern
erklärt werden. Wir weisen diese Absurdität
uneingeschränkt zurück.“ Netanyahu wies
den nationalen Sicherheitsberater Prof. Uzi Arad dazu
an, Großbritanniens Botschafter Tom Philips eine
klare Botschaft in dieser Angelegenheit zu übermitteln,
was dieser dann auch getan hat. (Außenministerium
des Staates Israel, 15.12.09)
Sagui: „Druck auch auf die Palästinenser“.
Aaron Sagui, Pressesprecher der Botschaft des Staates
Israel in Berlin, hat sich in einem Interview mit der
Internetzeitung „Die Freie Welt“ einer Vielzahl
von Fragen zur Lage im Nahen Osten gestellt. Dabei bestärkte
er Deutschland und Europa darin, beim Aufbau einer Infrastruktur
in den palästinensischen Autonomiegebieten behilflich
zu sein. Gleichzeitig mahnte er jedoch auch an, in Hinsicht
auf den Friedensprozess nicht nur auf Israel Druck auszuüben.
Schließlich habe Israel seine Bereitschaft zum
Frieden jüngst erneut unter Beweis gestellt. „Bisher
hat die EU vor allem Druck auf Israel ausgeübt
und Forderungen an Israel gestellt. Wir in Israel haben
das Gefühl, dass innerhalb der EU oftmals vergessen
wird, dass es für den Prozess hilfreich sein kann,
Druck auf beide Verhandlungsparteien – auch auf
die Palästinenser – auszuüben, nicht
nur auf eine Seite. Ministerpräsident Benjamin
Netanyahu hat sich öffentlich zur Zwei-Staaten-Lösung
bekannt, und er hat die Siedlungsaktivitäten für
elf Monate eingefroren. Wenn die EU im Nahen Osten wirklich
helfen möchte, muss sie die Palästinenser
überzeugen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren
und Druck auf sie ausüben, damit sie elementare
Forderungen erfüllen: Die Anerkennung des Staates
Israel als jüdischen Staat. Die Anerkennung des
Friedensvertrags als Endpunkt des Konflikts oder, anders
formuliert, als Ende aller Forderungen. Dies ist der
Schlüssel zum Frieden.” Sagui versäumte
auch nicht, auf das globale Ausmaß der iranischen
Bedrohung hinzuweisen: „Das Atomprogramm im Iran
bedroht alle Staaten im Nahen Osten und womöglich
bald auch alle Länder der Welt. Ein atomar bewaffneter
Iran torpediert jeden Friedensprozess in der Region.
Ein atomar bewaffneter Iran fördert zudem die Radikalen
in der Region: das derzeitige diktatorische Regime im
Iran und die Terrororganisationen Hisbollah und Hamas.
Es besteht die Gefahr eines atomaren Rüstungswettlaufs
im Nahen Osten, denn ein atomar bewaffneter Iran wird
Ägypten, die Türkei und Saudi-Arabien dazu
bringen, nach Atomwaffen zu streben. Weiterhin ist der
Iran dabei, Trägerraketensysteme zu entwickeln,
die auch Europa erreichen können. Wer jetzt noch
Zweifel an der wahren Natur des iranischen Regimes hat,
braucht nur zu beobachten, mit welcher Brutalität
das Regime die Opposition im Land unterdrückt und
die Jugend bedroht, die einen Wandel herbeiführen
will. All dies verstärkt den Eindruck, dass dringendes
Handeln erforderlich ist. Es muss im Interesse aller
Länder und Völker der Region sein, eine Atommacht
Iran zu verhindern.“ Den vollständigen Artikel
gibt es unter dem folgenden Link: http://www.freiewelt.net/nachricht-2782/%22druck-auch-auf-pal%E4stinenser%22---interview-mit-aaron-sagui.html
(Die Freie Welt, 16.12.09)
Von
APA0282 5 CI 0277 II/AI So, 13.Dez 2009 Zwischenfall/Kriminalität/Religion/Judentum/Palästinenser.
Rabiater Palästinenser
biss Wiener Rabbi fast den Finger ab.
Utl.: Attacke bei Chanukka-Feier am Stephansplatz.
Wien (APA) - Während die einen ein Licht entzündeten,
brannten dem Anderen offenbar die Sicherungen durch:
Ein Palästinenser attackierte am Samstagabend beim
traditionellen Auftakt zum jüdischen Lichtfest
Chanukka den Leiter der Wiener Lauder-Chabad-Schule.
Die Polizei bestätigte auf APA-Anfrage Meldungen
israelischer Medien, wonach der staatenlose Mann sich
auf Rabbi Dov Gruzman stürzte und auf ihn einschlug.
Als dieser sich zur Wehr setzte, verbiss sich der Mann
in Gruzmans Finger und verursachte ihm laut Polizei
"eine erhebliche Bisswunde". In israelischen
Internet-Medien hieß es, er habe "Teile des
Fingers abgetrennt". Der Palästinenser wurde
festgenommen, der Rabbi ins Spital eingeliefert, wo
er sich den Medienberichten zufolge nach wie vor zur
Beobachtung etwaiger Infektionen befindet. Dem Internetdienst
"Voz Is Neiaz" (Jiddisch für "Was
gibt es Neues") gab er aber bereits ein erstes
Interview, indem er sich unerschütterlich zeigte:
"Wir sind froh, dass so etwas passiert ist",
meinte er gar. "Für heute (Sonntag) Abend
haben wir deshalb die Anzahl der Sufganiot (traditionelle
Süßspeise) von 50 auf 700 erhöht."
Das am Samstag begonnene achttägige jüdische
Lichterfest "Chanukka" (hebräisch: Einweihung)
erinnert an die Neuweihe des Tempels in Jerusalem im
Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung. Nach der
Befreiung des Landes wollten die Juden ihren Tempel
durch das Anzünden des alten achtarmigen Leuchters
(Menora) neu weihen, der nach Glaubensvorschriften nie
ausgehen darf. Der Legende nach fanden sie jedoch in
einem Versteck nur ein kleines Kännchen geweihten
Öls, das aber wie durch ein Wunder acht Tage lang
in dem Leuchter brannte, bis neues Öl gewonnen
wurde. Daran erinnert am Channuka-Fest das täglich
fortschreitende Anzünden der Menora-Lichter. (Schluss)
an/ed APA0282 2009-12-13/18:45
Lieberman in der Ukraine. Israels
Außenminister Avigdor Lieberman hat sich am Montag
in Kiew mit dem ukrainischen Präsidenten Viktor
Yushchenko und Außenminister Petro Poroshenko
getroffen. Mit seinem ukrainischen Amtskollegen Proshenko
besprach Lieberman bilaterale Angelegenheiten, aber
auch die Frage des globalen Terrors. Dabei ging es nicht
zuletzt um die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm.
Die beiden Außenminister unterzeichneten ein Abkommen,
das Konsultationen und andauernde Zusammenarbeit zwischen
beiden Ministerien festschreibt. Überhaupt soll
die bilaterale Kooperation in einer Vielzahl von Bereichen
ausgebaut werden. Lieberman drückte der Ukraine
seine Wertschätzung dafür aus, dass sie sich
in den 1990er Jahren trotz verlockender Anreize aus
Teheran geweigert hatte, einen Atomreaktor im iranischen
Bushehr zu bauen. Der Iran sei eine Quelle der Instabilität
und bedrohe die ganze Welt. Sollte er in den Besitz
von Atomwaffen gelangen, würde ein Rüstungswettlauf
im Nahe Osten einsetzen. (Außenministerium des
Staates Israel, 07.12.09)
Neuer Koordinator für Regierungsaktivitäten
im Westjordanland ernannt. Im
Beisein von Verteidigungsminister Ehud Barak ist am
Sonntag Generalmajor Eitan Dangot zum neuen Koordinator
der Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT)
der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL)
ernannt worden. Dangot wird Generalmajor Amos Gilad
ablösen, der das Amt für mehr als ein Jahr
kommissarisch ausgeübt hat. „Ziel und Zweck
des COGAT sind wichtig und sensibel sowie höchst
maßgebend in Bezug auf die Regierungs- und Sicherheitsprozesse“,
sagte Dangot bei der Ernennungszeremonie. „Es
ist sehr wichtig für uns, unsere Beziehungen und
die Interaktion mit dem zivilen und dem Sicherheitsapparat
der Palästinensischen Autonomiebehörde sowie
mit dem internationalen System zu formen und durchzusetzen,
um der israelischen Regierung, dem ganzen Land, als
eine wichtige und unterstützende Ebene bei Aktionen
zu dienen, die darauf abzielen, eine stabile Basis für
ein mögliches zukünftiges Abkommen zu bieten.“
Der Artillerie-Offizier fungierte zuletzt als Militärsekretär
des Verteidigungsministers. Er hat einen BA in Informatik
und Wirtschaftswissenschaften, ist verheiratet und Vater
von vier Kindern. (Außenministerium des Staates
Israel, 06.12.09)
Frieden ohne Partner? Vor
dem Hintergrund der palästinensischen Weigerung,
die Friedensverhandlungen mit Israel trotz der Entscheidung
der Regierung Netanyahu zum zehnmonatigen Stopp des
Siedlungsbaus wieder aufzunehmen, betonen zwei israelische
Diplomaten in den USA eindringlich, dass für ein
Friedensabkommen die Kooperation der Palästinenser
unabdingbar ist. Yoel Lion, derzeit Konsul für
Medienangelegenheiten am israelischen Generalkonsulat
in New York und einstmals Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
an der Botschaft in Berlin, kritisiert in der New Yorker
Zeitung Daily News das Streben der Palästinenser
zu einer unilateralen Lösung des Konflikts mit
Israel. „Die jüngste Entscheidung von Abbas
und palästinensischen Regierungsvertretern, Israel
zu umgehen und stattdessen direkt vor dem UN-Sicherheitsrat
um staatliche Souveränität anzusuchen, untergräbt
nicht nur das Versprechen [vor Endstatusverhandlungen
keine einseitige Schritte zu unternehmen], sondern widerspricht
eben jenen Rechtsdokumenten, die der Palästinensischen
Autonomiebehörde überhaupt Legitimität
verleihen. Noch beunruhigender ist, dass die Europäische
Union offensichtlich erwägt, die Forderung der
Palästinenser zu unterstützen. Ihr jüngster
Vorschlag, Jerusalem – Israels Hauptstadt –
solle gewaltsam geteilt werden, beeinträchtigt
die Chancen auf die Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen
und zudem die Fähigkeit der EU, als maßgeblicher
Vermittler auftreten. Jegliches derartige forsche Drängen
der Palästinenser auf eine unilaterale Lösung
vermindert die Aussichten auf Frieden.“ Den vollständigen
Artikel gibt es unter dem folgenden Link: http://www.nydailynews.com/opinions/2009/12/06/2009-12-06_it_takes_two_to_forge_a_lasting_mideast_peace.html.
(Daily News, 06.12.09). Ofer Bavly,
Generalkonsul Israels für Florida und Puerto Rico,
hebt in seinem Artikel für die St. Petersburg Times
auch auf den mangelnden Realismus der palästinensischen
Führung ab. „Seit Beginn des Friedensprozesses
vor 16 Jahren haben wir Realismus an den Tag gelegt,
alte Ideen von 'Großisrael’ über Bord
geworfen, unseren Widerwillen gegen Gespräche mit
der PLO überwunden und das Konzept einer Zwei-Staaten-Lösung
akzeptiert. Unsere Regierung hat Führungsstärke
bewiesen, als sie die Bürger Israel zur Akzeptanz
dieses Konzepts bewegte und dazu, es als einzig mögliche
verhandelte Lösung eines Jahrzehnte alten Konflikts
anzunehmen. Eben dieser Realismus fehlt auf der palästinensischen
Seite. Ihre Führer erziehen die jungen Palästinenser
weiter dazu, sich auf den bewaffneten Kampf vorzubereiten,
bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen, bis Israel
verschwindet. Sie nähren weiter eine Kultur, die
den Tod und das Martyrium heiligt. Diese Botschaft hat
den Palästinensern nichts als Leid und Frustration
eingebracht, und der Region Instabilität.“
Den vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden
Link: http://www.tampabay.com/opinion/columns/israels-steps-to-peace-spurned/1056192.
(St. Petersburg Times. 06.12.09)
Hamas
verhindert Ausreise von Patienten aus Gaza.
Während die ganze Welt Israel für seine Blockade
des Gaza-Streifens kritisiert, ist es gerade die dort
herrschende Terrororganisation Hamas, die schwerkranken
Palästinensern die Ausreise zur ärztlichen
Behandlung in Israel oder dem Westjordanland verweigert.
Das berichtete gestern das Palästinensische Zentrum
für Menschenrechte. Die Organisation verurteilte
die Hamas dafür, dass sie am Montagmorgen 37 palästinensischen
Patienten die Ausreise untersagt und sie an einem Kontrollpunkt
vor der Grenze nicht passieren lassen hatte. Als Grund
wurde angegeben, die Kranken hätten sich nicht
wie vorgeschrieben Bewilligungen vom Innenministerium
in Gaza besorgt; einige der Betroffenen hatten am selben
Tag Operationstermine. Als Reaktion auf die Kritik des
Menschenrechtszentrums ließ die Hamas schließlich
einen Teil der Patienten ausreisen. (Haaretz, 07.12.09)
Netanyahu
trifft Siedlerführer.
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat
am Donnerstag die Ortsvorstände der jüdischen
Gemeinden in Judäa und Samaria empfangen und sich
mit ihnen über den zehnmonatigen Sieldungsbaustopp
unterhalten. Dabei unterstrich er die Notwendigkeit
dieser Maßnahme, ohne sich über die Sorgen
der Siedler hinwegzusetzen. „Der Kabinettsbeschluss
ist die optimale Entscheidung für den Staat Israel
in der komplizierten diplomatischen Lage, in der wir
uns derzeit befinden, und in Anbetracht der verschiedenen
Herausforderungen, die vor uns stehen. Wir haben diese
schwere Entscheidung gefällt, um Israels weitere
Interessen zu fördern. Dieser Schritt macht den
wichtigsten Elementen auf der Welt klar, dass Israel
sich nach Frieden sehnt und ernsthaft in seiner Absicht
ist, Frieden zu erlangen, während die Palästinenser
sich weigern, in Friedensverhandlungen einzutreten.
Dieser Schritt macht klar, wer sich dem Frieden verweigert.“
[...] (Außenministerium des Staates Israel, 03.12.09)
Der
Mythos der illegalen Siedlungen.
Im Kontext der Diskussionen um die jüdischen Siedlungen
im Westjordanland hat David M. Phillips, Juraprofessor
an der Northeastern University in Boston, in der aktuellen
Ausgabe der US-amerikanischen Monatszeitschrift Commentary
einen ausführlichen Artikel veröffentlicht,
in dem er sich mit dem Vorwurf der Unrechtmäßigkeit
auseinandersetzt, dem die Siedlungen innerhalb der internationalen
Debatte gegenüberstehen. „Die Überzeugung,
dass die jüdischen Siedlungen im Westjordanland
illegal sind, ist mittlerweile gemeinhin so akzeptiert,
dass es kaum so scheinen mag, als ob die Frage überhaupt
zu Debatte stünde. Aber sie tut es. Jahrzehnte
des Streits über die Angelegenheit haben die komplexe
Natur der speziell rechtlichen Frage verdeckt; ein vermeintlich
überwältigender Schuldspruch ist über
die Siedlungspolitik verhängt worden.Es kann kein
Zweifel daran bestehen, dass diese Lawine negativer
Meinung tief von der Unpopularität der Siedlungen
auf der ganzen Welt und sogar in Israel selbst beeinflusst
worden ist. Während man über die Klugheit
der israelischen Siedlungen diskutieren kann, ist der
Gedanke, dass sie unklug sind, recht verschieden davon,
sie als illegal zu brandmarken.Tatsächlich hängt
die Analyse hinter dem Befund, dass die Siedlungen das
internationale recht verletzen, voll und ganz von der
Akzeptanz der palästinensischen Meistererzählung
ab, wonach das Westjordanland ‚arabisches’
Land sei. Folgt man ihr bis zum logischen Schluss –
wie einige es getan haben -, schließt dieses Narrativ
die Legitimität Israels an sich aus.“ Den
vollständigen Artikel gibt es unter dem folgenden
Link: http://www.commentarymagazine.com/viewarticle.cfm/the-illegal-settlements-myth-15295
(Commentary, Dezember 2009)
Der
Journalist und Autor Karl
Pfeifer, unermüdlicher
Kämpfer gegen Antifaschismus und Antisemitismus
und Mitglied von SPME-Austria, wurde kürzlich in
Bielefeld, Deutschland, übelst verleumdet. Bitte
lesen Sie seinen Bericht auf: http://www.hurryupharry.org/2009/11/23/strange-days-in-germany/
Hamas-Führer Mashaal: Terror wird fortgesetzt.
Der Leiter des politischen Büros der Hamas in Damaskus,
Khaled Mashaal, hat vor kurzem abermals betont, dass
die Hamas weiter den Weg des „Widerstands“
beschreiten werde. „Widerstand“ steht in
der Sprache der Hamas für Terrorismus. „Wir
werden Israel nicht anerkennen, wir werden den Widerstand
nicht aufgeben, wir halten an jedem Zentimeter palästinensischen
Bodens fest, andere Erklärungen sind politische
Manöver“, sagte der Hamas-Führer laut
der Webseite „Filisteen al-An“ am 12. November
auf einer Konferenz in Damaskus. Gleichzeitig betonte
er, dass die Anstrengungen der Hamas zum Wiederaufbau
im Gaza-Streifen in erster Linie auf die militärische
Aufrüstung und die Vorbereitung zur „Eskalation
des Widerstands“ zielen. Damit straft Mashaal
eine der Hauptschlussfolgerungen des Goldstone-Berichts
Lügen, der die Verantwortung der Hamas für
die missliche Situation der Palästinenser im Gaza-Streifen
völlig ignoriert und allein Israel die Schuld dafür
zuweist. Mashaals Äußerungen belegen nun,
dass die militärischen Vorbereitungen für
die nächste Runde des antiisraelischen Terrorismus
Priorität vor der Verbesserung der Lebensbedingungen
im Gaza-Streifen haben.Weitere Informationen gibt es
unter dem folgenden Link: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/hamas_e089.htm
(Intelligence and Terrorism Information Center,
17.11.09)
5000
neue Wohneinheiten für Araber in Jerusalem.
Die Stadtverwaltung von Jerusalem treibt gegenwärtig
Pläne zum Bau von mehr als 5000 neuen Wohneinheiten
für die arabische Bevölkerung voran. Allein
in Tel Edesa im Norden der Stadt sollen rund 2000 neue
Wohneinheiten entstehen. Ein Masterplan für den
Bau von 2500 Wohneinheiten in Aswahara ist ebenfalls
in Planung. Weitere Stadtteile, in denen der Wohnraum
für Araber stark erweitert werden soll, sind Dir
Al-Amud und Al-Muntar in Beit Tsafafa, Jebel Mukhaber
sowie Abu Tor und Tzur Bakher.Die Jerusalemer Stadtverwaltung
setzt dabei die relevanten Gerichtsentscheidungen und
das geltende Rechte durch. Bürgermeister Nir Barkat
betonte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt alles
tue, um der Nachfrage der Bürger nach Wohnraum
nachzukommen, unabhängig davon, ob es sich um Juden
oder Araber handele. Unterdessen hat Barkat im Ostjerusalemer
Stadtteil Beit Tsafafa eine neues, 750 Quadratmeter
umfassendes Sportzentrum eröffnet, dass sowohl
der örtlichen Schule als auch den Anwohnern zugute
kommen soll. (Außenministerium des Staates Israel,
19.11.09)
UN-Sicherheitsrat: USA beschuldigen Iran des
Waffenschmuggels. Die
USA haben den Iran am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat
illegaler Waffenlieferungen an die libanesische Terrororganisation
Hisbollah angeklagt und sich damit die von Israel vorgebrachten
Vorwürfe zu Eigen gemacht. In der vergangenen Woche
hatten Einheiten der israelischen Marine an Bord des
Frachtschiffs „Francop“ Hunderte Tonnen
von Waffen aus dem Iran entdeckt, die zwischen zivilen
Gütern versteckt waren. Auch Großbritannien
äußerte sich besorgt über die Angelegenheit
des Waffenschmuggels. Israel hatte bereits in der vergangenen
Woche Beschwerde bei der UNO eingelegt und darauf hingewiesen,
dass die Waffenladung an Bord so umfangreich war, dass
sie für einen Monat Krieg gereicht hätte.
(Haaretz, 11.11.09) Das israelische Außenministerium
hat eine Dokumentation zusammengestellt, die klar beweist,
dass der Iran in der Tat das Herkunftsland der an Bord
der „Francop“ gefundenen Waffen ist. http://www.mfa.gov.il/MFA/The+Iranian+Threat/Support+of+terror/Proof_Iranian_arms_smuggling_to_terrorists_Nov+2009.htm
(Außenministerium des Staates Israel, 10.11.09)
Netanyahu:
Waffenschmuggel zeigt Absurdität der Lage.
Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat
sich am Mittwoch zum Fall des mit Waffen aus dem Iran
beladenen Frachters „Francop“ geäußert,
den eine Spezialeinheit der israelischen Marine zuvor
sichergestellt hatte. Dabei stellte er die Angelegenheit
in den Kontext der internationalen Kampagne, die derzeit
gegen Israel betrieben wird. „Die Übernahme
des Schiffs durch die Marine illustriert die große
Absurdität: Auf der einen Seite schickt der Iran
Waffen in Wespennester von Terroristen, um unsere Zivilisten
zu töten. Auf der anderen Seite zeigt der Goldstone-Bericht
mit dem Finger auf Israel“, so Netanyahu, der
zugleich beteuerte: „In den nächsten Tagen
werden wir diese Absurdität unseren Freunden weltweit
präsentieren.“ (Yedioth Ahronot, 05.11.09)
Das Frachtschiff „Francop“, das die israelische
Marine am Mittwoch aufgriff, hatte 36 Container mit
500 Tonnen Waffen geladen, die als zivile Fracht getarnt
und zwischen anderen Containern versteckt waren. Das
Marinekommando enterte das Schiff und führte eine
erste Durchsuchung durch. Die Durchsuchung verlief gemäß
den üblichen Durchsuchungsprozeduren, wie sie das
internationale Recht vorschreibt. Nachdem klar geworden
war, dass der Frachter Waffen an Bord hatte, wurde er
in den israelischen Hafen Ashdod bugsiert und dort einer
eingehenden Inspektion unterzogen. Der Kapitän
des Schiffes erklärte sich einverstanden mit der
Durchsuchung, und die gesamte Aktion verlief ohne jegliche
Gewaltanwendung. Die an Bord gefundenen Waffen stammen
aus dem Iran und waren für die libanesische Terrororganisation
Hisbollah bestimmt. (Außenministerium des Staates
Israel, 04.11.09) Die beiden Haaretz-Reporter Amos Harel
und Avi Issacharoff haben die „Francop-Affäre“
einer eingehenderen Anaylse unterzogen. Darin weisen
sie u. a. auf den folgenden Sachverhalt hin: „Auf
dem Höhepunkt des sensiblen Dialogs zwischen Teheran
und der internationalen Gemeinschaft über den Stopp
des Atomprogramms ist eine erhebliche iranische Täuschung
offenbar geworden. Eine Reihe von UN-Sicherheitsratsresolutionen
seit 2006 haben den Handel mit dem Iran und insbesondere
den Waffenexport aus dem Iran Beschränkungen unterworfen.
Nun sind die Iraner auf frischer Tat ertappt worden;
ihr staatliches Exportunternehmen liefert Waffen an
die Hisbollah – und dies zu einer Zeit wachsenden
Misstrauens im Westen aufgrund ihrer nebulösen
Antwort auf den Kompromissvorschlag in der Atomfrage.
Das ‚Ja, aber’ Teherans in Reaktion auf
das Angebot, das angereicherte Uran nach Russland zu
transferieren, ist im Westen als ‚eigentlich nein’
ausgelegt worden. Wenn Israel behauptet, dass die Atomkontrollen
intensiviert und in besonders skeptischer Grundhaltung
durchgeführt werden müssten, so ist seine
Einstellung durch die Sicherstellung des Schiffs nun
bestärkt worden. All dies passiert vor dem Hintergrund
eines Wiederaufflammens der inneren Unruhen im Iran;
gestern haben die Revolutionswächter wieder mit
eiserner Hand die Unterdrückung reformistischer
Demonstrationen betrieben. So steht das Ayatollah-Regime
vor Problemen von innen wie von außen.“
(Haaretz, 05.11.09)
Israels UN-Botschafterin geißelt
Goldstone-Bericht. Israels Botschafterin
bei den Vereinten Nationen, Gabriela Shalev, hat sich
vor der UN-Vollversammlung scharf gegen den Goldstone-Bericht
gewandt. Dabei stellte sie Israels Militäroperation
im Gaza-Streifen in den Kontext des globalen Kampfes
gegen den Terror. „Statt dem Terrorismus entgegen
zu treten, hat sich die Vollversammlung dazu entschieden,
sich von der Wirklichkeit abzukoppeln. Die heutige Debatte
ist alles andere als aufrichtig und unvoreingenommen.
Statt darüber zu beraten, wie man Terrororganisationen,
die absichtlich auf Zivilisten zielen, leichter stoppen
kann, startet diese Körperschaft eine weitere Kampagne
gegen die Opfer des Terrorismus, das israelische Volk.
Der Bericht, den Sie vor sich haben, wurde in Hass konzipiert
und in Sünde ausgefertigt. Seit ihrem Beginn in
einem einseitigen Mandat ist die Gaza-Untersuchungskommission
eine politisierte Körperschaft mit im Voraus feststehenden
Ergebnissen gewesen.“ (Außenministerium
des Staates Israel, 04.11.09) Die Vereinigten Staaten
haben die Beratungen der UN-Vollversammlung über
den Goldstone-Bericht boykottiert. Die US-Botschafterin
bei den Vereinten Nationen, Susan Rice, erschien gar
nicht erst zur Sitzung; ihr Stellvertreter, Alex Wolf,
verließ den Saal nach der Rede von Israels Botschafterin
Gabriela Shalev. (Haaretz, 05.11.09)
Neues Agrarabkommen zwischen
Israel und EU. Israel und die Europäische
Union haben am Mittwoch ein neues Landwirtschaftsabkommen
unterzeichnet. Nach einem langen Verhandlungsvorlauf
aktualisiert es das ursprüngliche Abkommen von
1970. Der Zugang zu den Märkten wurde für
beide Seiten erheblich erleichtert. Im verarbeiteten
Agrarsektor werden nun 95% aller Produkte von Steuern
und Abgaben befreit. Im Frischwarenbereich entfallen
die Zollbestimmungen für 80% der Produkte. Das
Abkommen wurde von Israels Botschafter bei der EU, Ran
Curiel, und von Schwedens Botschafter Christian Danielsson
unterzeichnet. Es stellt ein weiteres Element in der
langen Reihe bestehender Abkommen zwischen Israel und
der EU dar, zu der das Israel-EU-Assoziierungsabkommen
und zahlreiche andere Partnerschaftsverträge gehören.
Europa ist der bei weitem wichtigste Handelspartner
Israels im Agrarbereich. Mehr als 25% aller landwirtschaftlichen
Produkte und mehr als 75% aller Frischwaren aus Israel
werden in die EU exportiert. (Außenministerium
des Staates Israel, 05.11.09)
Israelische Forscher finden mögliches
Krebsheilmittel. Israelische Wissenschaftler
haben eine Substanz identifiziert, die Krebszellen abtöten
kann, ohne dabei den gesunden Zellen zu schaden. Womöglich
haben sie damit den Weg für eine wirksame Behandlung
von Krebs geebnet. Die Befunde von Forschern an der
Universität Tel Aviv und des Sheba Medical Center
wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift
Breast Cancer Research veröffentlicht. „Wir
haben tatsächlich die Achillessehne der Krebszelle
gefunden“, sagt Prof. Malka Cohen-Armon von der
Tel Aviver Universität, die das Forschungsteam
geleitet hat. „Sobald man Krebszellen angreifen
kann ohne die gesunden zu töten, kann man Medikamente
herstellen, die dem Patenten eine Menge Leid ersparen
können. Wir können sogar eine sehr viel aggressivere
Behandlung vornehmen ohne uns darüber sorgen zu
müssen, das gesunde Gewebe zu beschädigen.“
Bei der von den Forschern identifizierten Substanz,
die die Zellvermehrung verzögert, handelt es sich
um eine Komponente eines Medikaments, das vor zehn Jahren
entwickelt worden war, um den Todeseintritt nach einem
Schlaganfall zu verhindern. Die Substanz ist bislang
nur an Mäusen getestet worden, und das Medikament
ist als Patent eines US-amerikanischen Pharmaunternehmens
registriert, was eine weitere Nutzung erschweren könnte.
(Haaretz, 05.11.09)
Kommentare
zum Goldstone-Report (in
Deutsch und Englisch) hier

Außenminister
Lieberman trifft seinen österreichischen Amtskollegen
Spindelegger.
Außenminister Avigdor Lieberman hat sich in Wien
mit dem österreichischen Außenminister Michael
Spindelegger getroffen und mit ihm über die kommende
österreichische Präsidentschaft im UN-Sicherheitsrat,
den Goldstone-Report, die Lage im Nahen Osten und andere
Themen gesprochen. Im
November übernimmt Österreich die Präsidentschaft
des UN-Sicherheitsrats, weshalb beide Außenminister
dazu relevante Themen diskutierten. Außerdem wurde
der Goldstone-Report besprochen, über den Lieberman
sagte, dass seine Ergebnisse Terroristen diplomatische
Immunität gewährten. Von österreichischer
Seite wurde bestätigt, dass der Report vor dem
Menschenrechtsrat diskutiert werden solle und nicht
vor anderen Gremien. Beide
Außenminister sprachen darüber hinaus über
den Iran, wobei Lieberman den Handel österreichischer
Firmen mit dem Iran auf die Agenda hob. Er unterstrich,
dass die Bereitschaft der internationalen Gemeinschaft,
mit dem Iran auf diplomatischem Weg zu verhandeln, zeitlich
begrenzt sein sollte. Die Erfahrung lehre, dass der
Iran Gespräche führen und somit Zeit gewinnen
wolle – ohne ernsthafte Absichten, eine wirkliche
Lösung zu finden. Dieses Szenario dürfe sich
nicht durchsetzen. Lieberman
und Spindelegger sprachen außerdem die kürzlichen
Geschehnisse im Libanon an. Außenminister Lieberman
sagte, es dürfe nicht vergessen werden, dass dies
die zweite Explosion eines Waffenlagers in dem von der
UNIFIL kontrollierten Gebiet sei. Weiterhin
wurden bilaterale Themen diskutiert und Außenminister
Lieberman lud seinen Amtskollegen Spindelegger ein,
Israel zu besuchen. (MFA,
15.10.09)
Akkreditierung des neuen israelischen
Botschafters in Wien. Am 14.10.2009
überreichte der neue israelische Botschafter Aviv
Shir-On dem österreichen Bundespräsidenten,
Dr. Heinz Fischer, sein Beglaubigungsschreiben. Aviv
Shir-On wurde 1952 in Israel geboren, kämpfte 1973
im Yom Kippur Krieg, und war als Diplomat in den USA
und Deutschland tätig, sowie als Botschafter in
der Schweiz. Bevor er seine Mission in Wien antrat,
war er stellvertretender Generaldirektor des Außenministeriums
in Jerusalem und in dieser Funktion für Medien
und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Aviv
Shir-On spricht fließend Deutsch, Englisch und
Französisch. Am selben Tag führte der Außenminister
Israels, Avigdor Lieberman, Gespräche mit Bundespräsident
Fischer und seinem österreichischen Amtskollegen
Spindelegger.

Israelisches Außenministerium
lobt gute Beziehungen zu Österreich.
Lieberman betonte in Wien, dass in der Nahostpolitik
nicht allein auf Israel Druck ausgeübt werden dürfe.
Jerusalem (APA) - Im israelischen Außenministerium
wurde am Mittwoch nach dem Treffen von Außenminister
Avigdor Lieberman mit dem österreichischen Ressortchef
Michael Spindelegger (V) in Wien betont, dass es zwischen
beiden Ländern keine bilateralen Probleme gebe.
Die bilateralen Beziehungen zwischen Israel und Österreich
seien "sehr gut", hieß es auf Anfrage
der APA im Außenministerium. Das Gespräch
sei "in guter Atmosphäre" verlaufen,
nur in der Frage der israelischen Siedlungen habe es
unterschiedliche Meinungen gegeben. Das Gespräch
der beiden Minister habe "unter vier Augen"
begonnen. Dabei seien der Iran, die jüngsten Explosionen
von Waffendepots der Hisbollah im Südlibanon sowie
die UNO-Resolution 1701 angesprochen worden, mit der
der Libanon-Krieg 2006 endete und die vorsah, dass die
Hisbollah-Miliz keinen bewaffneten Zutritt zum Südlibanon
mehr haben dürfe. In der Frage der Siedlungspolitik
habe Spindelegger von Israel "Gesten" verlangt,
wurde im Außenministerium in Jerusalem erklärt.
Außenminister Lieberman habe geantwortet, dass
nicht allein auf Israel Druck ausgeübt werden dürfe.
Er habe darauf hingewiesen, dass es auch zwischen 1949
und 1967 keinen Frieden in Nahost gegeben habe, obgleich
damals keine einzige Siedlung existiert habe. Die Siedlungen
seien kein Hinderungsgrund für den Frieden: "Sowie
es echten Frieden gibt und es dazu notwendig wäre,
Siedlungen zu räumen, wäre auch ich bereit,
umzuziehen." Lieberman wohnt selbst in der israelischen
Siedlung Nokdim östlich von Bethlehem im besetzten
Westjordanland. Weitere Themen sei die Gefahr gewesen,
die von "Extremisten" in der Region ausgehe,
darunter der islamistischen Hamas im Gazastreifen. Beide
Minister hätten auch auf die Bedeutung von Friedensverhandlungen
und von Bemühungen in internationalen Gremien verwiesen.
In einer nach dem Treffen mit Lieberman veröffentlichen
Presseaussendung hatte Spindelegger Israel zu einem
"glaubwürdigen Stopp der illegalen Siedlungspolitik,
auch in Ostjerusalem, und zu einem Abbau der seit 2001
illegal erbauten Außenposten" auf palästinensischem
Gebiet aufgefordert. Ebenso sollte Israel "die
erstickende Blockadepolitik" gegenüber dem
Gazasteifen aufheben, hieß es in der Aussendung.
"Kein Partner in der Region kann sich seiner Verantwortung
entziehen. Jeder muss seinen Beitrag leisten, um eine
Atmosphäre zu schaffen, die ernsthafte Verhandlungen
erlaubt", erklärte Spindelegger. Lieberman
hatte sich am Mittwoch [14.10.09] auf der Rückreise
von Kasachstan zu einem Kurzbesuch in Wien aufgehalten.
Die
Implikationen der zweiten iranischen Urananreicherungsanlage.
Ephraim Asculai vom Tel Aviver Institut für nationale
Sicherheitsstudien (INSS) hat eine Analyse der Implikationen
vorgenommen, die die vergangene Woche bekannt gewordene
zweite Urananreicherungsanlage im Iran für das
Atomprogramm der Islamischen Republik und die anstehenden
Verhandlungen zwischen dieser und den fünf ständigen
UN-Sicherheitsratsmitgliedern sowie Deutschland (P5+1)
mit sich bringt. „Selbstverständlich
darf man nicht die ungeklärte Frage des militärischen
Atomprogramms des Iran vergessen. Die US-Regierung hält
noch immer an ihrer Nationalen Sicherheitseinschätzung
(NIE) fest, wonach dieses 2003 gestoppt worden sei und
es 2007 keinen Beweis dafür gegeben habe, dass
es wieder gestartet wurde. Es mag stimmen, dass es keine
frischen Beweise dafür gibt, dass das Militärprogramm
wieder aufgenommen wurde. Doch tatsächlich müssen
drei Möglichkeiten in Rechnung gestellt werden;
a) dass die NIE-Einschätzung korrekt ist; b) dass
schlicht ein Mangel an Geheimdienstinformationen über
dieses Programm vorliegt; c) dass das Programm bereits
2003 vollendet worden ist. Diese letzte Option könnte
zutreffen, wenn der Iran den Entwurf für einen
atomaren Sprengkörper von Pakistan bekommen hat,
wie es Berichten zufolge bei Libyen der Fall war. Die
NIE-Analyse als sicheren Indikator dafür zu nehmen,
dass der Iran sich gebessert hat, wäre ein schwerwiegender
Fehler. Das Auftauchen einer zweiten Urananreicherungsanlage
ist ein Indiz dafür. Wenn sich die anfängliche
Entrüstung gelegt hat werden die P5+1-Führer
wahrscheinlich versuchen, ein Abkommen zu erreichen,
dass den Iran nicht erniedrigt. Statt einer kraftvollen
rationalen Maßnahme wäre dies eine Geste,
um den Iran und einiger seiner Freunde zu beruhigen
und die Stabilität der weltweiten Energieversorgung
oder des beträchtlichen Handels zwischen Iran und
Westeuropa nicht zu gefährden. Dies könnte
sich jedoch als Rezept für ein zukünftiges
Desaster entpuppen. Sollte der Iran die Aussetzung seiner
waffenbezogenen Aktivitäten akzeptieren […],
würde es immer noch recht schwer sein, irgendjemanden
davon zu überzeugen, dass der Iran sein Atomwaffenentwicklungsprogramm
wirklich eingestellt hat. Wer wäre in der Lage,
mit Sicherheit festzustellen, dass der Iran nicht eine
dritte geheim gehaltene Urananreicherungsanlage gebaut
hätte?“ Den vollständigen Artikel gibt
es unter dem folgenden Link:http://www.inss.org.il/research.php?cat=3&incat=&read=3287
(The Institute for National Security Studies, 29.09.09)
Man denke an die Kubakrise. Leitartikel der
Jerusalem Post.
Der Iran hat kürzlich bemerkt, dass seine Widersacher
die Existenz einer Atomanlage in Qom aufgedeckt haben.
Die USA hatten ihre Erkenntnis in der vergangenen Woche
mit Russland und China geteilt und versucht, diese zur
Unterstützung härterer Sanktionen gegen Teheran
zu überreden. Am Donnerstagabend „berichteten“
die Mullahs der Internationalen Atomenergiebehörde
(IAEA) plötzlich von der sich noch in Bau befindlichen
geheimen Urananreicherungsanlage. Und am Freitag gaben
die USA, Großbritannien und Frankreich bekannt,
der Iran sei – zum dritten Mal – bei dem
Versuch, die Welt hinters Licht zu führen, entlarvt
worden.....Bitte lesen Sie hier
weiter.
Lieberman
begrüßt westliche Reaktion auf Ahmadinejads
UN-Rede. Israels Außenminister
Avigdor Lieberman hat sich befriedigt über den
Auszug zahlreicher Delegationen während der Rede
des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad
vor der UN-Vollversammlung gezeigt. „Das Wichtige
an Ahmadinejads Rede sind nicht seine erwarteten Äußerungen
gegen Israel, sondern die Antwort der freien Welt, deren
Repräsentanten aufgestanden sind und das Auditorium
verlassen haben“, so Lieberman, der sich weigerte,
den Inhalt von Ahmadinejads Rede überhaupt zu kommentieren,
gleichwohl betonte: „Heute ist der freien Welt
klar, wer der iranische Präsident ist und was für
eine Gefahr er darstellt.“ Ahmadinejad hatte in
seiner Rede erneut gegen Israel gehetzt und den jüdischen
Staat des Völkermords an den Palästinensern
bezichtigt. Die westlichen Staaten kritisierte er dafür,
seine „rassistischen Bestrebungen“ zu ignorieren.
Außerdem behauptete er, Juden würden die
internationale Politik und die globale Wirtschaft beherrschen.
Zahlreiche westliche Delegationen verließen während
seiner Rede aus Protest das Auditorium. (Yedioth Ahronot,
24.09.09)
Benjamin
Netanjahus Rede vor der UN-Vollversammlung - Text
bei SPME (Englisch) per Link: Text
of Benjamin Netanyahu's Address to the UN General Assembly
September 25, 2009 New York
Ägyptischer
Botschafter wegen Netanyahu-Karikatur einbestellt.
Ägyptens Botschafter in Israel,
Yasser Reda, wurde am Mittwoch ins israelische Außenministerium
einbestellt. Generaldirektor Yosef Gal übermittelte
ihm dort die extreme Verstimmung der israelischen Regierung
wegen eines entstellten Fotos von Ministerpräsident
Binyamin Netanyahu, das am 17. September in der ägyptischen
Zeitung Al-Ahram Weekly erschienen war. Der Generaldirektor
bat Botschafter Reda darum, der ägyptischen Regierung
Israels Einspruch kundzutun, und unterstrich die Schwere
der Angelegenheit angesichts der Tatsache, dass das
erniedrigende Bild in einer offiziellen ägyptischen
Publikation erschien. Bei seinem Treffen mit dem ägyptischen
Botschafter sprach Gal auch das Thema ägyptischer
Fernsehsendungen an, die im vergangenen Monat während
des Ramadan ausgestrahlt wurden und in denen Juden in
einer negativen Weise dargestellt wurden. Botschafter
Reda sagte, er werde die Botschaft nach Kairo übermitteln.
(Außenministerium des Staates Israel, 23.09.09)
Rakete
in Südisrael. Im Süden
Israels ist heute Morgen wieder eine Rakete eingeschlagen,
die von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen
abgeschossen worden war. Sie landete auf freiem Feld
im Kreis Eshkol und richtete offensichtlich weder Personen-
noch Sachschaden an. In den vergangen Tagen war es an
der Grenze zwischen Israel und dem Gaza-Streifen wiederholt
zu kleineren terroristischen Übergriffen von palästinensischer
Seite gekommen. (Yedioth Ahronot, 24.09.09)
550
Drusen überqueren Grenze nach Syrien. Rund
550 drusische Bewohner der Golan-Höhen haben heute
im Rahmen einer gemeinsamen Operation der israelischen
Armee, des Roten Kreuzes und der israelischen und syrischen
Innenministerien die Grenze nach Syrien überquert.
Zu der Gruppe gehören viele Geistliche sowie Frauen,
die syrische Staatsbürger heiraten wollen. Während
ihres fünftägigen Aufenthalts werden die Drusen
auch das Grab ihres Propheten Habil besuchen. Es ist
dies bereits das 14. Jahr, in dem eine solche Operation
stattfindet. Jedoch haben noch niemals so viele Drusen
die Gelegenheit einer Grenzüberschreitung genutzt
wie dieses Jahr. Unter denjenigen, die die Gruppe beim
Grenzübergang begleiteten, befand sich auch Israels
stellvertretender Minister für die Entwicklung
Galiläas und des Negev, Ayoob Kara, der sich im
Vorfeld dafür eingesetzt hatte, möglichst
vielen Interessenten eine Reisegenehmigung zu verschaffen.
„Ich finde es sehr wichtig, die wirtschaftlichen
und sozialen Beziehungen zwischen Israel und Syrien
zu stärken, und ich bin froh, dass die israelische
Regierung es genehmigt hat, die Zahl der Pilger zu erhöhen“,
sagte Kara, der mit dieser Aktion auch Hoffnungen auf
einen zukünftigen Frieden zwischen Israel und Syrien
verbindet. „Die Sicherheitsargumente und die Landfrage
müssen einem späteren Stadium vorbehalten
bleiben. Bereits heute können wir mit einem Prozess
beginnen, der letztlich Frieden zwischen Israel und
Syrien ohne Vorbedingungen schaffen wird, ein wahrer
Frieden, so wie es sein muss.“ (Yedioth Ahronot,
24.09.09)
Netanyahu
trifft Abbas. Erstmals seit
seinem Amtsantritt hat sich Israels Ministerpräsident
Binyamin Netanyahu am Dienstag mit dem Präsidenten
der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud
Abbas, zu einem Gespräch getroffen. Es fand im
Beisein von US-Präsident Barack Obama anlässlich
der UN-Vollversammlung in New York statt. Im Anschluss
daran gab Netanyahu dem Fernsehsender CNN ein langes
Interview, in dem es neben dem israelisch-palästinensischen
Friedensprozess auch um die iranische Bedrohung ging.
„Ich denke, wichtig ist, dass wir weiter über
den Frieden sprechen. Und ich hoffe, Frieden zu schließen.
Jedes Mal wenn wir einem arabischen Führer begegnet
sind, der Frieden schließen wollte, haben wir
Frieden geschlossen. Anwar Sadat kam. Menachem Begin
vom Likud schloss Frieden. König Hussein kam. Yitzhak
Rabin von der Arbeitspartei schloss Frieden. Ich versichere
Ihnen, wenn Herr Abbas, der Führer der Palästinensischen
Autonomiebehörde, wirklich einen Schritt voran
macht und sagt, wir erkennen den Staat Israel an, wir
sind bereit mit dem jüdischen Staat Frieden zu
schließen, nur das, mit dem jüdischen Staat,
und es wird ein Frieden der Anerkennung und der Sicherheit
sein, dann wird meine Regierung Frieden schließen.
Ich bin keine Ausnahme, denn das israelische Volk will
Frieden. Und ich denke, dass man dies nun versteht.
Was die Siedlungen angeht, denke ich, dass diese Bedingung
zu stellen – etwas, dass in 15 Jahren des israelisch-palästinensischen
Dialogs nicht passiert ist, niemand hat diese Bedingung
gestellt -, uns nur eine Menge Zeit kostet. Die Frage
der Siedlungen muss am Ende oder während dieser
Verhandlungen diskutiert werden, nicht davor. Sie muss
gelöst werden. Und wir sind bereit, diese Angelegenheit
zu prüfen, wie andere Angelegenheiten auch. Aber
wir müssen sprechen, um darüber zu sprechen.
Das ist offensichtlich. Und das haben wir bisher nicht
getan. Seit sechs Monaten warten wir darauf, über
Gespräche zu sprechen. Ich sage, lassen wir das
beiseite. Lasst uns weitermachen und den Friedensprozess
wieder beginnen.“ „Ich will keinen Zeitplan
bestimmen oder eine Stoppuhr stellen, aber je eher wir
anfangen, desto früher werden wir ein Abkommen
erzielen. Wenn es eine Bereitschaft auf Seiten der Palästinenser
gibt, das Haupthindernis für den Frieden zu beseitigen.
Und das Haupthindernis für den Frieden ist die
andauernde Weigerung, Israel als jüdischen Staat
anzuerkennen – als Nationalstaat des jüdischen
Volkes.“ „Wir brauchen einen entmilitarisierten
palästinensischen Staat, der den jüdischen
Staat anerkennt. Das ist das Erfolgsrezept für
Frieden. Sehen Sie, jedes Mal, wenn Israel einem arabischen
Führer, der wirklich Frieden wollte, gegenüberstand,
sei es Anwar Sadat oder König Hussein, hat Israel
Frieden geschlossen. Und wenn Präsident Abbas diesen
energischen Schritt geht und sich dazu entscheidet,
ein Sadat oder ein Arafat zu sein, wird er in mir einen
Partner für den Frieden finden. Und glauben Sie
mir: Das israelische Volk betet und hofft darauf, einen
solchen palästinensischer Partner auf der anderen
Seite zu haben.“ Das vollständige Interview
gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2009/CNN_interview_PM_Netanyahu_22-Sep-2009.htm
Lieberman trifft Äthiopiens Ministerpräsident
Zenawi.
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich
am Donnerstag in Addis-Abeba mit Äthiopiens Ministerpräsident
Meles Zenawi getroffen. Ihr Gespräch drehte sich
um bilaterale und wirtschaftliche Angelegenheiten, aber
auch Sicherheitsfragen wie den Umgang mit dem globalen
Terrorismus. Lieberman und Zenwai stimmten in der Absicht
überein, die israelisch-äthiopischen Beziehungen
zu stärken. Dabei wies Lieberman auf die Brückenfunktion
hin, die die äthiopische Gemeinde in Israel zwischen
beiden Nationen spiele. Zuvor hatte Israels Außenminister
in Babutjera ein landwirtschaftliches Exzellenzprogramm
eingeweiht, das von Israel, den USA und Äthiopien
gemeinsam initiiert worden war. Lieberman wies bei diesem
Anlass auf die Bedeutung landwirtschaftlicher Innovationen
angesichts von Mangelernährung und Hunger in Afrika
hin. (Außenministerium des Staates Israel, 03.09.09)
Irans Vahidi droht Israel.
Der neue iranische Verteidigungsminister ist in seiner
Antrittsrede sogleich auf Konfrontationskurs gegenüber
Israel gegangen. Der international gesuchte Terrorist,
der in Argentinien wegen seiner Involvierung in den
mörderischen Bombenanschlag auf das jüdische
Gemeindezentrum AMIA in Buenos Aires von 1994 angeklagt
ist, war am Donnerstag vom iranischen Parlament bestätigt
worden. Vahidi sagte, die große Unterstützung,
die er vom Parlament bekommen habe, zeuge von dem „antizionistischen
Geist des iranischen Parlaments und Volkes“. Hinsichtlich
der Möglichkeit eines israelischen Militärschlags
gegen die Nuklearanlagen des Iran meinte der Verteidigungsminister:
„Jeder Schritt des zionistischen Gebildes gegen
den Iran wird mit einer harten und kraftvollen Reaktion
aus dem Iran beantwortet werden.“ Unterdessen
hat Ali Asghar Soltaniek, Irans Gesandter bei der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA), abermals bekräftigt,
dass der Iran bei eventuellen Gesprächen mit den
Weltmächten nicht über sein Atomprogramm verhandeln
werde: „Es ist falsch zu denken, dass mögliche
Gespräche mit (den sechs Weltmächten) um Irans
Atomprogramm gehen würden“, zitiert ihn die
Website von al-Alam, einer staatlichem Fernsehsender.
(Yedioth Ahronot, 03.09.09)
Mörserangriffe in Südisrael.
Erneut haben palästinensische Terroristen aus dem
Gaza-Streifen den westlichen Negev unter Beschuss genommen.
Am Donnerstagabend schlugen fünf Mörsergranaten
auf israelischem Territorium ein; zwei weitere landeten
noch auf der palästinensischen Seite des Sicherheitszauns.
Die israelische Luftwaffe flog in Reaktion auf den Mörsergranatenbeschuss
einen Angriff auf einen Schmuggeltunnel im südlichen
Gaza-Streifen, der zur Einschleusung von Terroristen
nach Israel dienen sollte. Verletzt wurde dabei niemand.
Die israelische Armee berichtet von einem präzisen
Schlag; alle Jets seien heil zu ihrer Basis zurückgekehrt.
(Yedioth Ahronot, 04.09.09)
US-Botschafterin bei der UNO kritisiert unfaire Behandlung
Israels. Die
Botschafterin der USA bei den Vereinten Nationen, Susan
Rice, hat die unfaire Behandlung verurteilt, die Israel
von Seiten der Weltorganisation erfährt. Sie äußerte
ihre Kritik am Mittwoch im Rahmen einer Rede an der
New York University, in der sie den neuen Kurs ihrer
Regierung gegenüber der UNO umriss. „Wir
haben keine Illusionen. Eine gravierende Kluft trennt
noch immer die Vision der UN-Gründer von der heutigen
Institution. Der Sicherheitsrat ist weniger zerrissen,
als er es an den kältesten Tagen des kalten Krieges
war, aber er strauchelt weiterhin, sobald Interessen
und Werte auseinanderklaffen, wie es bei Fragen wie
Darfur, Simbabwe und Burma der Fall ist. In der Vollversammlung
lassen die Mitgliedsstaaten noch oftmals das politische
Theater von wirklicher Überlegung und Entschlossenheit
ablenken. Israel wird noch immer unfair ausgesondert.“
„Man
denke an den UN-Menschenrechtsrat. Über drei Wahlgänge
hinweg haben sich die Vereinigten Staaten geweigert,
einen Sitz anzustreben und den Rat als mangelhaft und
antiisraelisch abgelehnt – was er offensichtlich
ist. Aber was hat dieser Ansatz erreicht? Diktatoren
wurden nicht für ihre Bilanz der Unterdrückung
zur Rechenschaft gezogen; die Stimmen misshandelter
Bürger wurden nicht gehört; besessenes, unproduktives
Israel-Bashing tobte sich weiter aus.“ „Wirklicher
Wandel kommt nicht vom Beiseitesitzen. Wirklicher Wandel
kann nur durch mühevolle, prinzipienfeste Diplomatie
erreicht werden. Also werden wir hart daran arbeiten,
die üblichen Spaltungen zu reduzieren. Wir werden
eine faire Behandlung Israels fordern.“ (United
States Mission to the United Nations, 12.08.09)
Amerikaner stehen weiter zu Israel.
Trotz der Berichte über eine Verschlechterung der
Beziehungen zwischen Israel und den USA betrachtet die
überwältigende Mehrheit der Amerikaner Israel
weiterhin als engen Freund, die arabischen Staaten hingegen
mit Misstrauen. Eine
neue Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Rasmussen
ergibt, dass 70% der Amerikaner Israel als Verbündeten
ansehen; nur 8 % halten es für einen Feind. Keiner
der acht in der Umfrage eingeschlossenen arabischen
Staaten konnte auch nur ein annähernd so gutes
Ergebnis erzielen. 81%
der Amerikaner meinen zudem, dass die palästinensische
Führung als Teil eines Friedensabkommens im Nahen
Osten Israels Existenzrecht anerkennen müsse. Die
beiden Staaten, die als größte Sicherheitsbedrohung
für Amerika angesehen werden, sind der Iran und
Nordkorea. 70% der Befragten halten den Iran für
einen Feind ihres Landes. (Yedioth
Ahronot, 12.08.09)
US-Senatoren fordern arabische Annäherung
an Israel. Mehr als 70 der 100 US-Senatoren
haben Präsident Barack Obama in einem am Montag
veröffentlichten Brief dazu aufgerufen, von den
arabischen Staaten eine Annäherung an Israel zu
verlangen. „Wir
hoffen auch, dass Sie arabische Führer weiter dazu
drängen, dramatische Gesten in Richtung Israel
zu erwägen, ähnlich denen, die einst von mutigen
Führern wie König Hussein von Jordanien und
Anwar El-Sadat aus Ägypten ergriffen worden sind.“
Die
Abgeordneten fordern von der Arabischen Liga, den Boykott
Israels zu beenden und die Zusammenarbeit in unterschiedlichsten
Bereichen zu suchen. „Wir glauben auch, dass die
arabischen Staaten sofort und dauerhaft die offiziellen
Propagandakampagnen beenden müssen, die Israel
und die Juden dämonisieren“, schreiben sie.
(AFP,10.08.09)
Israel enttäuscht vom Urteil gegen Daw Aung San
Suu Kyi. Israel
ist sehr enttäuscht von dem Urteil, das am 11.
August in Myanmar gegen Daw Aung San Suu Kyi gefällt
worden ist, und beunruhigt über die Entscheidung,
dass sie für weitere eineinhalb Jahre unter Hausarrest
bleiben muss. Israel
schließt sich dem Aufruf des Generalsekretärs
der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft
an, Frau Daw Aung San Suu Kyi sofort freizulassen, und
hofft, dass 2010 freie und faire demokratische Wahlen
abgehalten werden, wie es die Regierung Myanmars versprochen
hat. (Außenministerium
des Staates Israel, 12.08.09)
*******
Kontrollpunkt
im Westjordanland geräumt. Südlich
von Jericho ist am Mittwoch ein weiterer Kontrollpunkt
aufgelöst worden. Damit ist nun wieder ungehinderter
Verkehr zwischen der Stadt und dem Jordantal möglich.
Die Räumung des Vered Jericho-Übergangs ist
eine erneute Geste des guten Willens von Seiten Israels.
Der Maßnahme war ein Vorschlag der Zivilverwaltung
vorangegangen, dem von Verteidigungsminister Ehud Barak
im Anschluss an Sicherheitseinschätzungen des Zentralkommandos
der israelischen Armee stattgegeben wurde. Im vergangenen
Jahr sind bereits mehr als 140 Straßensperren
und Kontrollpunkte im Westjordanland geräumt worden.
(Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 17.06.09).
Lieberman in Washington.
Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat sich
am Mittwoch in Washington mit seiner US-amerikanischen
Amtskollegin Hillary Rodham Clinton getroffen und mir
ihr über eine Reihe von Fragen gesprochen. Nicht
zuletzt ging es um die Bedrohungen für die regionale
Sicherheit und Stabilität und die Notwendigkeit
eines umfassenden Friedens im Nahen Osten. Das Treffen
der beiden Außenminister spiegelte die starken
und dauerhaften Bande zwischen den beiden Staaten wider
und unterstrich die unerschütterliche Verpflichtung
der Vereinigten Staaten gegenüber Israels Sicherheit.
Der strategische Dialog zwischen Israel und den USA
soll fortgesetzt werden.Clinton versicherte ihrem israelischen
Gast in der gemeinsamen Pressekonferenz: „Unserer
Verpflichtung gegenüber Israels Sicherheit ist
und bleibt ein Eckpfeiler unserer Außenpolitik,
und es war mir eine Freude, dies dem Außenminister
gegenüber persönlich zum Ausdruck bringen
zu können. Die Vereinigten Staaten haben keinen
größeren Verbündeten im Nahen Osten
und keinen größeren Freund als Israel.“
Lieberman äußerte sich auch zur aktuellen
Situation im Iran: „Wir sind für Evolution,
nicht für Revolution, und wir haben nie in irgendwelche
inneren Angelegenheiten der verschiedenen Länder
eingegriffen. Was wichtig für uns ist, ist nicht
die persönliche Schöpfung, sondern die Schöpfung
von Politik. Was wir während dieser Wahlen gesehen
haben, da war nur ein Punkt, in dem sich alle Kandidaten
einig waren: es ist die Erlangung einer „Nuklearkompetenz“;
und vielleicht der andere Punkt, der Hass auf Israel.
Das ist, was wichtig ist, was wirklich ist – nicht
die internen Probleme des Iran, sondern ihre Politik.
Und wir hoffen, dass sie ihre Politik ändern werden.“
Den vollständigen Wortlaut der Pressekonferenz
gibt es unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Foreign_Minister/Speeches/Joint_press_conference_FM_Liberman_US_Secretary_Clinton_17-Jun-2009.htm
(Außenministerium des Staates Israel, 17.06.09)
Netanyahus Revolution. Von Ari Shavit, Haaretz.
Vor einer Woche wurde auf diesen Seiten eine Formel
in neun Worten veröffentlicht: Ein entmilitarisierter
palästinensischer Staat neben dem jüdischen
Staat Israel. Binyamin Netanyahu hat sich die Formel
zu Eigen gemacht. In der Bar-Ilan-Rede machte er sie
zum Grundstein von Israels Außenpolitik. Netanyahu
fügte den neun Wörtern allerdings zwei wichtige
Grundsätze hinzu: eine internationale Bürgschaft
und die palästinensische Anerkennung. Eine internationale
Bürgschaft, die felsenfest garantiert, dass der
palästinensische Staat entwaffnet sein wird; eine
klare palästinensische Anerkennung dessen, dass
Israel ein jüdischer Staat ist. Gemäß
seiner Weltanschauung ist die internationale Bürgschaft
für die Einschränkung der Souveränität
Palästinas die Vervollständigung der internationalen
Bürgschaft, die Herzl für die Gründung
des Staates Israels erbeten hat. Demgegenüber ist
die Anerkennung des Nationalstaats des jüdischen
Volkes die außenpolitische Tat, die von den Palästinensern
zu vollbringen ist, um zu beweisen, dass sie das Recht
der Juden auf Souveränität im Land Israel
akzeptiert haben. Der Frieden Netanyahus ist ein dreifaltiger:
Israel akzeptiert den palästinensischen Staat,
die Palästinenser erkennen den jüdischen Staat
an, und die internationale Gemeinschaft versichert,
dass der palästinensische Staat die Existenz des
jüdischen Staates nicht gefährdet. In gewissem
Sinne verläuft Netanyahus Weg über den Ariel
Sharons. Der Ministerpräsident hat verstanden,
dass er in einem Gehege gefangen ist, dass der internationale
Druck ihn in die Ecke der Isolierung drückt. Daher
hat er, wie Sharon im Jahre 2000, beschlossen, aus der
Ecke auszubrechen und die Initiative in die Hand zu
nehmen. Netanyahu hat das Prinzip der kontrollierten
Landesteilung akzeptiert, damit ihm keine wilde Landesteilung
aufgezwungen wird. Um einen übereilten und gefährlichen
Rückzug hinter die Grenzen von 1967 zu verhindern,
hat er einen schmerzlichen politischen Kompromiss angeboten.
So kam er dazu, die beiden verbotenen Worte auszusprechen,
die er in der Vergangenheit nie zu sagen sich geschworen
hatte: palästinensischer Staat. In einem anderen
Sinne verläuft Netanyahus Weg über den Ehud
Baraks: Wie Barak im Jahr 2000 hat er begriffen, dass
weder auf der Welt noch in Israel verstanden wird, worum
Israel eigentlich kämpft. Wie er hat Netanyahu
begriffen, dass sich Israel, solange die Besatzung und
die Siedlungen die Kampflinie darstellen, in einer unterlegenen
Position befindet. Daher hat er, wie Barak, beschlossen,
Israel von einem unterlegenen auf ein überlegenes
Terrain zu bringen. So wie Barak die Palästinenser
in Camp David herausgefordert hat, hat sie Netanyahu
in Bar-Ilan herausgefordert. Dadurch, dass er die Debatte
auf die Kernfragen konzentriert hat, hat Netanyahu dafür
gesorgt, dass die israelisch-palästinensische Frontlinie
nicht durch den Bereich des natürlichen Wachstums
der Siedlungen verläuft, sondern durch die Frage
der Existenz und die Frage des Existenzrechts der jüdisch-nationalen
Heimstätte. In einem dritten Sinne verläuft
Netanyahus Weg über den Yitzhak Rabins. Rabin wurde
ermordet, als er glaubte, dass Jerusalem vereint und
das Jordantal in den Händen Israels bleiben müsse.
Rabin wurde ermordet, als er glaubte, dass ein Endstatusabkommen
auf der Gründung eines palästinensischen Staates
mit eingeschränkter Souveränität basieren
werde. Nach der Bar-Ilan-Rede glaubt auch der Likud-Vorsitzende,
dass das Endstatusabkommen auf der Gründung eines
palästinensischen Staats mit eingeschränkter
Souveränität basieren muss. Auf ironische
und tragische Weise ist der gehasste Bibi zum Fortsetzer
von Rabins Weg geworden. Und dennoch ist Netanyahu nicht
Rabin, nicht Barak und nicht Sharon. Er ist kein Sicherheitsfetischist
aus der alten Arbeiterpartei, sondern ein revisionistischer
Staatsmann. Daher handelte er auch, als er zu seinem
Wendepunkt gelangte, wie ein Mann des politischen Zionismus.
Als Schüler Ze’ev Jabotinskys par excellence,
vollzog Netanyahu diese Woche eine politisch-konzeptuelle
Revolution. Im Gegensatz zu seinen drei Vorgängern
versucht er nicht, Israel mittels bodennaher Sicherheitsabkommen
zu verteidigen, sondern mittels abgestimmter politischer
Grundsätze. Anders als sie versucht er nicht ein
praktisches Abkommen zu fabrizieren, sondern Frieden
auf klaren ideellen Grundlagen zu begründen. Anders
als sie beharrt er stolz auf der jüdischen Geschichte,
auf den Rechten der Juden und auf dem Prinzip der jüdischen
Souveränität.Womöglich wird er Erfolg
haben, womöglich nicht. Womöglich wird er
zum Frieden hin führen, womöglich hinab in
den Krieg. Aber sein Weg ist von revolutionärer
Bedeutung. Netanyahu hat nicht nur eine mutige persönliche
Tat vollbracht, er hat eine ideelle und intellektuelle
Wendung vollzogen. Mittels seiner Formel aus neun Wörtern
hat er den Diskurs über den Konflikt von Grund
auf verändert. Mit ihr hat er das palästinensische
Volk und die internationale Gemeinschaft vor eine beispiellose
Herausforderung gestellt. Nach der Bar-Ilan-Rede dreht
sich die Frage auf der globalen Tagesordnung nicht mehr
allein darum, wann und wohin die Israelis abziehen,
sondern auch darum, was die Palästinenser, die
Araber, die Europäer und die Amerikaner tun werden,
um sicherzustellen, dass der große israelische
Rückzug nicht im Verderben endet. (Haaretz, 18.06.09)
Presseerklärung
vom 8. Mai 2009, von Scholars for Peace in the Middle
East- Austria, Aktion gegen Antisemistismus in Österreich
und Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden,
Protest gegen eine Veranstaltung mit dem Neo-Nazi Idol
Norman Finkelstein an der Universität Wien.
Ein
Dementi zur Veranstaltung seitens Universität
erfolgte durch deren Sprecherin gegenüber der Israelitischen
Kultusgemeinde, sh. APA-Meldung
und in: Der Standard http://derstandard.at/?url=/?id=1241622255465
Genf
bietet am Holocaustgedenktag Bühne für Ahmadinejad
Israelitische Kultusgemeinde bedauert Teilnahme Österreichs
an Durban II. Wien
(OTS) - Dass gerade am Internationalen Gedenktag für
den Holocaust der iranische Präsident und Holocaustrevisionist
Ahmadinejad einen Bühnenauftritt auf der Genfer
UN-Konferenz gegen Rassismus (Durban II) zugesprochen
erhält und Staaten wie Syrien oder Libyen bei den
Verhandlungen federführend sind, zeigt die moralische
Dekadenz der Vereinten Nationen, die damit "modernen
Antisemitismus" in Form von Hetze gegen Israel
in UN-Institutionen zulassen. Die Israelitische Kultusgemeinde
(IKG) bedauert, dass Österreich nicht dem Beispiel
von anderen EU-Staaten wie Deutschland, den Niederlanden,
Italien und Polen gefolgt ist, die eindeutige moralische
Stellungnahmen abgegeben haben und an der Konferenz
nicht teilnehmen. (Rückfragehinweis: Israelitische
Kultusgemeinde Tel.: (01) 53 104-105)
Israel ruft
Botschafter in der Schweiz zu Konsultationen zurück.
Außenminister
Foreign Avigdor Lieberman ief am Montag den Botschafter
Israels in der Schweiz zu Konsultationen zurück,
nachdem am Vortag ein Treffen zwischen Dem Schweizer
Präsidenten Hans-Rudolf Merz und seinem iranischen
Amtskollegen Mahmoud Ahmadinejad stattgefunden hatte.
Das Büro von Minister Liebermann erklärte,
der Schritt sei ein Protest gegen die Haltung der Schweiz
gegenüber "einem Holocaust-Leugner, der schon
bei mehreren Gelegenheiten verlauten ließ, Israel
solle aus der Landkarte ausradiert werden." Die
beiden Präsidenten trafen einander vor Beginn der
in Genf stattfindenden Anti-Rassismus-Konferenz der
Vereinten Nationen, und Ahmedinejad hat vor, in der
Eröffnungssitzung zur Versammlung zu sprechen.
Inzwischen sind Führende der Schweizer Jüdischen
Gemeinde wütend auf Merz, weil er Ahmedinejad getroffen
hat. Führende Mitglieder der Gemeinde, die etwa
14000 Mitglieder zählt, "billigen dieses Verhalten
nicht". Als Antwort auf den Empfang Ahmadinejads
durch Merz und in Erwartung der Rede des iranischen
Präsidenten vor der Genfer Konferenz sagten Führende
der Gemeinde, sie erwarten eine Klärung seitens
der Schweizer Botschaft in Israel. "Wir sind sehr
verärgert, das ist sehr schlimm und dieses Verhalten
tut uns leid", äußerte sich Karin Bloch,
Präsidentin des Schweizer Club Israel gegenüber
der Jerusalem Post am Montag. Vizeaußenminister
Danny Ayalon erklärte der Jerusalem Post, dass
Ahmadinejads Besuch in der Schweiz "ein pathetisches
Treffen" bedeute, "das den Gastgeber beschäme".
Die Beachtung für den iranischen Präsidenten
"ist schädlich zu einem Zeitpunkt, da sich
der gesamte Westen von einer Legitimierung eines ausgemachten
Holocaust-Leugners abwendet, der eilig den nächsten
Holocaust plant", sagte Ayalon. [Übersetzung
aus dem Englischen by webmaster] (Jerusalem Post, Apr
20, 2009 12:02 | Updated Apr 20, 2009 12:11)
Donaukanal
bekommt "Tel Aviv Beach".
Der Staat Israel wird von Mai bis September
am Donaukanal in Wien einen "Tel Aviv Beach"
betreiben. Anlass sind die 100-Jahr-Feiern
der israelischen Metropole. Der Tageszeitung "Presse"
zufolge wird gegenüber dem Club-Klassiker Flex
Sand aus Tel Aviv aufgeschüttet, im Hintergrund
des von der Wiener Architektengruppe "Share"
gestalteten Areals wird die Hochhaus-Skyline der Stadt
zu sehen sein, davor gibt es originale Strandstühle
und sogenannte Light Cones, große Leuchten, die
wie beim Vorbild in Israel Großstadtromantik erzeugen
sollen. Ausgelegt ist die Zone für mindestens 160
Personen. Neben Strandatmosphäre sollen, so die
Zeitung, Boccia, Strandball, eine Sandkiste und Matkot,
das israelische Beach Tennis, geboten werden. Für
den Proviant werde die Gastronomin Haya Molcho verantwortlich
sein. "Wenn in Österreich an Israel gedacht
wird, dann denkt jeder an den Konflikt. Dass es auch
ein junges Israel gibt und ein normales Leben geben
muss, wird dabei oft vergessen", zitiert "Die
Presse" den israelischen Botschafter Dan Ashbel.
Am "Tel Aviv Beach" wird es auch ein Kulturprogramm
mit teils israelischen DJs, einem Poetry Slam und kleine
Fashion-Shows geben.(http://www.vienna.at/engine.aspx/page/vienna-article-detail-page/dc/om:vienna:wien-aktuell/cn/news-20090307-07551326)
Tel
Aviv, die Hundertjährige, und Wien sind Partnerstädte.
Das und der Tel Aviv-Strand missfallen natürlich
den üblichen Verdächtigen und Berufshetzern
gegen den Staat Israel, die Protest- und Störaktionen
planen. Kein Grund, sich deren widerlichen Sermon im
Detail auf deren Webseite zu geben. Aber ein Grund mehr,
hinzugehen und den Tel Aviv Strand mit seinen Attraktionen
zu genießen.

Israels
Botschafter in Wien, Dan Ashbel:
Israel bekennt sich zur Zweistaatenlösung
- EU möge keine
"Politik des Megafons" betreiben.
Mehr
Olmert:
Zwei-Staaten-Lösung ohne Alternative.
Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat am Montag
in der Knesset eine Rede zum 30. Jubiläum des Friedens
zwischen Israel und Ägypten gehalten. Dabei wandte
der scheidende Regierungschef sich auch an seinen designierten
Nachfolger Binyamin Netanyahu, dem er dringlich ein
Festhalten an der Zwei-Staaten-Lösung empfahl.
„Das Friedensabkommen mit Ägypten ist einer
der wichtigsten strategischen Errungenschaften des Staates
Israel. Die Unterzeichnung des Friedensabkommens zerschmetterte
mit einem Schlag das Vorurteil, dass viele von Israels
edelsten Bürgern – und vielleicht die meisten
von ihnen – beherrschte – dass Frieden zwischen
Israel und den Arabern in unserer Generation nicht möglich
und vielleicht sogar eine Vision für das Ende aller
Tage sei. Dieser Frieden wurde dann zu einer festen
Tatsache und ist eine solche geblieben. Anstelle einer
feindlichen und gegen das Wiederaufflammen von Terroranschlägen
wachsamen Grenze gibt es eine friedliche Grenze zwischen
unseren Ländern und diplomatische Beziehungen und
intensive politische Verbindungen zwischen unseren Regierungen.
[...] „Ich bin voll und ganz überzeugt, dass
der Staat Israel weiter nach Frieden mit seinen Nachbarn
streben muss. Heute kann ich das sagen, was ich über
30 Jahre hinweg nicht ausreichend zum Ausdruck gebracht
habe: Es kann keinen jüdischen Staat geben ohne
eine solide und sichere jüdische Mehrheit für
Generationen, und es gibt keine sichere oder zu erwartende
jüdische Mehrheit in Großisrael, das von
Millionen von Palästinensern bevölkert ist,
die sich nach ihrem eigenen Land sehen oder bereit wären,
einen Staat für alle seine Bewohner, Juden und
Palästinenser, zu akzeptieren. Die Schlussfolgerung
ist klar: zwei Staaten für zwei Völker. Es
gibt keine Alternative. Da kann es kein Austricksen
geben. Die Entscheidung, ob der Zionismus weiter realisiert
wird und im Staat Israel obsiegt oder wir – Gott
bewahre –unsere Identität und unser Wesen
mit dem Verlust einer jüdischen Mehrheit verlieren,
liegt in unseren Seelen. Man kann ihr nicht entfliehen.
Die Vision von zwei Staaten für zwei Völker
wird von den USA, der Europäischen Union, den arabischen
Staaten, der Palästinensischen Autonomiebehörde
und der gesamten internationalen Gemeinschaft akzeptiert
– außer den Feinden des Friedens und den
Terrororganisationen. Die Zukunft des Staates Israel
als jüdischer und demokratischer Staat –
und es gibt keinen jüdischen Staat ohne Demokratie
– hängt von der Verwirklichung dieser Vision
ab.“ Die vollständige Rede gibt es unter
dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2009/Address_PM_Olmert_30th_anniversary_Israel-Egypt_peace+_30-Mar-2009.htm
(Außenministerium des Staates Israel, 30.03.09)
30 Jahre Frieden zwischen Israel und Ägypten.
Heute vor 30 Jahren, am 26. März 1979, wurde im
Weißen Haus in Washington der historische Friedensvertrag
zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet. Der
ägyptische Präsident Anwar el-Sadat schüttelte
die Hand des israelischen Ministerpräsidenten Menachem
Begin. Damit begann mit der Unterstützung von US-Präsident
Jimmy Carter eine neue Ära im Nahen Osten. Noch
heute gilt der Friedensvertrag als Wendepunkt der geopolitischen
Situation in der Region. Er hat das Tor zum Frieden
zwischen Israel und der arabischen Welt geöffnet
und eine neue Tagesordnung der diplomatischen Beziehungen
in der Region eingeleitet.[...] (Aus dem Newsletter
der Botschaft Israels in Wien, 26.03.2009).
Livni
zum 30. Jahrestag des israelisch-ägyptischen Friedens.
Israels Außenministerin Tzipi Livni hat am Mittwochabend
auf einer Konferenz an der Hebräischen Universität
Jerusalem zum 30. Jahrestag des Friedensvertrags zwischen
Israel und Ägypten eine Ansprache gehalten. „Wenn
wir an den Frieden mit Ägypten denken, erscheinen
zwei Bilder vor unseren Augen. Das eine ist die Ankunft
von Präsident Sadat in Ägypten. Das zweite
ist der gemeinsame Händedruck von Ministerpräsident
Begin und Präsident Sadat mit dem damaligen US-Präsidenten
Jimmy Carter in dem Versprechen, den Nahen Osten zu
verändern. Da ist auch eine Stimme, die wir hören,
die Stimme Menachem Begins, der erklärt: „Kein
Krieg mehr, kein Blutvergießen.“ Präsident
Sadats Besuch in Jerusalem und die anschließende
Unterzeichnung des Friedensvertrags waren nicht einfach
zwei Momente in der Zeit, zwei Fotogelegenheiten. Sie
waren spezifische Zeitpunkte, die Teil eines langfristigen
Prozesses waren. Besonders heute denke ich darüber
nach, was ein Politiker tun muss, um die tiefe Kluft
zwischen Nationen zu überbrücken, eine Hand
zum Frieden auszustrecken und einen Preis auf nationaler
Ebene zu zahlen, territorial oder sonst wie.[...]"
(Ausschnitt aud der Rede Tzipi Livni's, Außenministerium
des Staates Israel, 25.03.09)
Olmert: Es gibt rote Linien. Das
israelische Kabinett ist am Dienstagabend von Yuval
Diskin, dem Leiter der Allgemeinen Sicherheitsbehörde
(SHABAK,) und Ofer Dekel, dem Sondergesandten von Ministerpräsident
Ehud Olmert, über das Scheitern der Verhandlungen
über die Freilassung des von der Hamas entführten
Soldaten Gilad Shalit unterrichtet worden... Lesen Sie
mehr
Gedenken an Botschaftsanschlag in Buenos Aires. Vor
17 Jahren wurde auf die israelische Botschaft in Buenos
Aires ein brutaler Bombenanschlag verübt. 29 Menschen
kamen dabei ums Leben. Israels Außenministerin
Tzipi Livni hat aus diesem Anlass am Dienstag eine Stellungnahme
abgegeben. „Wir
gedenken mit Schmerz der 29 Opfer des Anschlags und
den Dutzenden von Verletzten. Mein Herz und die Herzen
des ganzen israelischen Volkes sind mit den Familien
der Opfer – unter ihnen unsere Kollegen, israelische
Diplomaten und ihre Ehefrauen, engagierte argentinische
Mitarbeiter der Botschaft und unschuldige Passanten
– sowie mit dem argentinischen Volk, das solch
einen schmerzvollen Anschlag in seinem Land erlitten
hat. Die
Leben der Opfer wurden ausgelöscht, aber ihre Mission
lebt fort. Zwei Jahre später wurden bei dem Terroranschlag
auf das AMIA-Gebäude der jüdischen Gemeinde
Argentiniens mehr als 85 Menschen getötet und Hunderte
verletzt. Diese
Anschläge haben eine neue Herausforderung für
die Länder der Welt aufgeworfen – den Krieg
gegen den weltweiten Terror. Einige derjenigen, die
dieses schreckliche Verbrechen gegen die Menschheit
verübt haben, leben weiter in Freiheit und planen
neue Anschläge auf der ganzen Welt. Wir dürfen
im Krieg gegen den Terror nicht aufgeben, und die Welt
muss sich zusammentun zum Kampf gegen den fundamentalistischen
Terror, der von Hass und Zerstörung getränkt
ist. Wir
unterstützen die argentinische Regierung bei ihren
Bemühungen, die Verantwortlichen vor Gericht zu
stellen. Nur ein uneingeschränkter Krieg gegen
Mörder, die nicht vor der absichtlichen Tötung
wehrloser Zivilisten zurückschrecken, kann eine
freie und friedvolle Existenz auf dieser Welt gewährleisten.
Bei
diesem Anlass müssen wir den Staat verurteilen,
der hinter dem globalen Terror steht: Iran. Der Iran
bewaffnet, finanziert und trainiert Terroristen auf
der ganzen Welt, während er gleichzeitig nach Atomwaffen
strebt. Es sind die Führer der iranischen Regierung,
die den neuen Antisemitismus und die Leugnung des Holocaust
anführen. Ein Vorgehen gegen den Iran ist in Anbetracht
seiner Anstrengungen zur Steigerung seiner Präsenz
in Lateinamerika besonders dringlich. Die
Solidarität der argentinischen Regierung und Öffentlichkeit
mit den Opfern des Anschlags auf die israelische Botschaft
ist ein Zeugnis unserer gemeinsamen Werte. Indem wir
uns vereinigen, werden wir das Böse überwinden
und eine bessere Welt für uns und unsere Kinder
schaffen. Die Bewahrung unserer historischen Erinnerung
ist ein entscheidendes Element bei der Schaffung einer
solchen Welt.“ (Ein
kleiner Film: http://www.youtube.com/watch?v=vfabH_JxktQ)
(Außenministerium
des Staates Israel, 17.03.09)
Raketenbeschuss - Israel appelliert an UN-Menschenrechtskommissarin.
Auf einer Sondersitzung über Israels Militäroperation
gegen die Hamas im Gaza-Streifen hat die Kommission
am 12. Januar ohne Unterstützung der westlichen
und demokratischen Staaten eine Resolution verabschiedet,
die zur Bildung eines Komitees zur Prüfung von
IsraelsAktionen aufrief. Diese Resolution enthält
keinerlei Verurteilung des Raketenbeschusses auf israelische
Zivilisten, erwähnt die Hamas noch nicht einmal
und ruft nicht zur Prüfung der Verletzung der Menschenrechte
israelischer Bürger auf. In Anbetracht der andauernden
Ignorierung des Raketenbeschusses vonSeiten der UN-Menschenrechtskommission
hat Botschafter Leshno-Yaar in seinem Brief nun daran
appelliert, Israels Recht auf Leben in Frieden und Sicherheit
zu unterstützen. „Zu oft wird Israel zur
Kritik ausgesondert, wenn uns aber Terroristenangreifen,
antwortet die internationale Gemeinschaft mit dröhnendemSchweigen.
Ohne eine öffentliche Verurteilung gibt die internationale
Gemeinschaft der Hamas und anderen Terrororganisationen
die Genehmigung dazu, unschuldige israelische Zivilisten
zu schädigen, und trägt weiterzur Unfähigkeit
bei, eine anhaltende und dauerhafte Waffenruhe zu erzielen.“
Leshno-Yaar gemahnte an die objektiven universellen
Werte, die die UN-Vollversammlung der Arbeit der Kommission
zugrunde gelegt hat, undan die Notwendigkeit, sich der
Politisierung und des Anlegens doppelter Standards zu
enthalten. „Es ist Zeit, dass die Hohe Kommissarin
und der Ratspräsident sich klar zu dieser Angelegenheit
äußern.“ (Außenministerium
des Staates Israel, 05.03.09)
Raketenangriffe aus Gaza. Am Donnerstag
sind insgesamt fünf Kassam-Raketen im westlichen
Negevniedergegangen, die von palästinensischen
Terroristen aus demGaza-Streifen abgefeuert worden waren.
Verletzt wurde niemand, und es entstand auch kein Sachschaden.
Die Verantwortung für den Beschuss haben die Al-Quds-Brigaden
des Islamischen Jihad übernommen. (Yedioth Ahronot,
05.03.09)
Hamas lobt Jerusalemer Baggeranschlag. Die
Terrororganisation Hamas hat den Terroranschlag gutgeheißen,
der am Donnerstagmittag in Jerusalem verübt worden
ist. Ein 26-jähriger Palästinenser aus Beit
Chanina hatte mit einem Bagger eine Polizeistreife gerammt
und dabei zwei Polizisten verletzt. In
einer offiziellen Erklärung der Hamas zu dem Anschlag
heißt es: „Die Aktion in Jerusalem ist eine
natürliche Reaktion auf die Aggressivität
gegen unser Volk. Der zionistische Feind muss verstehen,
dass er die Verantwortung für die Vertreibung unseres
Volkes aus Jerusalem und das Morden in Gaza und dem
Westjordanland übernehmen muss.“ (Haaretz,
05.03.09)
US-Experten:
Irans Atomprogramm muss gestoppt werden. Namhafte
Experten haben im Rahmen einer Presidential Task Force
für das Washington Institute für Near East
Policy eine Denkschrift zum Umgang mit dem iranischen
Atomprogramm verfasst. „Ein
Iran im Besitz von Atomwaffen bzw. an der Schwelle dazu
würde eine Vielzahl von Problemen im Nahen Osten
schaffen. Nicht nur müssten die Vereinigten Staaten
einen auftrumpfenden Iran abschrecken und in Schach
halten; sie müssten auch eine Kaskade destabilisierender
Reaktionen anderer Staaten verhindern, ob sie dem Iran
entgegenkommen, ihn angreifen oder sich seinen Fähigkeiten
angleichen. Es
ist daher eine existentielle nationale Priorität,
den Iran an der Beschaffung und Entwicklung eine militärische
Nuklearkompetenz zu hindern. Dazu sollten die Vereinigten
Staaten ihre Politik der Verhinderung, Entschärfung
oder Konterkarierung um sich greifender Instabilität
infolge des iranischen Nuklearfortschritts stärken.“
Die
Experten konstatieren dabei, dass ein iranischer Forschritt
in Richtung von Atomwaffen bereits dann eine substantielle
Auswirkung auf den Nahen Osten hat, wenn er noch keine
Atomwaffen testet oder die Fähigkeit dazu erklärt.
Der
vollständige Bericht findet sich unter dem folgenden
Link: http://www.washingtoninstitute.org/pubPDFs/PTF-Iran.pdf
(The Washington Institute for Near East Policy, März
2009)
Fehlinformationen zu Ostjerusalem.
Jerusalem weist jüngste Behauptungen in den Medien
zum Ostteil der Stadt zurück und reagiert damit
auf eine Desinformationskampagne im Umfeld des Besuchs
von US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton.
Die Stadtverwaltung vollstreckt ihre Rechte und Pflichten
gegenüber den Bewohnern Ostjerusalems weiterhin
in voller Transparenz. Bürgermeister Nir Barkat
fährt damit fort, Investitionen in Infrastruktur,
Bautätigkeiten und Erziehung in Ostjerusalem zu
fördern, während er gleichzeitig das Recht
in West- und Ostjerusalem gleichermaßen ohne Voreingenommenheit
hochhält. Dem administrativen Verfahren gemäß
können Anweisungen zum Baustopp zu beginn und während
illegaler Bautätigkeiten gegeben werden. Oft sind
illegale Bautätigkeiten auf Kosten öffentlichen
Grund und Bodens vonstatten gegangen, der selber für
die Bewohner vorgesehen war. Seit dem 1. Januar sind
28 Abrissbefehle ausgeführt worden – elf
an Gebäuden in Westjerusalem und 17 an Gebäuden
in Ostjerusalem. 1. Emek Hamelech: Im Gebiet von Emek
Hamelech sind keine neuen Anweisungen erteilt worden,
und die Position der Stadtverwaltung zu dieser Angelegenheit
ist unverändert. Emek Hamelech ist eines der wichtigsten
Gebiete der Stadtgeschichte, mit heiligen Stätten
von Juden, Christen und Muslimen. Da es für mehr
als drei Milliarden Menschen auf der Welt ein Gebiet
von erheblicher Bedeutung darstellt, ist es auch ein
Touristenziel. Es ist wichtig für die Zukunft Jerusalems,
dass dieses Gebiet mit oberster strategischer Wichtigkeit
behandelt wird. Emek Hamelech ist nicht für eine
weitere Wohnentwicklung gedacht, sondern soll einen
offenen Raum für die Öffentlichkeit bleiben.
Diese Position entspricht den Positionen während
des britischen Mandats und reicht zurück in die
osmanische Herrschaft über das Gebiet. Die meisten
der 80 illegalen Gebäude wurden in den vergangenen
Jahren ohne Genehmigung errichtet und befinden sich
in verschiedenen Stufen von Rechtsverfahren. Die Bewohner
der betreffenden Häuser haben sich an den Distriktausschuss
des Innenministerium gewandt, der ihre Petitionen zurückwies
und die illegale Errichtung der Gebäude deswegen
nicht erlaubt, da Emek Hamelech zur öffentlichen
Naherholung gedacht ist. 2. Jabel Mukaber: Das jüngste
demolierte illegale Gebäude befand sich nicht in
Silwan, sondern in Jabel Mukaber. Es wurde niedergerissen,
nachdem der Oberste Gerichtshof eine Berufung gegen
den Abrissbefehl zurückgewiesen hatte, da es ohne
Genehmigung auf offenem Gelände gebaut worden war.
Die Durchsetzung dieser Regelung ist in Ost- und Westjerusalem
absolut gleich. Die Stadtverwaltung handelt in Übereinstimmung
mit dem Recht und den Entscheidungen der Gerichte. 3.
Shuafat: Dem Bürgermeister Jerusalems zufolge sind
in der gesamten Stadt, im Westen wie im Osten, ohne
Voreingenommenheit administrative Anweisungen an unerlaubte
Gebäude gegangen, die den Bauprozess fortsetzen.
Verfahrensgemäß sind am Dienstag administrative
Anweisungen an fünf Gebäude ausgegeben worden,
die sich noch immer im Bau befinden und unbewohnt sind.
Ihnen wurde bereits einen Baustopp angeordnet, was nicht
beachtet wurde. Die Anweisungen erklärten auch,
wie man sie vor Gericht anfechten könnte, wenn
man sie für ungerecht halte. Augrund der illegalen
Bautätigkeiten in für öffentliche Nutzung
vorgesehenen Arealen in dem Viertel Shuafat ist eine
schwierige Situation entstanden, in der beinahe kein
öffentlicher Grund und Boden mehr für öffentliche
Bauvorhaben übrig geblieben ist. Das illegal bebaute
Areal schließt Land ein, das für staatliche
Schulen und andere Einrichtungen zum Wohl der Bewohner
Shuafats reserviert sind, und gemäß ihrer
Verpflichtung gegenüber den Einwohnern muss die
Stadtverwaltung die Bautätigkeit stoppen. (Außenministerium
des Staates Israel, 05.03.09)
Italien
distanziert sich von Durban II.
Italien wird wohl nicht an der Durban Review Conference
('Durban II’) teilnehmen, die für April in
Genf anberaumt ist. Im Westen erwartet man eine Neuauflage
der antiisraelischen Hassparade, zu der die UN-Rassimuskonferenz
2001 in Durban mutiert war. Der italienische Außenminister
Franco Frattini teilte am Donnerstag mit, dass sein
Land seine Delegation aufgrund „aggressiver und
antisemitischer Stellungnahmen“ im Entwurf des
Abschlussdokuments von den Verhandlungen im Vorfeld
abgezogen habe. Außenministeriumssprecher Maurizio
Massari sagte, Rom werde nicht teilnehmen, sofern das
Dokument nicht geändert werde. Eine ähnliche
Bedingung stellten bereits die USA, während Kanada
und Israel bereits einen förmlichen Boykott verkündet
haben. (The
Jerusalem Post, 05.03.09)
ADL: Amnesty International spricht Israel Selbstverteidigungsrecht
ab. Die
Anti-Defamation League verurteilte am Montag den Aufruf
von Amnesty International nach einem weltweiten Waffenembargo
gegen Israel, mit dem das Selbstverteidigungsrecht Israels
abgesprochen wird. Dies sei jedoch das international
anerkannte Recht eines jeden souveränen Staates,
so der ADL Direktor Abraham H. Foxman. „Mit diesem
bösartigen und tendenziösen Bericht ist Amnesty
International zu einem Forschungszweig und Fürsprecher
für die Bewegung des Israel-Boykotts, der Entrechtung
und der Sanktionen gegen Israel geworden. Die Art, wie
Amnesty International „Beweise“ präsentierte
und der Tonfall des Berichts zeigten die offensichtliche
verleumderische Agenda“, so die Stellungnahme
der ADL.
„Der Bericht unterlässt die Erwähnung,
dass die Hamas die Zivilisten als menschliche Schutzschilde
missbraucht und verschweigt die Taktik der Hamas, ihre
Stellungen und Kämpfe inmitten von Bevölkerungszentren,
in Moscheen, Krankenhäusern, Schulen und UN Gebäude
zu legen“. (Haaretz, 24.02.09)
Neue Raketen auf Südisrael. Aus
dem Gazastreifen sind am Mittwoch Morgen zwei Kassam-Raketen
in der Region Shaar
HaNegev auf offenem Feld eingeschlagen. Es wurden keine
Verletzten oder Schäden berichtet.
Die IDF hat daraufhin sieben Waffenschmuggeltunnel unter
der Grenze zwischen Ägypten und Gaza angegriffen.
(ynetnews, 25.02.09)
Palästinensische Schriftstellerin verweigert die
Annahme des „Simone de Beauvoir Preises 2009“
wegen israelischer Mitgewinnerin. In den palästinensischen
Medien und in den kulturellen palästinensischen
Kreisen ist man überzeugt, dass noch immer nicht
die Zeit gekommen ist Israel anzuerkennen und die Beziehungen
zu normalisieren. In der Tageszeitung „El Wattan“
erschien am 17. Februar 2009 ein Bericht, dass sich
Dr. Sachar Halifa, eine bekannte feministische Schriftstellerin
aus Nablus, geweigert hat, den „Simone de Beauvoir
Preis 2009“ des französischen Ministeriums
für Kultur anzunehmen, da die Hälfte des Preises
an die israelische Schriftstellerin Zviah Greenberg
gehen sollte. Der Preis wurde erstmalig 2008 vom französischen
Ministerium für Kultur und Gallimard, einem der
größten Europäischen Verlage, anlässlich
des 100. Geburtstags der französischen Philosophin
vergeben. Halifa erklärte: „Ein halber Preis
ist halbe Anerkennung“. Sie äußerte
auch ihre Verärgerung darüber, dass die Jury
den Preis zwischen ihr und einer Israelin aufteilen
wollte, um den Friedensprozess zu unterstützen:
„Preise erzeugen keinen Frieden … wenn es
ein besonderes palästinensisches Werk gibt, dass
Anerkennung findet, sollte es auch auf eigenen Füßen
stehen, ohne dass ihm israelische Krücken gegeben
werden“. Halifas Reaktion bekam begeisterte Anerkennung
des „Palästinensischen Medien Clubs“,
dem Dachverband palästinensischer Medien. Er lobte
die stolze nationale Haltung der Schriftstellerin, insbesondere
vor dem Hintergrund des Gazakrieges. Der „Palästinensische
Medien Club“ rief alle Palästinenser, einschließlich
der Politiker, dazu auf, eine „Normalisierung
der israelischen Besatzung“ zu vermeiden.
Das Wahlergebnis zur Knesset:

Die Österreichisch-Israelische
Gesellschaft lädt Mi. den 11. Februar
um 19 Uhr in das Hotel Kaiserhof,
Frankenberggasse 10, 1040 Wien (Tel.:5051701) zum Vortrag
von Samson Altmann-Shevitz,
Mohamed Ibrahim und Pfarrer Christian Weber: Breaking
the Vicious Circle, den Teufelskreis durchbrechen.
Mehr
Einladung zur Befreiungskundgebung
am 27. Jänner 2009 am Judenplatz, 18:00
Uhr
Neues zu Gaza hier
Livni traf erneut Ban Ki Moon.
Israels Außenministerin Tzipi Livni hat sich am
15.01.09 in Tel Aviv mit UN-Generalsekretär Ban
Ki-Moon getroffen und sich im Anschluss auf einer gemeinsamen
Pressekonferenz zu Ursachen und Verlauf der gegenwärtigen
Militäroperation im Gaza-Streifen geäußert.
„Dies
ist eine effektive, erfolgreiche Militäroperation
gegen den Terror. Gaza wird von einer Terrororganisation
beherrscht, die nicht für die Bestrebungen des
palästinensischen Volkes kämpft und kein Teil
des Friedensprozesses ist, den Israel in Annapolis mit
der pragmatischen Führung innerhalb der Palästinensischen
Autonomiebehörde (PA) begonnen hat.“ „Seit
mittlerweile acht Jahren stehen israelische Zivilisten
unter einer Bedrohung. Wir haben darüber diskutiert,
nicht zum ersten Mal. Ich appelliere an meine Kollegen
innerhalb der internationalen Gemeinschaft und auch
an den Generalsekretär, dass dies nicht länger
so weiter gehen kann. Israelische Zivilisten können
nicht in einer Situation leben, in der Kinder nicht
in die Schule oder den Kindergarten gehen können
und dieser Art von Bedrohung ausgesetzt sind.“
„Die
Hamas ist kein Mitglied der Vereinten Nationen; sie
denkt nicht daran, die Regeln der internationalen Gemeinschaft
zu akzeptieren. Die Hamas teilt nicht dieselben Werte,
die wir alle als Mitglieder der freien Welt und der
internationalen Gemeinschaft teilen.“ „Wir
haben heute über die humanitäre Situation
gesprochen. Israel geht gegen den Terror im Gaza-Streifen
vor und versucht gleichzeitig zu helfen, indem es das
Leben der Bevölkerung erleichtert und den Zivilisten
medizinische und humanitäre Unterstützung
zukommen lässt. Wir verstehen und teilen die Sorgen
der internationalen Gemeinschaft in dieser Angelegenheit.
Schließlich sind dies auch unsere Werte
UN-Botschafterin
Shalev auf UN-Sondersitzung. Israels UN-Botschafterin
Gabriela Shalev hat unterdessen auf der 'Notfall-Sondersitzung’
der UN-Vollversammlung in New York gesprochen, deren
Einberufung sie eingangs als fundamentale Verletzung
des „Uniting for Peace“-Verfahrens und der
UN-Charta bezeichnete. „Diese
Vollversammlung trampelt auf ihren eigenen Verfahrensweisen
herum und auf ihren eigenen Grundsätzen. Aber sie
trampelt auch auf den Hoffungen von Millionen von Menschen
auf eine bessere Welt herum. Denn
dieses Treffen wird beobachtet. Es wird von der Terrororganisation
Hamas beobachtet, die sieht, dass es dunkle Ecken in
der internationalen Gemeinschaft gibt, in denen die
Verachtung menschlicher Werte sie nicht ihrer Legitimität
berauben wird. Es
wird von Al-Qaida und anderen Terrororganisationen auf
der ganzen Welt beobachtet, die daraus die Lehre ziehen,
dass die Entschlossenheit der internationalen Gemeinschaft
zur Konfrontation mit Terroristen zu bröckeln beginnt.
Sie ziehen daraus die Lehre, dass es zwar feige ist,
sich bei einem bewaffneten Konflikt hinter Zivilisten
zu verstecken – und diesen dadurch Tod und Leid
zu bringen -, es aber auch effektiv sein und ihren Zielen
dienen kann. Es
wird beobachtet vom Iran – dem Sponsor des Terrors
-, für den es bekräftigt, dass sein Stellvertreterkrieg
des Terrors gegen die Menschheit Resultate hervorbringt.
Es
wird von über einer Million israelischer Zivilisten
beobachtet, die unter der Bedrohung der Hamas-Raketen
und -Mörsergranaten leben. Leider
gibt es unzählige menschliche Tragödien und
unermessliches menschliches Leid auf der ganzen Welt.
Die Opfer der schlimmsten Grundrechtsverletzungen in
der Demokratischen Republik Kongo, im Sudan, in Nordkorea,
in Afghanistan, in Somalia, im Iran, in Myanmar, in
Saudi-Arabien, in Simbabwe und anderswo schreien danach,
dass ihr Elend Gehör, dass ihrem Leiden von der
internationalen Gemeinschaft Abhilfe verschafft wird.
Diese
Treffen wird von jenen Millionen von Opfern beobachtet.
Es wird von jenen beobachtet, die sehen, dass ihr Leiden
nie die internationale Bühne erreichen wird, da
die Vollversammlung sich heute in einer zynischen, hasserfüllten
und politisierten Weise zusammengefunden hat, um Israels
fundamentales Recht auf Verteidigung seiner Bürger
zu delegitimieren. Aus
diesem Treffen können all diese Opfer nur Verzweiflung
ziehen.“
Zum Beschuss des UNRWA-Geländes: Die
Hamas missbraucht palästinensische Zivilisten als
menschliche Schutzschilde und schießt aus nächster
Nähe zu UN-Einrichtungen auf israelische Soldaten.
Die israelischen Soldaten müssen in Selbstverteidigung
auf Versuche sie zu treffen antworten. Die Israelischen
Verteidigungsstreitkräfte werden mit ihrer Operation
fortfahren und dabei die größtmögliche
Anstrengung unternehmen, um von unbeteiligten Zivilisten
Schaden abzuwenden und den in humanitäre Aktivitäten
involvierten UN-Organisationen Beistand zu leisten.
Der oben erwähnte Vorfall wird untersucht.Zur Erklärung
der Hamas, dass sie die ägyptische Initiative akzeptiert
hat: Israel
steht nicht im Kontakt mit der Hamas, sondern führt
seinen Dialog vielmehr mit verschiedenen Parteien innerhalb
der internationalen Gemeinschaft und mit Ägypten
fort. In diesem Rahmen ist der Leiter des Sicherheitspolitischens
Büros des Verteidigungsministeriums, Amos Gilad,
am Donnerstag nach Ägypten gereist. Jüngste
Vorfälle haben gezeigt, welch einem Druck die Hamas
in Folge der Militäroperation ausgesetzt ist. Israel
wird weiter handeln, um seine zwei erklärten Ziele
zu erreichen: die Veränderung der Sicherheitssituation
in Südisrael und die Verhinderung des Waffenschmuggels
nach Gaza. (Außenministerium
des Staates Israel, 15.01.09)
Hamas-Führer Siam bei Luftangriff getötet.
Der Hamas-innenminister Said Siam ist am Donnerstag
bei einem Luftangriff der israelischen Luftwaffe gemeinsam
mit seinem Bruder und einem weiteren Helfer ums Leben
gekommen. Siam war einer der ranghöchsten Führer
der Hamas und stark für den terroristischen Charakter
der Organisation mitverantwortlich. Zwischen
1989 und 1992 war er viermal von Israel verhaftet worden
und danach zweimal von der Palästinensischen Autonomiebehörde.
In Reaktion auf die Entführung und Ermordung des
israelischen Grenzschützers Nissim Toledano wurde
er 1992 in den Libanon verbannt. 2003
wurde er ein Vollzeit-Mitglied der Hamas-Führung
und stieg in der Hierarchie zur Nummer 3 auf, hinter
Ismail Haniyeh und Mahmoud Zahar. Viele sahen in ihm
den Extremsten von allen. Im März 2006 wurde er
zum Innenminister der Hamas im Gaza-Streifen ernannt.
Er rief die „Exekutiv-Truppe“ ins Leben,
eine Hamas-Miliz, die ihm direkt unterstand. Hierfür
wurde er international ebenso kritisiert wie für
die Ernennung des gesuchten Top-Terroristen und Vorsitzenden
der sog. Volkswiderstandskomitees Jamal Abu Samhadana
zum Leiter seiner Polizei. Menschenrechtsgruppen beschuldigten
Siams Ministerium der Folter und der illegalen Inhaftierung
von Rivalen. Im
Jahr 2006 besuchte Siam den Iran, um Know-how und finanzielle
Unterstützung zu bekommen. Er traf sich dort mit
dem iranischen Innenminister und dem Präsidenten
Mahmoud Ahmadinejad. Er war eine der treibenden Kräfte
der gewaltsamen Machtergreifung der Hamas im Gaza-Streifen
im Juni 2007 und zeichnete sich daraufhin durch die
grausame Verfolgung politischer Rivalen aus. (Außenministerium
des Staates Israel, 15.01.09)
| FREE
GAZA FROM HAMAS - Informationsveranstaltungen und
Kundgebungen Donnerstag 08.01.09 und Montag 12.01.09
in Wien - Details hier
|
Stellungnahmen
und Presseaussendungen zu Gaza:
Der
B'nai B'rith Europe (Englisch und Französisch)
hier
Des
Präsidiums der Österreichisch-Israelischen
Gesellschaft hier
Der
deutschen und österreichischen Sektion von Scholars
for Peace in the Middle East www.spme.net
(SPME-Austria und SPME-Germany) hier
Des
SPME Board of Directors (Scholars for Peace in the Middle
East www.spme.net),
in Englisch, hier
Des
Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreich
hier
Des
Wiesenthal Center (English) hier
2008
KARL PFEIFER hat uns
drei neue Beiträge seiner beneidenswerten Schaffenskraft
zur Verfügung gestellt: "Antisemitismus
und die österreichische Linke" http://blog.z-word.com/2008/11/new-on-z-word-antisemitism-and-the-austrian-left/
(Englisch), "Holocaustleugnung
und Minister Hegedüs" (Ungarn)
http://blog.z-word.com/2008/12/holocaust-denial-and-minister-hegedus/#more-600
(Englisch) und einen Beitrag über
Amira Hass (nomen est omen???)
http://www.adf-berlin.de/wbb2/thread.php?postid=39566
(Englisch) Wir
sind sehr dankbar für seine Erkenntnisse und Informationen.
Traurige Gewissheit: Mindestens 6 israelische
Geiseln sind dem Terroranschlag in Mumbai, Indien, im
orthodoxen Chabad-Zentrum im Nariman-Haus zum Opfer
gefallen. Nach einer zunächst wegen
"Unübersichtlichkeit" unvollständigen
Berichterstattung seitens der ORF-Online-Redaktion am
27.11.2008, in der verschwiegen wurde, dass auch das
jüdische Chabad-Gästehaus Angriffsziel der
muslimischen Terroristen geworden war und der Rabbiner,
dessen Frau und andere Gäste aus Israel als Geiseln
genommen [Anm.: und schließlich ermordet] worden
waren, hatte der ORF erst nach Beschwerden und Richtigstellung
seitens aufmerksamer Medienbeobachter seinen Bericht
korrigiert. Selbstverständlich kann es jedes Mal
Zufall sein, dass bei international beobachteten Terroranschlägen
die Betroffenheit auch jüdischer und/oder israelischer
Opfer von österreichischen Medien zunächst
"übersehen" und dann eine entsprechende Erwähnung
möglichst gering gehalten wird. Angesichts der
Häufung dieser Zufälle fällt es allerdings
schwer, nicht einen Trend oder wenigstens eine Neigung
abzuleiten, die der nationalen Demografie (sehr wenige
Juden, die zu vernachlässigen sind, sehr viele
Muslime, die man nicht verärgern möchte) sehr
entgegen kommt. Diesmal aber war die Opferauswahl des
Terroranschlages in Mumbai allzu eindeutig, um auf österreichisch
verdrängt zu werden. Sogar Der Standard, zumindest
seit Sommer 2006 nicht mehr ein Vorbild ausgewogener
Berichterstattung über Nah-Ost, widmete in seiner
Printausgabe vom 1.12.2008, Seite 3, einen kleinen Bericht
von Ben Segenreich aus Tel Aviv über die Empörung
und Trauer in Israel, demzufolge sich auch Premier Ehud
Olmert äußerte: "...aber der Hass gegen
Juden, den Staat Israel und jüdische Symbole ist
anscheinend noch immer ein Ansporn für solche Mordtaten."
Sogar Gudrun Harrer, die sich sonst in aller Ausgewogenheit
ihres Expertinnentums keiner offenen oder verdeckten
Spitze gegen Juden und/oder Israel enthalten kann, musste
sich in derselben Ausgabe, Seite 24, zum Faktum der
mindestens sechs israelischen Terroropfer wenigstens
den Satz entreißen: "Nur dass die Terroristen
mit dem Angriff auf das Chabad-Zentrum gezielt Juden
töten wollten, daran besteht kein Zweifel."
Zu früh gefreut - keine Gudrun Harrer ohne Relativierung
an folgender Stelle: "[...] die die westliche Öffentlichkeit
zum Komplizen macht, die die Aufmerksamkeit für
Opfer, hart gesagt, nach rassistischen Kriterien bemisst
- ist die gleiche." So viel harte "Sager"
sind angesichts ALLER Todesopfer allerdings völlig
unangebracht und respektlos. Man weiß leider nur
zu gut, wie Harrer geschrieben hätte, gäbe
es Anschläge "israelischer Terrorgruppen"
gegen Muslime irgendwo auf der Welt. Die wird es nie
geben. Das weiß auch Harrer ganz genau.
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S.E.
Dan Ashbel Kommunikator des Jahres 2008
Israels
Botschafter in Österreich, wurde zum Kommunikator
des Jahres 2008 ausgezeichnet. Laut Jurybegründung
schafft es Dan Ashbel, die schwierige Materie
des Nahost-Konflikts verständlich darzustellen
und das bestehende Israelbild von Klischees zu
befreien. In seinen öffentlichen Auftritten
besticht er durch seine brillante Ausdrucksweise.
Die
Jury setzte sich aus renommierten VertreterInnen
aus Medien, PR-Agenturen und PRVA-Vorstandsmitgliedern
zusammen und erstellte eine Nominierungsliste
von 5 Persönlichkeiten.
Neben
S.E. Dan Ashbel stellten sich Mag. Claudia Bandion-Ortner,
Richterin (Justizministerin der neuen Regierung);
Dr. Agnes Husslein-Arco, Direktorin des Belvedere;
Dr. Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger
Festspiele und O.Univ. Prof. Dr. Ruth Wodak, Sprachsoziologin
einer dreiwöchigen öffentlichen Onlinewahl
aus welcher S.E. Ashbel als Sieger hervorkam.
Der Mathematiker Dr. Rudolf Taschner, Kommunikator
des Jahres 2007, hielt die Laudatio.
(Quelle:http://www.prva.at/events/staatspr_2008.html)
Wir
gratulieren herzlich! |
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