Neues von ganz rechts - November 2008: Verhetzung bei Klement? Details
DÖW
Die Österreichisch-Israelische
Gesellschaft lädt herzlich ein zum Symposium "60
Jahre Israel im Spiegelbild österreichischer Zeitgeschichte"
am 26. November 2008, Dachsaal Wiener Urania. Details
Livni trifft Ban
Ki-moon. Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin
Tzipi Livni hat sich am Mittwoch mit UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon getroffen.
Sie war nach New York gereist, um gemeinsam mit Präsident Shimon Peres
an der interreligiösen Konferenz der UN-Vollversammlung teilzunehmen. In
ihrem Gespräch wies Livni ihren Gastgeber abermals auf den andauernden
Waffenschmuggel von Syrien in den Libanon hin, der die Sicherheitsratsresolutionen
aufs Schärfste verletze. Auf eine Nachfrage Ban Ki-moons zur Lage in Gaza
entgegnete die Ministerin: "Wenn man den Verantwortlichen für die
Situation in Gaza sucht, ist die Adresse die Hamas. Die Hamas ist verantwortlich
für das, was im Gaza-Streifen vor sich geht. Der Terrorismus aus Gaza wird
fortgesetzt, und man sollte keine Aktion ergreifen, die dem Regime oder dem
Handeln der Hamas auch nur den Anschein von Legitimität verleiht."
Kritisch äußerte sich Livni auch zu der geplanten UN-Menschenrechtskonferenz
('Durban II'). Israel werde jede Konferenz boykottieren, die eine Plattform
für antisemitische und antiisraelische Aktivitäten bietet. Die UNO
sollte derartiges nicht wieder veranstalten. (Außenministerium des Staates
Israel, 13.11.08)
Israels Linke formiert
sich neu. Die israelische Linke unter der Führung der Meretz-Partei
will sich im Vorfeld der anstehenden Wahlen neu formieren. Aus diesem Anlass
sind heute mehr als 25 Personen der Einladung des Parteivorsitzenden Haim Oron
gefolgt, um den neuen Block als dritte politische Kraft zu begründen. Zu
den Teilnehmern zählen frühere Mitglieder der Arbeitspartei (Avoda)
wie Uzi Baram, Avraham Burg, Yossi Kucik, Gilad Sher und Mordechai Kremnitzer
sowie die Autoren Amos Oz, A. B. Yehoshua, Ronit Matalon und Dorit Rabinyan.
"Es ist nicht unsere Absicht, eine außerparlamentarische Bewegung
zu bilden, und diejenigen, die an dem Treffen teilnehmen, werden voraussichtlich
auf einer Liste für die Knesset kandidieren", sagte Oron. (Haaretz,
14.11.08)
Israel wartet auf Obama.Von Aluf Benn.
Wird der neue US-Präsident Barack Obama die militärische Hilfe kürzen,
die Israel erhält, oder gemäß dem Abkommen mit dem scheidenden
Präsidenten George W. Bush handeln? Wie wird er sich gegenüber dem
Erstarken eines atomaren Iran verhalten, und wird er Israels Sicherheitsbedürfnisse
unterstützen? Vier Themen stehen auf der Tagesordnung der Beziehungen mit
Washington: der Friedensprozess mit den Palästinensern und Syrien; der
Umgang mit dem Iran und seinen Verbündeten; die Zukunft der militärischen
Hilfe und der sicherheitspolitischen Zusammenarbeit; die Befreiung der israelischen
Bürger von der Visumspflicht für die USA, die zwar die staatspolitische
Ebene weniger beschäftigt, die Bürger aber umso mehr......Mehr in:
(Haaretz, 06.11.08)
Prof. Edward S. Beck,
Gründer und Präsident Emeritus von Scholars for Peace
in the Middle East: „Antisemitism
in Academia“ (Vortrag in englischer Sprache)
Mittwoch 5. November 2008 19:30
Eine Veranstaltung von Scholars for Peace in the Middle East
Austria gemeinsam mit der Studienvertretung Politikwissenschaft an der Universität
Wien. Näheres
Israel verurteilt den UN-Menschenrechtsrat.
Der stellvertretende israelische UN-Botschafter Dani Carmon hat am Dienstag
auf der UN-Vollversammlung scharf den Menschenrechtsrat der Weltorganisation
verurteilt. Zur Debatte stand der Jahresbericht des in Genf ansässigen
Gremiums. „Manchmal besteht die Tragödie nicht in dem Leid, das wir
erleiden, sondern in den Gelegenheiten, die wir verpassen. Und der heutige Bericht
ist ein klares Zeugnis der verpassten Gelegenheiten des Menschrechtsrats und,
so darf ich sagen, der internationalen Gemeinschaft insgesamt. Wir alle sind
Zeugen einer UN-Menschenrechtskörperschaft, die Israel in einer besessenen
und diskriminierenden Weise ins Visier nimmt. Nur ungläubig können
wir zuschauen, wie der Rat Menschenrechtsverletzungen auf der ganzen Welt ignoriert
und dabei den skrupellosesten, schimpflichsten Diktatoren der Welt bestenfalls
mit Schweigen, schlimmstenfalls mit Lob begegnet...Vollständige
Rede in Englisch: http://israel-un.mfa.gov.il/mfm/Data/148911.doc
(UN-Vertretung des Staates
Israel, 04.11.08)
Pax Christi und Antizionismus:
Nach
einer Kritik der Friends of Israel:
http://israelsolidarity.blogspot.com/2008/10/text.html
und der Aktion gegen den Antisemitismus:
http://www.doew.at/aktuell/aktion/friede.html
abschließend ein Bericht von der Pax Veranstaltung am 27.10.08 in Linz:
http://israelsolidarity.blogspot.com/2008/11/bericht-von-der-pax-christi.html
Den Bericht können Sie mit Genehmigung der Autorin auch hier direkt lesen.
Zum
Bericht
Allianz des Terrors: Iran, Syrien und die Hisbollah.
Vortrag von Barry Rubin (Direktor des
Global Research in International Affairs Center, Herzliya) Eine Veranstaltung
von STOP THE BOMB mit Unterstützung von Scholars for Peace in the Middle
East – Austria. 29.10.2008 Näheres
Skandalöses,
wieder einmal vom rechten Rand
- Regierungsreife???:
Am 23. September fordern die beiden Wiener FPÖ-Politiker Harald Stefan und David Lasar in einer APA-OTS, die öffentlichen Gelder für die jüdische Gemeinde einzufrieren. Als Vorwand dient ihnen die Weigerung der zuständigen Stellen, den pro-iranischen Hetzer Moishe A. Friedman, der nach seiner Teilnahme an der Teheraner Holocaustleugnerkonferenz aus der IKG ausgeschlossen wurde, zu erlauben, seine Kinder in eine jüdische Schule zu schicken. [Ergänzung Webmaster: Wie aus früheren Stellungnahmen seitens IKG bereits länger bekannt, schuldete Friedman vor dem Ausschluss auch hohe Summen von für alle SchülerInnen obligatorischem Schulgeld.]
Gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel (41/08, S. 143) kündigt Neonationalratsabgeordneter Harald Stefan an, den nach einer etwaigen FPÖ-Regierungsbeteiligung von Israel angekündigten Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Österreich gebührend zu feiern. Stefan, „Alter Herr“ der rechtsextremen Burschenschaft Olympia: „Ich mache einen Sekt auf, wenn der israelische Botschafter nicht mehr in Wien ist.“
http://derstandard.at/?url=/?id=1220459569489
Israel,
die Wahl und die OMV
Nicht nur der Wahlerfolg von BZÖ und FPÖ wirft
einmal mehr Schatten auf das Verhältnis zwischen Wien und Jerusalem
- von Benjamin Weinthal
Nicht nur der Wahlerfolg von BZÖ und FPÖ wirft einmal mehr Schatten auf das Verhältnis zwischen Wien und Jerusalem: auch die Haltung der bisherigen Koalitionspolitiker zum OMV-Deal mit dem Iran - insbesondere seitens der SPÖ.
Die israelisch-österreichischen Beziehungen befinden sich gegenwärtig aufgrund von zwei Ereignissen wieder einmal in einer stürmischen Phase. Das erste ist das Ergebnis der Nationalratswahl, bei der die rechtsextremen Parteien FPÖ und BZÖ fast 30 Prozent der Stimmen holten. Zur Erinnerung: Als die ÖVP im Jahr 2000 eine Koalition mit der FPÖ formierte, brach Israel den diplomatischen Kontakt mit Österreich ab. Der damalige israelische Premierminister Ehud Barak begründete die Abberufung des israelischen Botschafters mit dem Enthusiasmus des FPÖ-Kandidaten Jörg Haider für NS-Ideologie. Israel bleibt misstrauisch gegenüber der ÖVP, da sie den Einzug der FPÖ in die Koalition ermöglichte.
Der Wahltriumph der Parteien FPÖ und BZÖ muss für den israelischen Botschafter in Wien, Dan Ashbel, eine bedenkliche Erinnerung an die seinerzeitige ÖVP-FPÖ-Koalition gewesen sein. Er sagte vor der Wahl: "Wir sind über die Lage und die Parteien sehr besorgt, die fremdenfeindlich sind und eine fremdenfeindliche Politik betreiben. Das ist eine Gefahr, und es ist eine traurige Tatsache, dass sich das wiederholt." In ähnlicher Weise äußerte sich dann auch vor dem Beginn des jüdischen Neuen Jahres am Montag das Außenministerium in Jerusalem über den Wahlerfolg der Rechtsextremen: "Wir sind sehr besorgt über den Machtzuwachs von Leuten, die den Hass auf Ausländer und die Holocaust-Leugnung fördern und Neonazis unterstützen." Würde die FPÖ oder das BZÖ in der Koalition mitregieren, dürfte Israel wohl ein drittes Mal seinen Botschafter seit dem NS-Skandal 1986 um Kurt Waldheim abziehen.
Das zweite Ereignis, das für Hochspannung zwischen Israel und Österreich sorgt, ist das OMV-Gasgeschäft mit dem Iran. Im April 2007 unterzeichnete der österreichische Energiekonzern ein vorläufiges Abkommen über Gaslieferungen mit dem Iran über rund 22 Milliarden Euro. Das iranische Regime, verkörpert durch eine giftige Mischung aus Antisemitismus und Hass auf die westliche Demokratie, arbeitet fleißig an einem Nuklearwaffenprogramm, das gegen Europa und Israel eingesetzt werden könnte. Laut Sicherheitsexperten wäre es möglich, dass der Gewinn des OMV-Abkommens in das iranische Atombombenprogramm und die terroristische Unterstützung der Hamas und Hisbollah fließt. Während die SPÖ sich nicht gegen den OMV-Deal positioniert, lehnten die Grünen und die ÖVP aufgrund der iranischen Bedrohung den OMV-Gasvertrag ab. "Ein Abschluss des OMV-Iran-Deals zum jetzigen Zeitpunkt wäre nach unserer Meinung mehr als unglücklich und abzulehnen", kommentierte vor einer Woche Ulrike Lunacek, Abgeordnete der Grünen und Vorsitzende des Außenpolitischen Ausschusses. Die Überraschung des Tages ist die Haltung der ÖVP, da Außenministerin Ursula Plassnik sich noch Anfang 2008 in Israel gegen Wirtschaftssanktionen in Bezug auf den Iran ausgesprochen und die ÖVP bisher noch nie gegen die OMV-Politik Stellung genommen hatte. Thomas Schmid, Sprecher des VP Klubobmannes Wolfgang Schüssel, schrieb zwei Tage vor der Wahl an die Jerusalem Post: "In unseren Gesprächen haben wir der OMV wiederholt nahegelegt, zum jetzigen Zeitpunkt auf bindende Vereinbarungen mit dem Iran zu verzichten." Die FPÖ ist die Iran-freundlichste Partei, und Strache will die UN- und EU-Sanktionen gegen den Iran aufheben. Die SPÖ will sich im Unterschied zu den Grünen und der ÖVP den verstärkten Bemühungen von Frankreich und England, das Mullah-Regime im Energiebereich zu isolieren, entgegensetzen. Der Royal-Dutch-Shell-Energiekonzern ist zurzeit im Iran nicht aktiv. Andreas Schieder, SPÖ-Staatssekretär im Bundeskanzleramt, schrieb an den Autor dieser Zeilen: "Innerhalb der Grenzen dieser Verpflichtungen ist es einer politischen Partei nicht möglich, einem privatisierten Unternehmen vorzuschreiben, welche Projekte es verfolgt und welche nicht." Da aber der österreichische Staat der Haupteigentümer (31 Prozent) der OMV ist, bleibt das SPÖ-Statement eine billige Ausrede, um nicht Stellung beziehen zu müssen. Die aggressive Außenpolitik des Iran braucht jedoch die Einmischung von jeder demokratischen österreichischen Partei, damit das gefährliche Spiel der OMV mit dem Iran endlich beendet werden kann. Eine neue Auflage der SPÖ-ÖVP-Koalition könnte das Misstrauen des jüdischen Staates gegenüber Österreich abbauen, wenn sie die Fremdenfeindlichkeit von FPÖ-und BZÖ stärker bekämpft und harter ins Gericht mit dem iranischen Regime geht. (DER STANDARD, Printausgabe, 1.10.2008)
Benjamin Weinthal ist Korrespondent der "Jerusalem Post" in Berlin.
Bildunterschrift: Israels Sorge über das OMV-Sponsoring für Teheran hat sich nach den jüngsten Äußerungen Ahmadi-Nejads vor der UNO verstärkt.
Ahmadinejad prophezeit
Israels Untergang. Irans
Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat abermals Israels Untergang beschworen.
Gleichzeitig sagte er, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) habe
keinen rechtlichen Anspruch darauf, im Iran Material zu überprüfen,
das auf den Bau einer Atombombe hindeutet. Er äußerte sich am Donnerstag
gegenüber Reportern des iranischen Senders Press TV. „Manche sagen,
die Idee eines Großisraels sei abgelaufen; ich sage, auch die Idee eines
Kleinisraels ist abgelaufen“, bemerkte Ahmadinejad, der im gleichen Atemzug
erneut den Holocaust als „Schwindel“ bezeichnete; hingegen verübe
Israel einen Holocaust am palästinensischen Volk. Die IAEA hatte am Montag
mitgeteilt, dass der Iran ihre Inspektionen blockiere, die dadurch in eine Sackgasse
geraten seien. Die Organisation versucht Geheimdienstinformationen nachzugehen,
denen zufolge der Iran seine Shahab-3-Raketen für atomare Sprengköpfe
tauglich mache. (Yedioth Ahronot, 18.09.08)
Deutsche Bank: Israelische
Banken stabil und solvent. Die Deutsche Bank betrachtet das israelische
Bankwesen trotz der drastischen Talfahrt auf dem Aktienmarkt der vergangenen
Tage als stabil und zahlungsfähig. Damit unterstreicht der deutsche Finanzkonzern
die Versicherung der Bank of Israel, dass die Banken „angemessene Maßnahmen
für die effektive Handhabung ihrer Vermögenswerte und Risiken“
ergreifen würden und ihre Exponierung gegenüber Lehman Brothers Holdings
begrenzt sei. Darüber hinaus betont die Deutsche Bank: „Wir glauben,
dass die Qualität der Kreditbestände in israelischen Banken sich in
der gegenwärtigen Periode verbessert hat, sowohl aufgrund der verbesserten
Kreditkontrolle als auch des steigenden bankfremden Kredits (wo die Schuldpapiere
geringerer Güte nun konzentriert sind). Problematische Verschuldungsgrade
haben sich in der ersten Jahreshälfte weiter verringert. Die Banken haben
einen hohen Grad an spezifischen Vorkehrungen aufrecht erhalten, so dass die
Deckungsgrade einen Überschuss von 80% erreicht haben – doppelt so
viel wie die vor der letzten Baisse.“ Man erwartet somit in Frankfurt,
dass die Verluste israelischer Banken dem Umfang nach begrenzt bleiben und kein
systematisches Risiko darstellen. (Globes, 18.09.08)
Aufschwung im Westjordanland. Mit der Wirtschaft in den Gebieten der
Palästinensischen Autonomiebehörde geht es bergauf. Grund hierfür
sind nicht zuletzt die zahlreichen Schritte, die Israel in einer Geste des guten
Willens ergriffen hat, um der Bevölkerung im Westjordanland das alltägliche
Leben zu erleichtern. Indikatoren des palästinensischen Wirtschaftswachstums
finden sich hier:http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/146758.pdf.
Ein Überblick über die Schritte Israels findet sich hier: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/146758.pdf.
(Außenministerium des Staates Israel, September 2008)
Ägypten schließt
Dutzende von Schmuggeltunneln. Ägypten hat im vergangenen Monat
Dutzende von Schmuggeltunneln an seiner Grenze zum Gaza-Streifen bei Rafiah
versiegelt. Die Tunnel werden von Palästinensern für den illegalen
Transfer von Waren und Waffen benutzt. Außerdem hat Ägypten gestern
700 Polizisten nahe der Philadelphi Route stationiert, um einen befürchteten
Durchbruch von Hamas-Anhängern im Rahmen einer Demonstration für die
Öffnung der Grenze zu verhindern. Palästinensischen Einschätzungen
nach wurden bislang mindestens 40 Schmuggeltunnel lokalisiert und geschlossen;
in einen Teil von ihnen hätten die Ägypter Giftgas geleitet, um Schmuggler
zu vertreiben. Gleichwohl gehe der illegale Tunnelverkehr beinahe ungestört
weiter. Die Spannungen zwischen Ägypten und der Terrororganisation Hamas,
die den Gaza-Streifen beherrscht, haben in letzter Zeit zugenommen. Während
die palästinensische Terrororganisation erbost darüber ist, dass Ägypten
die Öffnung des Grenzübergangs in Rafiah verweigert, fordert die Arabische
Republik auf palästinensischer Seite mehr Flexibilität bei dem geplanten
Gefangenaustausch mit Israel, in dessen Rahmen der vor über zwei Jahren
in den Gaza-Streifen verschleppte israelische Soldat Gilad Shalit freigelassen
werden soll. (Haaretz, 11.08.08)
Wieder Raketenbeschuss auf Südisrael. Palästinensische Terroristen
aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben am Samstagabend eine Kassam-Rakete
auf den westlichen Negev abgefeuert und damit abermals die Waffenruhe gebrochen.
Die Rakete landete im Kreis Sha’ar Hanegev und verursachte weder Personen-
noch Sachschaden. Bereits am Mittwoch war eine Rakete in der Region gelandet.Seit
der zwischen Israel und der Hamas vereinbarten Waffenruhe ist es im Grenzgebiet
relativ ruhig geblieben, obgleich alle paar Tage von Raketen- und Mörserfeuer
berichtet wird.(Yedioth Ahronot, 09.08.08)
Nur die Grenzen vom 4. Juni. Von Shlomo Avineri. Die Verhandlungen
zwischen Israel und Syrien stehen zwei Gruppen von Schwierigkeiten gegenüber.
Die mit der ersten Gruppe verbundenen Fragen sind dem öffentlichen Bewusstsein
einigermaßen präsent; die zweite Gruppe ist weniger bekannt. Weder
ein Wechsel in der israelischen Staatsführung noch eine Umbildung der Regierung
werden diese grundsätzlichen Tatsachen ändern. Die erste Gruppe bezieht
sich auf die Fragen, die in den Verhandlungen diskutiert werden sollten. Die
Syrer sind nur bereit, über ein einziges Thema zu verhandeln – die
Wiedererlangung ihrer Herrschaft über die Golanhöhen. Israel hat hingegen
eine umfassendere Agenda. Aus Israels Perspektive kann man die Verhandlungen
nicht lediglich auf den Golan reduzieren, da seine strategischen Abwägungen
von weiteren Elementen der syrischen Politik beeinflusst sind. Dazu gehören
die syrische Unterstützung der Hisbollah und der Hamas; die Präsenz
radikaler palästinensischer Organisationen in der syrischen Hauptstadt;
die Rolle Syriens im Libanon und nicht zuletzt das Verhältnis Syriens zum
Iran. Auch wer nicht in die Geheimnisse der indirekten Verhandlungen eingeweiht
ist, die gegenwärtig via Ankara geführt werden, kann vermuten, dass
es nicht leicht sein wird, diese Gräben zu überrücken. Es ist
zweifelhaft, ob Syrien bereit sein wird, über all die besagten Angelegenheiten
mit Israel zu verhandeln; andererseits ist kaum vorstellbar, dass die israelische
Regierung bereit sein wird, in der territorialen Frage signifikant auf Syrien
zuzugehen, ohne dass die gesamte Politik Syriens gegenüber Israel - einschließlich
seiner aktiven Unterstützung von radikalen antiisraelischen Organisationen
und seiner Beziehungen mit dem Iran – einen grundsätzlichen Wandel
erfährt. Jenseits des Problems der Agenda besteht jedoch noch ein anderes
Problem, dass in Israel leicht unterschätzt wird. Manchmal vernimmt man
in Israel Stimmen, die sagen, der Unterschied in der Haltung Israels und Syriens
in der territorialen Frage beschränke sich auf „ein paar Kilometer“:
das stimmt zwar, zielt jedoch am Ziel vorbei. Die moderatere israelische Position
ist bereit, nach dem Vorbild der Friedensabkommen mit Ägypten und Jordanien
einen israelischen Rückzug hinter die internationale Grenzlinie zu erwägen,
wenn angemessene Sicherheitsgarantien bestehen. Die syrische Position fordert
hingegen die Rückkehr hinter die Linien vom 4. Juni 1967. Bekanntlich war
es Syrien gelungen, im Unabhängigkeitskrieg einige kleine Enklaven auf
israelischem Gebiet zu erobern, und die Waffenstillstandsabkommen von 1949 spiegelten
diese Realität wider. Der Unterschied liegt nicht nur in einigen Kilometern
– so wichtig diese Kilometer auch sind, da sie Hamat Gader und den syrischen
Zugang zum See Genezareth an dessen Nordostufer beinhalten. Aus syrischer Sicht
geht es um etwas sehr viel Grundlegenderes. Ein Hauptcharakteristikum der syrischen
Ideologie und Politik ist die Nichtanerkennung der Legitimität von Abkommen
und Grenzen, die nach dem Ersten Weltkrieg im Nahen Osten festgelegt worden
sind: In den Augen der Baath-Partei sind dies imperialistische und kolonialistische
Abkommen. Daher hat Syrien niemals die Unabhängigkeit des Libanon anerkannt
und unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit ihm; zwischen beiden
Staaten wurden keine Botschafter ausgetauscht (m. E. werden trotz des jüngsten
formalen Einverständnisses Syriens zur Aufnahme von Beziehungen auch keine
Botschaften in den beiden Hauptstädten eröffnet werden). Aus diesem
Grund ist Syrien nicht dazu bereit, die Grenze zwischen sich und dem Libanon
zu bezeichnen; und aus diesem Grund hat es den Vereinten Nationen bis heute
nicht bestätigt, dass die Sheba-Farmen sich auf libanesischem und nicht
auf syrischem Territorium befinden – denn die Folge wäre das Eingeständnis,
das der Libanon ein eigenständiger Staat ist. Dies ist der Grund für
das Beharren Syriens auf den „Grenzen vom 4. Juni“: Es geht nicht
nur um eine territoriale Angelegenheit. Für Israel basiert seine Bereitschaft
zum Rückzug hinter die internationale Grenze auf der Legitimität der
Mandatsgrenze zwischen Syrien und dem Land Israel; in den Augen Syriens ist
dies eine imperialistische Grenze und ein Sakrileg. Dies ist keine Pedanterie
des internationalen Rechts, sondern ein Grundstein der syrischen Geschichtsnarrative.
Vielleicht wird es möglich sein, diese beiden Gruppen von Schwierigkeiten
zu überwinden. Die Möglichkeit dazu hängt von der Bereitschaft
Syriens ab, den Kreis der legitimen Themen innerhalb der Verhandlungen zwischen
beiden Staaten erheblich auszuweiten und sich von einem Grundprinzip seiner
ideologischen Weltanschauung zu verabschieden. Dies sind gewiss keine Randaspekte,
und wer sie der Öffentlichkeit als solche präsentiert, irrt und führt
in die Irre – sei es bewusst oder unbewusst. --- Shlomo Avineri ist Emeritus
für politische Wissenschaften an der Hebräischen Universität
Jerusalem. (Haaretz, 06.08.08)
Flüchtlinge
aus Gaza dürfen nach Jericho.
Angehörige des Hilles-Clans sind am Montag von der israelischen Armee nach
Jericho evakuiert worden. Die Männer waren am Wochenende aus dem Gaza-Streifen
nach Israel geflüchtet, um sich vor der Hamas in Sicherheit zu bringen.
Daraufhin hatte zwischen Israel und der Palästinensischen Autonomiebehörde
(PA) Unklarheit darüber bestanden, wie mit ihnen zu verfahren sei. PA-Präsident
Mahmoud Abbas hatte Israel ursprünglich darum gebeten, die Gruppe nach
Gaza zurückzuführen; Israels Verteidigungsminister Ehud Barak entschied
sich dann jedoch dagegen, nachdem er Einschätzungen vernommen hatte, denen
nach den Männern bei ihrer Rückkehr in das von der Hamas beherrschte
Territorium Verhaftung oder gar der Tod drohe. Von den 188 Fatah-Mitgliedern,
die nach Israel geflohen waren, wurden 35 auf Bitte Abbas’ hin am Sonntag
nach Gaza zurückgeschickt. Zuvor hatte Abbas Israel noch darum gebeten,
die Verwundeten zu versorgen und lediglich den Transfer von fünf Mitgliedern
des Hilles Clans, darunter Oberhaupt Ahmed, ins Westjordanland zu erleichtern.
Etwa 60 Männer kehrten am Sonntag nach Gaza zurück, einige von ihnen
wurden von der Hamas verhaftet. Brigadegeneral Yoav Mordechai, der Leiter der
Zivilverwaltung im Westjordanland, befürchtet keine Eskalation des Terrors
aufgrund des Transfers des Hilles-Clans nach Jericho. Er habe persönlich
die Busse inspiziert, mit denen sie am Montag dorthin gebracht wurden. "Ich
habe ihnen den Unterschied zwischen Gaza und dem Westjordanland erklärt,
und inwiefern sie sich hier anders verhalten müssen", sagte Yoav.
"Sie sind alle keine Heiligen, aber keiner von ihnen ist ein Mega-Terrorist,
und sie sind alle vom Shin Bet (der Allgemeinen Sicherheitsbehörde /SHABAK)
überprüft worden." Einige Einwohner Jerichos haben ihre Besorgnis
zum Ausdruck gebracht, dass die Anwesenheit des Hilles-Clans in ihrer Stadt
sich negativ auf den Tourismus auswirken und die Kriminalitätsrate in die
Höhe treiben könnte. "Warum hat Abu Mazen (Abbas) sie nicht nach
Ramallah genommen?", fragte ein Ladenbesitzer im Stadtzentrum. "Warum
schicken sie solche Typen immer in unsere Stadt?" (The Jerusalem Post,
04.08.08)
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Die israelitischen Kultusgemeinden in Österreich trauern um die Soldaten Eldad Regev and Ehud Goldwasser. Wien (OTS) - Vor
735 Tagen wurden völkerrechtswidrig zwei Die Asymmetrie der Werte und der Moral spricht für Israel. Mag.Raimund Fastenbauer |
Neues vom linken Rand: Antifaschismus gegen Israel II...http://israelsolidarity.blogspot.com/2008/07/n-eues-vom-linken-rand.html
Iranische Bedrohung:
Arabischer Staat auf Israels Seite. Offizielle Vertreter eines arabischen
Staates haben gegenüber Israel bei informellen Treffen angedeutet, dass
sie nichts gegen eine israelische Militäroperation gegen den Iran einzuwenden
hätten. Dies teilen politische Quellen in Jerusalem mit. Grund hierfür
sei die Sorge vor dem wachsenden iranischen Einfluss in der Region, vor allem
im Kreis der schiitischen Gemeinden in arabischen Staaten. Israels Verteidigungsminister
Ehud Barak wies gestern darauf hin, dass Israel bereit wäre, den Iran anzugreifen,
als er sagte: „Israel ist der stärkste Staat in der Region und hat
in der Vergangenheit bewiesen, dass es nicht vor Aktionen zurückschreckt,
wenn es um seine existentiellen Interessen fürchten muss.“ Die Vertreter
des arabischen Staates versicherten ihren israelischen Gesprächspartnern,
dass auch andere arabische Staaten wegen der iranischen Politik besorgt seien.
Ein Teil der arabischen Staaten fürchtet, dass ein Machtzuwachs des Iran
zur Spaltung zwischen Sunniten und Schiiten führen könnte. Diese Sorge
besteht freilich vor allem innerhalb arabischer Staaten mit einer schiitischen
Minderheit.In Bahrain beispielsweise sind die politischen Führungsfiguren
Sunniten, 70% der Bevölkerung jedoch Schiiten. In Saudi-Arabien stellen
die Schiiten ein Zehntel der Bevölkerung und leben hauptsächlich in
den ölreichen Regionen, die für das Königtum von besonderer Bedeutung
sind. Inoffiziell herrscht auch eine Rivalität zwischen dem sunnitisch-orthodoxen
saudischen Regime und dem iranischen Regime, dass sich die islamische Revolution
gemäß dem schiitischen Modell einer Herrschaft von Religionsgelehrten
auf die Fahnen geschrieben hat.Vergangene Woche sagte der Kommandant der iranischen
Armee, General Hassan Firusabad, dass der Iran bei einem Angriff die Straße
von Hormus für die Schifffahrt schließen würde. Dies ist bereits
das zweite Mal, dass iranische Offizielle diese Absicht erklären. Die Straße
von Hormus, zwischen Iran und Oman, passieren Tankschiffe, die riesige Mengen
von Öl und Gas aus den Golfstaaten in die Welt liefern. Ihre Schließung
würde weltweit eine empfindliche Steigerung der Energiepreise hervorrufen.
Die USA haben ihrerseits erklärt, dass sie eine Schließung der Meerengen
nicht zulassen würden. Diese Woche beendete die amerikanische Marine ausgedehnte
Manöver in der Region, bei denen offiziellen Mitteilungen zufolge die Verteidigung
der Ölanlagen der Golfstaaten geübt wurde. An den Manövern nahmen
auch Großbritannien, Bahrain und andere arabische Staaten teil. Die politischen
Quellen in Israel teilten der Haaretz mit, dass eine Eskalation der iranischen
Erklärungen jene Golfstaaten in Sorge versetze, die an amerikanischer Verteidigung
vor Teheran interessiert sind. „Wenn der Iran so droht, während er
keine Atomwaffen hat, was wird er tun, wenn sein Atomprogramm voranschreitet?“,
beschrieb eine der Quellen die Sorge der Golfstaaten. (Haaretz, 11.07.08) Unterdes
hat US-Außenministerin Condoleezza Rice am Mittwoch erneut bekräftigt,
dass die USA Israel angesichts der iranischen Bedrohung beistehen würden:
„Wir senden eine klare Botschaft an den Iran, dass wir amerikanische Interessen
und die Interessen unserer Verbündeten verteidigen werden. Wir nehmen die
Verpflichtung, unsere Verbündeten zu verteidigen, sehr ernst, und wir beabsichtigen,
dies zu tun.“ (The Jerusalem Post, 10.07.08) Eine ausführliche Dokumentation
über das iranische Hegemonialstreben im Nahen Osten findet sich unter dem
folgenden Link: http://www.jcpa.org/text/iran2-june08.pdf
(The Jerusalem Center for Public Affairs, 2008)
Kassam-Raketen im
westlichen Negev. Am Donnerstagnachmittag haben palästinensische
Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen wieder zwei Kassam-Raketen
auf den westlichen Negev abgefeuert. Sie landeten nahe einem Kibbutz im Kreis
Sha’ar Hanegev. Verletzt wurde dabei niemand, und es entstand auch kein
Sachschaden.Die Waffenruhe ist damit von palästinensischer Seite einmal
mehr verletzt worden. Die Verantwortung für den Beschuss übernahmen
die Al-Aqsa Märtyrer-Brigaden, der militärische Flügel der Fatah.
(Yedioth Ahronot, 10.07.08)
Raketen und Mörsergranaten erschüttern Südisrael. Mindestens
13 Kassam-Raketen und 30 Mörsergranaten sind heute am frühen Nachmittag
von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen
auf den Süden Israels abgeschossen worden. Im Zentrum der Angriffe stand
die Küstenregion südlich von Ashkelon. Hier wurde eine 59jährige
Frau von Raketensplittern verletzt. Die Bewohner der israelischen Gemeinden
entlang des Gaza-Streifens sind dazu aufgefordert worden, die Schutzräume
nicht zu verlassen. Die Terrororganisation Hamas hatte einen schweren Angriff
auf Israel angekündigt, nachdem am Vormittag bei einer schweren Explosion
in Beit Lahiya im Gaza-Streifen drei Menschen getötet und mehr als 40 verwundet
worden waren. Israel erklärt jedoch nachdrücklich, in keinerlei Weise
in den Vorfall involviert gewesen zu sein. (Yedioth Ahronot, 12.06.08). Anmerkung
Webmaster: Inzwischen hat lt. Der Standard, Printausgabe v. 14.06.2008, S.5
(dpa) Hamas die Verantwortung für die Explosion in Beit Lahiya übernommen.
Mörsergranaten als neue Terrorwaffe. Angesichts der jüngsten
Angriffe palästinensischer Terroristen aus dem Gaza-Streifen verweist man
in der israelischen Armee auf die wachsende Bedeutung von Mörsergranaten
als Terrorwaffe. Am vergangenen Donnerstag war im Kibbutz Nir-Oz ein israelischer
Familienvater durch Granatenbeschuss ermordet worden. In Militärkreisen
geht man in diesem Zusammenhang von einer Art Strategiewechsel innerhalb der
Hamas und anderer Terrororganisationen aus: „In der Vergangenheit haben
wir den Beschuss von militärischen Einrichtungen und gelegentlich von Ortschaften
erlebt, um lediglich einen bestimmten Terrorlevel aufrechtzuerhalten, der aus
israelischer Sicht als 'erträglich' galt. Nun erleben wir einen massiveren
Einsatz, vor allem gegen Ortschaften entlang des Sicherheitszauns.“ Nachdem
die Terroristen wieder und wieder bei Versuchen gescheitert waren, den Zaun
zwecks Ausübung von Anschlägen zu durchbrechen, haben sie das Gewicht
nun auf den Beschuss mit Mörsergranaten verlagert. Deren Bestand wurde
erheblich erweitert; mit Sprengköpfen von sechs bis zehn Kilogramm besitzen
sie inzwischen eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern. Die Unterstützung
aus dem Iran ist dabei ein wichtiger Faktor. Die Ortschaften entlang des Sicherheitszauns
sind nur zum Teil gesichert und haben keine festen Alarmsysteme für Granaten.
Daher stellen sie eine bequeme Angriffsfläche für den Mörserterror
dar. Das 'Comeback' der Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen vollzieht
sich schon seit geraumer Zeit. Bereits vor einem Jahr hat die israelische Armee
auf das wachsende Granatenarsenal hingewiesen. (Yedioth Ahronot, 06.06.08)
Israels Reaktion auf den neuen IAEA-Bericht zum iranischen Atomprogramm. Der
am Montag veröffentlichte Bericht des Generaldirektors der Internationalen
Atomenergiebehörde (IAEA) beteuert nochmals, dass der Iran damit fortfährt,
die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates zu missachten. Der Bericht spezifiziert
die militärischen Aspekte der iranischen Nuklearaktivitäten. Der Bericht
betont, dass die IAEA die Nuklearaktivitäten mit großer Sorge betrachtet.
Trotz der Tatsache, dass die IAEA den ihr präsentierten Informationen große
Glaubwürdigkeit zuerkennt, setzt der Iran seine Tricks des Schwindels und
der Ausflüchte fort. Die Antwort des Iran trägt nichts dazu bei, die
Ängste der internationalen Gemeinschaft in Hinsicht auf das wahre Ziel
seines Atomprogramms zu zerstreuen. Israel wiederholt seinen Aufruf an die Mitglieder
der internationalen Gemeinschaft, den Druck auf den Iran zu verstärken,
damit dieser seine gefährlichen Pläne zur Erlangung von Atomwaffen
einstellt. (Außenministerium des Staates Israel, 27.05.08)
Iran droht IAEA mit Kooperationsverweigerung. Der neue Sprecher des
iranischen Parlaments, Ali Larijani, hat heute gewarnt, dass Teheran seine Zusammenarbeit
mit der IAEA nach deren jüngstem kritischem Bericht weiter einschränken
könnte. Larijani, der ehemals der führende Atomunterhändler seines
Landes war, ist heute mit überwältigender Mehrheit zum Parlamentssprecher
gewählt worden. Gleich darauf bezeichnete er den IAEA-Bericht als beklagenswert.„Wir
empfehlen ihnen, das iranische Nukleardossier nicht heimlich zwischen der IAEA
und der 5-plus-1-Gruppe hin und her zu reichen. Dieses Parlament wird solche
Betrügerei nicht erlauben“, sagte Larijani in der vom staatlichen
Radio übertragenen Parlamentssitzung. Er bezog sich dabei auf die ständigen
Mitglieder des UN-Sicherheitsrats plus Deutschland. Der Sicherheitsrat hat drei
Pakete von Sanktionen über den Iran wegen dessen Weigerung, die Anreicherung
von Uran einzustellen, verhängt. Die Urananreicherung kann zur Stromerzeugung
und der Herstellung von Atomwaffen genutzt werden. „Sollte dieses Verhalten
weitergehen, wird das Parlament neue Begrenzungen der Zusammenarbeit mit der
IAEA einführen“, betonte Larijani. Das Plenum skandierte in Reaktion
darauf „Gott ist groß“ und „Tod Amerika“. (The
Jerusalem Post, 28.05.08)
Verhandlungen mit Syrien: Israel fürchtet iranische Störungsversuche.
In Israel macht man sich Sorgen, dass der Iran israelische Einrichtungen
im Ausland angreifen könnte, um die wieder aufgenommenen Friedensverhandlungen
mit Syrien aus dem Gleis zu bringen. Aus israelischen Sicherheitskreisen
verlautet, dass der Iran von dem Standpunkt aus agieren könnte, dass ein
Anschlag Israels Haltung verändern, ein Ende der Gespräche und womöglich
sogar eine regionale Konfrontation verursachen würde. Unterdes haben Syrien
und der Iran am Dienstag eine Einverständniserklärung über die
Stärkung ihrer „Verteidigungsbeziehungen“ unterzeichnet. Der
syrische Verteidigungsminister Hassan Turmani beendete damit seinen dreitägigen
Besuch in Teheran. Gleichzeitig geht man in Jerusalem davon aus, dass das „pragmatische
Lager“ innerhalb der arabischen Welt - vor allem Saudi-Arabien, Ägypten
und Jordanien - die israelisch-syrischen Berührungen unterstützt.
Diese Staaten würden es gerne sehen, wenn Syrien aus dem radikalen Lager
ausscheren würde und Iran, Hamas und Hisbollah geschwächt werden würden.
(Haaretz, 28.05.08)
Militärgeheimdienstchef
Yadlin zu den Bedrohungen Israels. I. Iran. Der Leiter des israelischen
Militärgeheimdienstes (AMAN), Amos Yadlin, hat sich in einem langen Interview
mit Ari Shavit in der Haaretz zu den existentiellen Bedrohungen geäußert,
denen der Staat Israel ausgesetzt ist. Dabei betont er, dass er sich nicht als
Prophet verstehe, der die Zukunft genau voraussagen könne. Vielmehr wolle
er Aufklärungsarbeit über mögliche Zukünfte leisten. Am
Anfang seiner Ausführungen steht die iranische Bedrohung. „Der Iran
ist nicht nur eine Bedrohung für Israel; er ist eine Bedrohung für
eine ganze Anzahl von Staaten im Nahen Osten. Darüber hinaus ist der Iran
eine globale Bedrohung. Die Iraner entwickeln Raketen, die in der Lage sind,
Atomwaffen nach Europa zu tragen, und in der Zukunft über den Atlantik.
Daher ist der Iran ein Weltproblem.“ „Der Iran führt ein ganzes
Lager an, dass die Werte der westlichen Gesellschaft bedroht, wie sie über
die letzten Jahrhunderte in Europa und den Vereinigten Staaten geschaffen worden
sind. Sollte der Iran Atomwaffen bekommen, würde diese Bedrohung erheblich
an Bedeutung gewinnen. Jenseits des kulturell-ideologischen Konfliktes gäbe
es dann auch eine militärisch-strategische Dimension, die die Auseinandersetzung
beeinflussen würde.“ „Die Iraner stoppen nicht bei der Reichweite
[ihrer Raketen] bis Israel. Die ballistischen Raketen, die sie entwickeln, haben
keinerlei militärische Bedeutung, wenn sie nicht Atomsprengköpfe tragen.
Jeder, der sich mit der Entwicklung von Raketen beschäftigt, kann die reichweite
von Tausend zu Tausenden Kilometern vergrößern. Anfangs hatten die
Iraner die Shihab-3-Rakete mit einer Reichweite von 1300 Km. Nun entwickeln
sie die Ashura-Rakete und arbeiten an der Zusammensetzung von Bauteilen für
Raketen einer Reichweite von 2500 bis 3500 Km, die sie von Nordkorea erhalten
haben. In technologischer Hinsicht ist der Sprung von hier zu Interkontinentalraketen
kein großer. Er ist möglich. Wir sehen, dass die Iraner daran arbeiten.
Es ist real.“ „Bis vor einigen Monaten haben die Iraner in der Urananreicherungsanlage
in Natanz 3000 Zentrifugen betrieben. Kürzlich hat [der iranische Staatspräsident]
Ahmadinejad die Existenz von 6000 weiteren verkündet. Wir glauben nicht,
dass es noch 6000 gibt. Es gibt noch einige Hundert.“ „Theoretisch
produzieren 3000 Zentrifugen genug spaltbares Material für eine Atombombe
im Jahr. Aber die Iraner sind noch nicht so weit. Ihre Zentrifugen sind veraltet.
Ihr Ertrag ist nicht der der Zentrifuge einer Großmacht. Der Iran bemüht
sich um die industrielle Produktion von spaltbarem Material und den Aufbau einer
Anlage mit zehntausenden Zentrifugen, aber im Moment steht er noch vor technologischen
Problemen, die er nicht überwinden kann.“ „Die iranische Atomangelegenheit
ist sehr kompliziert. Auch die Einschätzung des Zeitplans ist kompliziert.
Drei wirkungsmächtige Faktoren sind hier im Spiel. Einer davon ist der
technologische Aspekt. Der zweite ist die Frage des internationalen Drucks.
Der dritte ist die Frage nach der iranischen Nuklearstrategie. Will der Iran
so schnell wie möglich eine Atombombe oder will er zum Status eines Schwellenlandes
gelangen, in dem sich die Japaner und die Deutschen befinden (d.h. in eine Situation,
der er beachtenswertes Know-how hätte und in Greifweite einer Atombombe
wäre, ohne diese jedoch praktisch zusammenzusetzen)? An die Fragezeichen
im Zusammenhang mit diesen drei Faktoren ist die sehr schwierige Möglichkeit
des Anfangs des kommenden Jahrzehnts gebunden, die wahrscheinlichere Möglichkeit
ist die Mitte des kommenden Jahrzehnts.“ Ari Shavit: D.h. die Einschätzung
des AMAN geht dahin, dass der Iran zwischen 2010 und 2015 atomar bewaffnet sein
wird? „Nichts ist eindeutig, aber ja, das ist die Richtung.“ „Die
Aussicht einer diplomatischen Eindämmung hängt davon ab, dass es jemandem
gelingt, den Iran zu entlarven. Der Iran hält die Welt zum Narren. Und
dennoch ist er nicht ernsthaft entlarvt worden. Sollte der Iran in den kommenden
ein bis zwei Jahren entlarvt und über jeden Zweifel hinweg bewiesen werden,
dass er die Welt hinsichtlich seines Atomprogramms getäuscht hat, könnte
die diplomatische Kampagne wiederbelebt werden.“ „Das Paradox ist,
dass nicht-militärische Optionen weniger erfolgreich sein werden, wenn
keine militärischen Optionen auf dem Tisch sind. Aber in Europa herrscht
heute die Einstellung, dass die militärische Lösung beinahe strategisch
ausgeschlossen ist. Auch in den Vereinigten Staaten steht man heute nach Irak
einem Präventivschlag zögerlich gegenüber. Der Westen ist nicht
aus einem Guss gemacht. Es herrscht eine große kulturelle Diskrepanz zwischen
beiden Seiten des Atlantiks. In den USA gibt es einen Kandidaten (John McCain),
der sagt, dass ein militärischer Angriff eine schlimme Option sei, ein
atomar bewaffneter Iran aber eine noch viel schlimmere. Aber wenn kein Wandel
in der Geisteshaltung einsetzt und sich nicht die Überzeugung durchsetzt,
dass der Iran in der Tat auf die Atombombe zusteuert, ist die Aussicht, dass
der Westen zur Tat schreiten wird, zwar existent, aber nicht groß.“
A. S.: Wenn es keine diplomatische Eindämmung des iranischen Atomprogramms
geben und der Westen nicht dagegen einschreiten wird, in welcher Situation befindet
sich dann Israel selbst? „Wir sind ein sehr starkes Land. Wir sind ein
Land, das mit jeder Bedrohung im Nahen Osten umgehen kann, einschließlich
der Bedrohung, auf die Sie hinweisen.“ A.S.: Also vielleicht sollten wir
uns, aus Stärke heraus, einfach mit einem atomaren Iran abfinden und die
Tatsache akzeptieren, dass dies eine nicht abwendbare Entwicklung ist? „Die
Möglichkeit einer atomaren Bewaffnung des Iran besitzt zwei Gravitationsebenen.
Die eine Ebene besagt, dass ein radikales Regime mit einer radikalen Waffe eine
sehr gefährliche Mischung für Israel darstellt. Wir sind die Enkel
einer Generation, die nicht zugehört hat. Einer Generation, die die Aussagen,
die Juden müssten vernichtet werden, nicht ernst genommen hat. Wir räsonieren
über das Ausmaß der Rationalität des iranischen Regimes. Sowohl
die religiösen als auch die diplomatischen Äußerungen des iranischen
Präsidenten sind keine Äußerungen eines rationalen Politikers.
Daher ist die Kombination dieser Haltung mit Atomwaffen sehr problematisch.
Es besteht keinerlei Garantie, dass der Iran ein rationaler Atomakteur sein
wird. Ich sage nicht, dass die extremsten Szenarien die wahrscheinlichsten sind,
aber es ist nicht möglich, sie gänzlich auszuschließen.
Die andere Gravitationsebene besagt, dass Atomwaffen auch einem rational agierenden
Iran das Tun von Dingen ermöglichen wird, die er sich heute nicht leisten
kann zu tun. Der Iran hat ein Terrornetz über den gesamten Nahen Osten
geworfen. Dies ist eindeutig und tief, aber seine Aktivierung ist zurückhaltend.
Der Iran setzt heute nur einen kleinen Teil seiner Terroroptionen in die Tat
um. Er wird sich anders verhalten, wenn er sich im Besitz von Atomwaffen weiß.
Außerdem ist es klar, dass im Falle einer atomaren Bewaffnung des Iran
auch andere Staaten, die sich als regionale Mächte verstehen, den nuklearen
Weg beschreiten werden. Ich denke zumindest an drei Staaten, die mit dem Iran
als einziger Atommacht in der Region nicht einverstanden wären. Der Nahe
Osten steht davor, ein multipolares atomares System mit einer konventionellen
Unruhe zu werden. Dies wäre – gelinde gesagt – kein Ort, wo
man gerne leben möchte.“ (Haaretz, 16.05.08)
Raketen in Südisrael.
Palästinensische Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen haben
ihren Raketenbeschuss auf den Süden Israels auch heute fortgesetzt. Bis
zum Nachmittag landeten insgesamt drei Kassam-Raketen. Zwei davon schlugen nahe
einer strategischen Anlage südlich von Ashkelon ein, eine andere landete
auf offenem Gelände im Kreis Eshkol. Über Verletzte oder Sachschaden
wurde nichts berichtet. (Yedioth Ahronot, 19.05.08) In den ersten beiden Maiwochen
wurden etwa 72 Raketen und 80 Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen abgefeuert.
Seit der Machtübernahme der Hamas in Gaza sind bis Mitte Mai 1396 Raketen
und 1553 Mörsergranaten auf israelischem Territorium gelandet. (Außenministerium
des Staates Israel, 18.05.08)
Antisemitismus in
der islamischen Welt. Der Antisemitismus mit muslimischen Wurzeln ist
im Wachstum begriffen. Verse des Koran und der mündlichen Überlieferung
des Islam werden politisch im Geiste des radikalen Islamismus interpretiert,
um den Zionismus und den Staat Israel zu delegitimieren und das jüdische
Volk zu entmenschlichen. Das antisemitische Pamphlet "Die Protokolle der
Weisen von Zion". Die Dimensionen und Manifestationen des Antisemitismus
in der arabisch-muslimischen Welt werden dabei von den Ereignissen im Nahen
Osten beeinflusst. So sorgen sowohl verschärfte Konfrontationen zwischen
Israel und den Palästinensern oder der Hisbollah als auch Fortschritte
im Friedensprozess, der von vielen Arabern und Muslimen bekämpft wird,
für einen Anstieg antisemitischer Manifestationen in der arabisch-muslimischen
Welt. Zentrale Themen sind zunehmend die Leugnung oder Verharmlosung des Holocaust
und der Vergleich zwischen Israel und dem Zionismus mit dem nationalsozialistischen
Deutschland. Allgemein auffällig ist die Verbindung von Antisemitismus,
Antiamerikanismus und antiwestlichem Ressentiment. In den vergangenen Jahren
hat sich vor allem das islamistische Regime im Iran mit seinem Streben nach
der Vernichtung des Staates Israel als Speerspitze des Antisemitismus hervorgetan.
Hier handelt es sich um eine antisemitische Staatsdoktrin, die öffentlich
eine genozidäre Politik vertritt. Weitere Informationen zum Thema finden
sich unter dem folgenden Link: http://www.terrorism-info.org.il/malam_multimedia/English/eng_n/html/a_s_170408e.htm
(Intelligence and Terrorism Information Center, April 2008)
Nicht weniger gefährlich
als Antisemitismus. Von Yair Sheleg. Unter allen westlichen Ländern
tun sich vor allem die Staaten Europas – die öffentliche Meinung
mehr noch als die politischen Führungen – mit Kritik an der Politik
Israels in den Gebieten hervor. Umfragen in Europa zeigen immer wieder auf Israel
als eine der größten Gefahren für den Weltfrieden und als einen
der größten Menschenrechtsverletzter. In einer solchen Umfrage vom
Juli 2007 haben 45% der Europäer Israels Politik in den Gebieten mit der
des Apartheid-Regimes in Südafrika verglichen. Parallel dazu haben sich
die europäischen Staaten im letzten Jahrzehnt gerade beim Gedenken an den
Holocaust hervorgetan, bei der Beschäftigung mit ihrer eigenen Rolle in
den Jahren der Vernichtung und beim Ausdrücken ihres Bedauerns ob ihrer
Kollaboration zur Zeit der Vernichtung oder ob des anschließenden Raubs
jüdischen Eigentums. Dieser Dualismus ist so auffallend, dass es viele
Israelis und Juden gibt, die meinen, dass das Gedenken und die Kritik zwei Seiten
derselben Medaille sind, die Europa von der schweren Schuld zu befreien sucht,
die auf ihm lastet: Auf der einen Seite die Schuld zugeben und um Verzeihung
bitten und auf der anderen Seite den Judenstaat attackieren und dadurch eine
Art „moralischer Balance“ zwischen ihm und Europa herstellen ('Wenn
ihr die Macht dazu habt, stellt sich heraus, dass ihr auch nicht besser seid').
Viele andere sehen in dem Übermaß an Kritik, die sich gerade über
Israel ergießt, sogar eine Art von Antisemitismus. Aber eine Tatsache
erschüttert diese Theorie: Israel ist den Pfeilen der europäischen
Schuld nicht allein ausgesetzt, sondern steht dabei an der Seite der vereinigten
Staaten. Auch „Onkel Sam“ wird von der europäischen Öffentlichkeit
immer wieder wegen seiner Machtpolitik angegriffen, deren herausragendes Beispiel
der letzten Jahre selbstverständlich die amerikanische Invasion und Kontrolle
des Irak ist. Es gibt in der Tat einen gemeinsamen Nenner zwischen der europäischen
Kritik an Israel und der an den USA, und dieser gemeinsame Nenner rührt
wahrscheinlich auch von den Folgen des Krieges her: Es ist dies das Phänomen
des europäischen Pazifismus, die Sehnsucht, jeder Gewaltanwendung, jeder
machtpolitischen Auseinadersetzung selbst mit finsteren Regimen aus dem Weg
zu gehen. Dieser Instinkt macht sich insbesondere bemerkbar, wenn von einem
Konflikt eines westlichen Staates mit einer Gesellschaft der 'Dritten Welt'
die Rede ist, wie etwa der Konflikt zwischen den USA und dem Irak oder der zwischen
Israel und den Palästinensern. Das hat damit zu tun, dass dann noch ein
weiterer europäischer Instinkt hinzutritt, der ebenfalls zur Geschichte
gehört: das Erbe der kolonialistischen Vergangenheit. Dieser Instinkt lehrt
die Europäer, jeden Konflikt zwischen dem Westen und der 'Dritten Welt'
als einen kolonialistischen Konflikt zu betrachten, bei dem man sich mit dem
Underdog zu identifizieren hat, mit dem, der als schwach erscheint. In diesem
Zusammenhang wird Israel bei der Kritik diskriminiert, aber nicht notwendigerweise
in seinem Wesen als jüdischer Staat, sondern vielmehr in seinem Wesen als
westlicher Staat. Die europäische Sünde ist somit nicht der Antisemitismus,
sondern der Pazifismus, insbesondere wenn es um die Beziehung der Europäer
zu westlicher Machtpolitik geht. Aber dies ist keine weniger gefährliche
Sünde. Gerade der Holocaust hat bewiesen, wie gefährlich die stille
Akzeptanz gegenüber bösen Mächten ist, die offen damit drohen,
Macht zu übernehmen, zu erobern und zu vernichten – derart sind die
islamisch-fundamentalistischen Mächte von heute - , selbst wenn sie mit
gezwungenen Slogans von Kriegsvermeidung und „Frieden in unserer Zeit“
daherkommt. Der Zweite Weltkrieg hat auch beweisen, dass solche Politik letztlich
nichts nützt. Sie erhöht nur erheblich den Preis, den man zahlen muss,
um mit den so noch erstarkenden Mächten des Bösen fertig zu werden,
und im Hinblick auf die Massenvernichtungswaffen von heute weiß man nicht,
ob es nicht schon zu spät sein wird. In diesem Sinne gibt es offensichtlich
einen tieferen Zusammenhang zwischen dem europäischen Pazifismus und der
niedrigen Geburtenrate auf dem Kontinent: Beide zeugen von dem Phänomen
„Esse und trinke, denn morgen werden wir tot sein“, einem tiefen
Misstrauen in das Leben auf lange Sicht, denn der Lebenswille, der nicht nur
der des Individuums, sondern auch der der es umgebenden Zivilisation ist, fordert
Opfer. Er fordert die Anstrengung, die mit dem Aufziehen von Kindern verbunden
ist, wie auch die Anstrengung und das Risiko, die mit dem Kampf für die
Werte der Freiheit und für die nationale und souveräne Existenz verbunden
sind, damit diese für die zukünftigen Generation erhalten bleiben.
Dies ist wahr in Europa, so wie es wahr in Israel ist. (Haaretz, 30.04.08)
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| Trauriges Pessach 2008 Am Montag, 22.04.2008 erhielten wir die erschütternde Nachricht, dass unser Vorstandsmitglied der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft, Frau Eeva Huber-Huber und ihr Gatte, Herr Adalbert Huber, bei einem tragischen
Autounfall in Rumänien das Leben verloren haben. Sie wollten Pessach
mit einer der rumänischen Gemeinden feiern, die sie seit Jahren
materiell unterstützen. Neben ihrer Tätigkeit im Vorstand
der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft und vielen Hilfsprojekten
für jüdische Gemeinden in Osteuropa hat Frau Eeva Huber-Huber
vor allem auch für Or Chadasch in Wien enorm viel geleistet. Auch
ihr Gatte, Herr Adalbert Huber, war ein ebenso bescheidener wie effektiver
Unterstützer der Gemeinde. |
| Wir können es als Privileg für ein liebendes Paar und Lohn für gute Taten sehen, wenn es denn schon sein muss und eben jetzt sein muss, gemeinsam sterben zu dürfen und nicht den Partner, die Partnerin in Trauer, Verzweiflung und Einsamkeit zurück lassen zu müssen. Diese Gnade ist nicht vielen Paaren gegönnt. Darüber hinaus waren beide auf dem Weg zu einer "ihrer" rumänischen Gemeinden, zum Feiern, also zu den schönen Seiten ihrer anstrengenden und - wie man sieht - auch nicht ungefährlichen Sozialarbeit, dem größten von Eevas Anliegen, für das sie auch ihre hervorragendsten Talente stets mutig eingesetzt hat. Dafür gebührt
höchste Anerkennung und Ehrung, die Eeva ja auch seitens Österreich
verdientermaßen zuteil wurde - mit einem bitteren Nachsatz müssen
wir heute sagen: noch rechtzeitig zu Lebzeiten. Auch ein Privileg in Österreich,
das nicht allen Verdienten gegönnt ist......Denken wir an die vielen
jüdischen Künstler und Wissenschafter, deren Ruhm und österreichischer
Herkunft zu gedenken unserer lieben Republik meist erst im Nachruf einfiel.... Chava Gurion |
Assad: Syrien bereitet
sich auf Krieg vor. Syriens Präsident Bashar Assad hat gestern
mitgeteilt, dass sein Land sich auf einen Krieg mit Israel vorbereite, wenn
auch die Aussichten auf einen solchen gegenwärtig gering seien. Dies berichtet
die syrische Nachrichtenagentur SANA. Syrien hat vor kurzem seine Truppen an
der Grenze zu Israel zusammengezogen – offensichtlich aus der Sorge heraus,
dass ein Angriff der Hisbollah gegen israelische Ziele zu einem militärischen
Konflikt in der Region führen könnte....mehr in: (Yedioth Ahronot,
17.04.08)
Raketen auf Südisrael.
Bis zur Mittagszeit haben palästinensische Terroristen aus dem nördlichen
Gaza-Streifen heute bereits zehn Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgefeuert.
Eine landete südlich von Netivot, einer Kleinstadt, die bisher nur selten
angegriffen worden ist; drei zielten wiederum auf die Küstenstadt Ashkelon.
Sämtliche Raketen schlugen jedoch auf offenem Gelände ein und richteten
weder Sach- noch Personenschaden an. Gestern sind insgesamt 30 Raketen in Südisrael
gelandet. Die verhältnismäßige Ruhephase ist damit offensichtlich
beendet. Der Übergang Kerem Shalom wurde am Nachmittag geschlossen, nachdem
palästinensische Terroristen gewaltsam versucht hatten, zwecks eines Anschlags
nach Israel einzudringen. (Yedioth Ahronot, 17.04.08)
Hamas prahlt mit
israelischen Todesopfern. Die Hamas hat gestern mitgeteilt, dass der
Hinterhalt, bei dem gestern drei Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte
(ZAHAL) getötet wurden, minutiös geplant gewesen sei. „Unsere
Kämpfer brachten es fertig, die Einheit aus einer Distanz von weniger als
fünf Metern zu beschießen, was die Zahl der Opfer erhöht und
für Verwirrung gesorgt hat“, so ein Sprecher der Terrororganisation.
Von den acht an der Operation „Todesfeld“ beteiligten Hamas-Leuten
sei niemand getötet worden. Der Sprecher fügte noch hinzu: „Der
Gaza-Streifen wird der glühende Stein bleiben, der die kranken Träume
des Zionismus zerschmettern wird.“ (Haaretz, 17.04.08)
Livni zum Friedensprozess.
Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin
Tzipi Livni hat am Montag in ihrer Rede in Katar die Grundsätze des israelisch-palästinensischen
Friedensprozesses umrissen. „In Anbetracht unserer neuen regionalen Herausforderungen
hat Israel den Gaza-Streifen verlassen, alle Siedlungen geräumt und den
Palästinensern die Gelegenheit zur Selbstverwaltung als ersten Schritt
auf dem Weg zu einem palästinensischen Staat geboten. Wir haben den Annapolis-Prozess
in Gang gebracht, um ein Friedensabkommen zu erzielen, deren Umsetzung der Roadmap
unterworfen ist. Friedensverhandlungen finden statt mit den pragmatischen Palästinensern,
die Israels Existenzrecht anerkennen und ihre nationalen Rechten zu verwirklichen
suchen, sich dabei aber für den Weg des Friedens und gegen den Terrorismus
entscheiden haben. Mit solchen Partner, die die Zwei-Staaten-Lösung unterstützen,
kann Frieden erreicht werden. Der Konflikt ist lösbar. Es gibt keine Hoffnung
auf Frieden mit den Extremisten, die die Zwei-Staaten-Lösung ablehnen,
sich selbst weigern, die Existenz Israels anzuerkennen, und den Weg der Gewalt
wählen. Mit der legitimierten palästinensischen Regierung, mit Vertretern
wie Mahmoud Abbas, Abu Ala und Salam Fayyad teilen wir die Vision der zwei Staaten,
die Seite an Seite in Frieden und Sicherheit leben. Wir erkennen die Tatsache
an, dass das palästinensische Volk legitime Rechte und Hoffnungen hat.
Wir haben kein Interesse daran, ihr Leben zu kontrollieren. Israel fühlt
sich der Gründung eines palästinensischen Staates als Nationalstaat
für das palästinensische Volk und friedlicher Nachbar Israels verpflichtet.
In gleichem Maße hat das israelische Volk dieselben Rechte. Es ist kein
Platz für Terrorismus, und es gibt keine Rechtfertigung für ihn. So
wie ein palästinensischer Staat ein israelisches Interesse ist, so muss
die israelische Sicherheit ein palästinensisches Interesse sein. Israel
ist stark in einem Friedensprozess engagiert. Die Verwirklichung des Friedens
ist ein strategisches Ziel Israels, und es ist klar, dass es weitere territoriale
Zugeständnisse mit sich bringt. Stagnation ist nicht unsere Politik. Wir
wollen keine Zeit verschwenden und auch keine Fakten schaffen, die der Schaffung
eines palästinensischen Staates im Wege stehen......(Außenministerium
des Staates Israel, 14.04.08)
Olmert mahnt zur
Rücksicht gegenüber den Palästinensern. Israels Ministerpräsident
Ehud Olmert hat die Kommandanten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte
(ZAHAL) im Westjordanland dazu aufgerufen, die Palästinenser, die an den
Kontrollpunkten und Straßensperren zu leiden hätten, zu verstehen
und mehr Rücksicht auf sie zu nehmen. Die Kluft zwischen den beiden Völkern
dürfe nicht vergrößert werden....mehr in:(Haaretz, 11.04.08)
Geheime Raketenbasis im Iran entdeckt. Neue Satellitenaufnahmen
haben einen geheimen Standort enthüllt, an dem der Iran möglicherweise
ballistische Langstreckenraketen entwickelt, deren Reichweite sich mit etwa
6000 Kilometern bis nach Europa erstreckt. Nach Berichten der Londoner Times
lokalisierten die von dem Satelliten Digital Globe QuickBird stammenden Fotos
die Anlage, von aus der die Iraner im Februar die vermeintliche „Forschungsrakete“
Kavoshgar 1 gestartet haben. Die Kavoshgar 1 war in Anwesenheit des iranischen
Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad gestartet worden, der damals sagte, dass
der Iran eine „aktive und einflussreiche Präsenz im Weltraum“
brauche. Einem Experten zufolge lassen sich aus dem Abschuss zwar keine bedeutenden
Fortschritte in der Langstreckenraketen-Technologie ableiten, er lasse allerdings
die voraussichtliche Entwicklung des iranischen Raketenprogramms erahnen. Geoffrey
Forden, ein Forscher vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) wird dahingehend
zitiert, dass eine neue Bautätigkeit auf dem Gelände zu beobachten
sei, die in Form und Größe an die Montageanlage für Langstreckenraketen
im nordkoreanischen Taepodong erinnere. Der Jane’s Intelligence Review
stellt fest, dass die Satellitenaufnahmen beweisen, dass die Kavoshgar 1 nicht
Teil eines zivilen Raumfahrtprojekts sei, sondern mit dem iranischen Geheimprogramm
zur Entwicklung von Langstreckenraketen zusammenhänge.Unterdessen hat Irans
Präsident Ahmadinejad am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Präsident
des Senegal folgendes prophezeit: „Der Staat Israel ist schwach und zerbröckelt,
und niemand kann ihn retten.“ (Yedioth Ahronot, 10./11.04.08)
Terrorzelle plante Giftanschlag in Restaurant. Zwei Palästinenser
sind wenige Tage, bevor sie einen Plan zur Vergiftung von Essen in einem Restaurant
in Ramat Gan ausführen konnten, verhaftet worden. Ein Hinweis führte
die Allgemeine Sicherheitsbehörde (SHABAK) und die Tel Aviver Polizei zu
den beiden 21jährigen aus Nablus, die sich illegal in Israel aufhielten
und im Ramat Ganer 'Grill Express' arbeiteten.Beim Verhör gaben die beiden
zu, den Auftrag zu der Terroraktion von einer Zelle der Al-Aqsa Märtyrer-Brigaden
bekommen zu haben, die wiederum Geld und Befehle von der Hisbollah erhält.
Sie sollten ein weißes, geschmack- und geruchloses Gift von der Zelle
erhalten, und dies in das Essen des 'Grill Expresses' mischen. Das Gift hätte
erst nach etwa vier Stunden gewirkt, und die Terroristen planten, währenddessen
so viele Restaurant-Besucher wie möglich zu ermorden.Lebensmittelvergiftungen
in Restaurants und Cafés gelten als „strategischer Angriff“,
und die Polizei nimmt diese Möglichkeit sehr ernst. In der Vergangenheit
haben Terrororganisationen bereits wiederholt versucht, palästinensische
Köche und Kellner zur Vergiftung von Essen in israelischen Restaurants
zu animieren. Nach Auskunft der Polizei ist dies ein relativ leichter Weg, einen
Anschlag auszuführen, da keine komplizierten Waffen geschmuggelt werden
müssen und die Restaurant-Angestellten freien Zugang zum Tatort haben.
100 000 neue Arbeitsplätze im Jahr 2007. Parallel zum
Rückgang der Arbeitslosigkeit und den höheren Reallöhnen ist
die Zahl der Arbeitsplätze in Israel 2007 um 4.2% gestiegen. Laut Jahresbericht
der Bank of Israel wurden im vergangenen Jahr 117 000 neue Stellen geschaffen.
Entgegen den Absichten der Regierung ist dabei auch die Zahl der Stellen im
öffentlichen Sektor gewachsen, und zwar um 3.8% (29 500 Angestellte). Im
Wirtschaftssektor ist ein Stellensanstieg von 4.3% zu verzeichnen, wobei es
auch mehr Gastarbeiter gegeben hat.Besonders erfreulich ist der proportionale
Rückgang (9.6%) derjenigen Angestellten, die zur Teilzeit-Arbeit gezwungen
waren.(Globes, 01.04.08)
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Univ. Ass. Prof. Dr. Alexander Friedmann war über Jahrzehnte ein Kämpfer für das Judentum und Israel. Uns bleiben seine großen Werke. |
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Israel begrüßt UN-Sicherheitsratsresolution gegen Iran.
Israel begrüßt die Resolution 1803, die der UN-Sicherheitsrat am
Montag verabschiedet hat. Hiermit wurde eine neue Runde von Sanktionen gegen
den Iran beschlossen, da dieser sich weigert, die Urananreicherung und Schwerwasser-Projekte
einzustellen. Diese wichtige Resolution stellt eine eindeutige Botschaft dar,
dass die internationale Gemeinschaft das iranische Atomprogramm nicht hinnehmen
kann. Der Iran, dessen Politik den Weltfrieden und die globale Stabilität
untergräbt und dessen Führer offen Israel bedrohen, ignoriert weiterhin
die Forderungen der internationalen Gemeinschaft und verletzt beharrlich frühere
UN-Sicherheitsratsresolutionen. Die internationale Gemeinschaft hat zu Recht
kein Vertrauen in die Erklärungen des Iran, dass sein Atomprogramm für
friedliche Zwecke angelegt sei. Daher hat der UN-Sicherheitsrat eine Resolution
verabschiedet, die eine neue Phase darstellt beim Druck auf den Iran, von seinen
Absichten zur Erlangung von Atomwaffen abzulassen. Außenministerin Tzipi
Livni teilte mit, dass die dritte Sicherheitsresolution ein weiterer notwendiger
Schritt ist. Er bringe zum Ausdruck, dass die internationale Gemeinschaft verstehe,
dass man angesichts der iranischen Versuche zur Erlangung nuklearer Kompetenz
nicht aufgeben oder beiseite stehen dürfe. Jede weitere Entscheidung jedes
Staates, jedes Unternehmens und jedes Verbands wird den Sanktionen mehr Gewicht
verleihen, die notwendig sind, um den Iran zu stoppen. (Außenministerium
des Staates Israel, 03.03.08)
US-Finanzministerium
warnt vor Iran. Das US-Finanzministerium hat im Anschluss an eine aktuelle
Erklärung der Financial Action Task Force (FATF) vor der Gefahr gewarnt,
die der Iran für das internationale Finanzsystem darstellt.„Die heutige
Erklärung der Financial Action Task Force zum Iran übermittelt den
Regierungen und Finanzinstitutionen weltweit die Botschaft, dass die Bedrohung,
die der Iran für das internationale Finanzsystem darstellt, unvermindert
fortbesteht. Die FATF hat nicht nur ihre Erklärung vom Oktober wiederholt,
die die Sorge vor den Unzulänglichkeiten des Iran beim Vorgehen gegen Geldwäsche
und Terrorfinanzierung ausdrückt, sondern auch ihre Mitglieder dazu aufgerufen,
ihre Finanzinstitutionen über dieses Risiko in Kenntnis zu setzen, und
alle Staaten dazu gedrängt, das gleiche zu tun.“ „Das Finanzministerium
lobt die FATF als die primäre Körperschaft, die Standards zur Erfassung
von Terrorfinanzierung und Geldwäsche setzt, für ihr verantwortungsvolles
Handeln in Reaktion auf das Versäumnis des Iran, ein Anti-Geldwäsche-
und Anti-Terrorfinanzierungs-System einzurichten, dass internationalen Standards
genügt.“ (US-Finanzministerium, 28.02.08) Die FATF-Erklärung
vom 28.02.08 findet sich unter dem folgenden Link: http://www.fatfgafi.org/dataoecd/16/26/40181037.pdf
Die FATF-Erklärung vom 11.10.07 findet sich unter dem folgenden Link:
http://www.fatfgafi.org/dataoecd/1/2/39481684.pdf
Raketenkrieg gegen Israel. Bis zur Mittagszeit haben palästinensische
Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen heute insgesamt fünf
Kassam-Raketen auf den westlichen Negev abgeschossen. Im Zentrum der Angriffe
stand einmal mehr die Kleinstadt Sderot. Dort wurde am morgen ein Wohnhaus direkt
von einer Rakete getroffen. Es entstand hoher Sachschaden, verletzt wurde aber
niemand. Die Verantwortung für die ersten drei Raketen haben die Al-Quds-Brigaden
des Islamischen Jihad übernommen. (Yedioth Ahronot, 04.03.08) B.Z.-Chefreporter
Gunnar Schupelius hat sich vorletzte Woche ein Bild von der Lage im raketengeplagten
Süden Israels gemacht. Sein Artikel dazu findet sich unter dem folgenden
Link: http://www.israel.de/pdf/israel.pdf
Livni unterrichtet diplomatisches Korps. Israels Außenministerin
Tzipi Livni hat am Montag das diplomatische Korps über die aktuelle Situation
in Südisrael und im Gaza-Streifen unterrichtet und Fragen der ausländischen
Diplomaten beantwortet. „Von einem Kreislauf der Gewalt zu sprechen und
davon, dass beide Seiten die Gewalt einstellen sollten, und beiden Seiten Beileid
auszusprechen – entschuldigen Sie mich, aber dies ist nicht das Richtige
im Sinne von Annapolis und gemäß unserer Ziele und Herausforderungen
für die Zukunft. Denn die Hamas nimmt dies als Verständnis der internationalen
Gemeinschaft auf, dass die Terroristen auf der gleichen Stufe stehen wie diejenigen,
die versuchen, gegen den Terrorismus vorzugehen. Es ist wie der Vergleich zwischen
einem Mörder und jemandem, der aus versehen jemanden getötet hat.
Gemäß Ihrer eigenen Rechtssysteme gibt es keine moralische Gleichsetzung
zwischen diesen beiden.“...„Ich weiß, es gibt Einige, die
vom Einstellen von Gewalt reden, und grundsätzlich habe ich in der Vergangenheit
gesagt, nun, es hängt von der Hamas ab. Sobald sie das Raketenfeuer einstellen,
müssen wir nicht mehr antworten. Heute will ich allerdings etwas ein wenig
anderes sagen. Sie [die Hamas] werden nicht diejenigen sein, die entscheiden,
wann sie Israel angreifen und wann sie damit aufhören. Wir werden die Spielregeln
ändern. Wir werden nicht nach ihren Regeln spielen; wir sind nicht bereit,
diese Gleichung weiter zu akzeptieren, und wir werden nicht in der Position
sein, in der sie, wenn Israel seine Truppen abzieht, sagen: oh, es ist ein Sieg
für die Hamas – lasst uns weiter Israel angreifen. Wir werden mit
verschiedenen Operationen fortfahren, auf die eine oder andere Weise, um all
diesen Herausforderungen zu begegnen - bis sie verstehen, dass die Einstellung
von Gewalt nichts ist, was sie für einen Tag oder einige Stunden entscheiden
können, sondern etwas, was auch mit Israels Bedürfnis zu tun hat,
die Sicherheit seiner Bürger zu schützen und jede Art von Truppenaufbau
durch die Philadelphi Route zu verhindern.“...„Wir haben entschieden,
zivile Opfer zu vermeiden, indem wir eine Warnung an die Orte geschickt haben,
von denen wir wussten, dass an ihnen Terroristen agieren. Sie [die Hamas] auf
der anderen Seite rufen Zivilisten dazu auf, dort zu leben, weil sie wissen,
dass wir angreifen werden. Wir ziehen es vor, ein leeres Gebäude anzugreifen,
das zum Bau von Raketen benutzt wird, und ziehen dabei auch in Betracht, dass
die Terroristen den Ort verlassen. Sie wissen, was passiert ist. Alle Kinder
haben sich auf dem Dach versammelt. Da sie wissen, dass der Angriff gewöhnlich
aus der Luft kommt, schicken sie Kinder aufs Dach, um uns davon abzuhalten,
ein Gebäude unter Beschuss zu nehmen.“...Der vollständige Wortlaut
der Ausführungen Livnis in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden
Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2008/Briefing+by+FM+Livni+to+the+Diplomatic+Corps+3-Mar-2008.htm
(Außenministerium des Staates Israel, 03.03.08)
Raketenkrieg gegen
Israel – Sderot bleibt unter Beschuss. Die
Raketenangriffe der Terrororganisation Hamas auf den Süden Israels nehmen
kein Ende. Bis zur Mittagszeit sind heute bereits fünf Kassam-Raketen aus
dem nördlichen Gaza-Streifen auf den westlichen Negev abgefeuert worden.
Zwei Raketen schlugen direkt in der Kleinstadt Sderot ein. Eine Frau wurde leicht
verletzt, Häuser wurden beschädigt. Drei weitere Raketen landeten
auf freiem Feld außerhalb der Stadt. Die Izz a-Din al-Kassam-Brigaden,
der militärische Arm der Hamas, übernahmen erneut die Verantwortung.
(Yedioth Ahronot, 29.02.08). Anmerkung
Webmaster: Wie aus internationalen, späteren Berichten hervorgeht, haben
die Raketenangriffe der Hamas auch auf die größere, ca. 120.000 Einwohner
zählende Stadt Ashkelon übergegriffen.
Karl
Pfeifer: Omar al Rawi auf der Seite der "Judenfresser".
Artikel hier
zu lesen.
Israel begrüßt
europäische Verurteilung der iranischen Hetze.
Der stellvertretende Generaldirektor des israelischen Außenministeriums
(Abteilung Westeuropa), Rafael Barak, hat dem slowenischen Botschafter in Israel
dafür gedankt, dass die slowenische Präsidentschaft der Europäischen
Union die jüngsten Äußerungen des iranischen Staatspräsidenten
Mahmoud Ahmadinejad und anderer hochrangiger iranischer Politikern scharf verurteilt
hat. Diese hatten erneut zur Vernichtung Israels aufgerufen. Die Europäische
Union verurteilte die Äußerungen am Montag in strengstmöglicher
Art und Weise, nannte sie unerträglich, beleidigend und unzivilisiert.
Des Weiteren rief die EU den Iran dazu auf, seine bedrohlichen Äußerungen
gegen einen souveränen Staat zu unterlassen, der ein Mitglied der internationalen
Gemeinschaft sei.Barak sprach in seiner Stellungnahme von der Notwendigkeit,
im UN-Sicherheitsrat zu einer Entscheidung über die dritte Runde von Sanktionen
gegen den Iran zu gelangen, und rief die Europäische Union dazu auf, zusätzliche
wirtschaftliche und politische Sanktionen außerhalb des Sicherheitsrates
zu initiieren. Er fügte hinzu: „Die heftigen Äußerungen
der Führungsfiguren des iranischen Regimes unterstreichen einmal mehr,
dass der Iran ein Land ist, das grundlegende Menschenrechte verletzt, ein Mitglied
der Vereinten Nationen verball attackiert und Terrororganisationen unterstützt,
die jede Chance zum Frieden in der Region zu sabotieren versuchen.“ (Außenministerium
des Staates Israel, 25.02.08)
Raketenangriffe auf den westlichen Negev. Weiterhin prasseln auf den
Süden Israels Tag für Tag Kassam-Raketen nieder, die von palästinensischen
Terroristen aus dem nördlichen Gaza-Streifen abgeschossen werden. Nachdem
am Sonntagabend erstmals der bisher verschont gebliebene Kreis Merchavim ins
Schussfeld geraten war, zielten die heutigen Angriffe wieder auf die näher
am Gaza-Streifen gelegene Kleinstadt Sderot und ihre direkte Umgebung. Insgesamt
landeten hier bis zum Nachmittag bereits fünf Raketen. Zwei davon schlugen
in einem Kibbutz ein, davon wiederum eine direkt neben einer Klinik. Vier Menschen
mussten sich daraufhin wegen Schocks behandeln lassen. Die Verantwortung für
den Beschuss übernahmen die al-Quds-Brigaden, der militärische Arm
des Islamischen Jihad. (Yedioth Ahronot, 18.02.08)
Neue Vernichtungsphantasien aus dem Iran. Aus dem Iran sind abermals
Prophezeiungen einer baldigen Vernichtung Israels zu vernehmen. Diesmal stammen
sie aus einem Beileidsschreiben, das der Kommandant der Revolutionswächter,
General Mohammad Ali Jaafari, im Anschluss an die Ermordung des hochrangigen
Hisbollah-Manns Imad Mugniyah an den Generalsekretär der libanesischen
Terrororganisation Hisbollah, Hassan Nasrallah, gerichtet hat. Darin bemerkt
Jaafari wörtlich: „Ich bin überzeugt, dass die Macht der Hisbollah
mit jedem Tag, der vergeht, wächst, und dass wir in der nahen Zukunft das
Verschwinden dieser krebsartigen Bakterie, Israel, durch das Ausströmen
der Hisbollah-Kämpfer erleben werden.“ Weiter wird Nasrallah in dem
Schreiben wie folgt über den Tod des „Märtyrers“ Mugniyah
hinweggetröstet: „Es besteht kein Zweifel, dass der Tod dieses loyalen
Kämpfers die Entschlossenheit aller revolutionären und kriegerischen
Muslime in ihrem Kampf gehen das zionistische Regime stärken wird, und
insbesondere die Entschlossenheit derjenigen, die an der Seite dieses Märtyrers
kämpfen.“ Mugniyah wird dem Umkreis der Revolutionswächter,
insbesondere der Quds-Truppen zugerechnet, die jüngst von den USA als Unterstützer
des Terrors eingestuft worden sind. Gemeinsam bildeten sie im Libanon und im
Iran Hisbollah-Kämpfer aus und planten weltweit Terroranschläge. Nasrallah
selbst hat vergangene Woche damit gedroht, israelische Ziele in der ganzen Welt
anzugreifen und gleichzeitig erklärt, zu einem „offenen krieg“
mit Israel bereit zu sein. (Yedioth Ahronot, 18.02.08)
Israel besorgt über heilige Stätten im Westjordanland. Die
israelische Regierung wird erneut den Schutz der jüdischen heiligen Stätten
im Westjordanland anmahnen, die nach der Übergabe unter palästinensische
Kontrolle verwahrlost sind. Dies teilte Israels stellvertretende Ministerpräsidentin
und Außenministerin Tzipi Livni gestern mit. Die
Angelegenheit wurde Livni von der Ministerin ohne Geschäftsbereich Ruhama
Avraham-Balila (Kadima) unterbreitet. Diese reagierte damit auf Beschwerden
über den schlimmen Zustand des Josef-Grabs bei Nablus, das geplündert
worden war, nachdem die israelische Armee sich im Oktober 2000 von dem Gelände
zurückgezogen hatte.Die
Palästinensische Autonomiebehörde, so Avraham-Balila (Bild), habe
sich zum Schutz dieser heiligen Stätte des Judentums verpflichtet, doch
sei sie in den vergangenen fünf Jahren vernachlässigt und wiederholt
entweiht worden. (Yedioth
Ahronot, 15.02.08)
Raketen in Südisrael. Die Bewohner des westlichen Negev kommen
nicht zur Ruhe. Im Laufe des gestrigen Abends gingen vier Kassam-Raketen in
der Region nieder, die von palästinensischen Terroristen aus dem nördlichen
Gaza-Streifen abgeschossen wurden. Eine davon landete noch gegen Mitternacht.
Über Verletzte oder Sachschaden liegen keine Angaben vor. (Yedioth Ahronot,
14./15.02.08)
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2007
30.10.2007: Vortrag Dr. Elazar Zadok "How forensic science helps fighting crime and terrorism", Aula Campus AAKH .....mehr...
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Ein weiterer großer Erfolg für SPME: UK Boycott of Israeli Academics Ruled Illegal
IAB is pleased to announce that the UK based University and College Union (UCU) has declared today, 28/9/07, that an academic boycott of Israel is illegal and cannot be implemented
After receiving legal advice that cleared that “a call to boycott Israeli institutions would run a serious risk of infringing discrimination legislation”… and “is also considered to be outside the aims and objects of the UCU”, the UCU's strategy and finance committee recommended unanimously today, to immediately inform branches and members that:Ofir Frankel , Executive Director of the International Advisory Board for Academic Freedom (IAB), welcomed UCU's decision and said that “the UCU has realized at last that an academic boycott is not a legitimate means of political protest”. The IAB believes, as Dr. Sari Nusseibah, President of Al-Quds University, stated at IAB's first conference, “that an international academic boycott of Israel, on pro-Palestinian grounds, is self- defeating as it would only succeed in weakening that strategically important bridge through which the state of war between Israelis and Palestinians could be ended, and Palestinian rights could there for be restored.” “Although we congratulate this decision, we have much work ahead of us”, said Frankel. “We plan to significantly expand the scientific cooperation between the two countries; and between the UCU and their Israeli and Palestinian counterparts, in order to harness cooperation and engagement as academicians were always the vanguard of change and bringing about of peace.” You may read the UCU statement “ Israel boycott illegal and cannot be implemented UCU tells members”, 28 September 2007 at: http://www.ucu. org.uk/index. cfm?articleid= 2829
FRÜHERE
NACHRICHTEN AUS ISRAEL: |
23/10/07 Sarkozy bekennt sich zu Israel. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat bei seinen gestrigen Gesprächen mit Israels Ministerpräsident Ehud Olmert in Paris seine tiefe Verbundenheit mit Israel zum Ausdruck gebracht. Die Gründung des Staates bezeichnete er als das "bedeutendste Ereignis des 20. Jahrhunderts", wobei er betonte: "Man sagt, dass ich Israel unterstütze, weil mein Großvater jüdisch war, doch ist dies keine persönliche Angelegenheit. Israel steht für Vielfalt und Demokratie im Nahen Osten. Es ist ein Wunder, dass aus den Überresten des zerstreuten jüdischen Volkes solch ein Staat entstanden ist." Olmert und Sarkozy berieten sich vor allem in der Angelegenheit des iranischen Atomprogramms. Beide stimmten darin überein, dass sowohl der UN-Sicherheitsrat als auch die Europäische Union schärfere Sanktionen gegen den Iran einleiten müssten. Olmert teilte im Anschluss an die Gespräche mit, dass er hinsichtlich der Iran-Frage keine Aussagen hätte hören können, die seinen Erwartungen mehr entsprochen hätten. Auch beim Thema der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen nahm Sarkozy einen klaren Standpunkt ein. So bezeichnete er es als unvernünftig, wenn die Palästinenser gleichzeitig einen unabhängigen Staat und die Rückkehr der Flüchtlinge nach Israel fordern würden. Grundsätzlich unterstrich er: "Israel Sicherheit ist eine klare rote Linie, die nicht zur Debatte steht. Das ist eine unantastbare Bedingung, die wir nie aufgeben werden." Heute trifft sich Olmert mit dem britischen Premierminister Brown in London. (Ha'aretz, 23.10.07)
23/10/07 Massiver Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen. Der andauernde Raketenbeschuss aus dem nördlichen Gaza-Streifen auf Südisrael hat wieder an Intensität zugenommen. Allein am heutigen Vormittag haben palästinensische Terroristen vier Kassam-Raketen abgefeuert. Eine landete nahe einer strategischen Anlage südlich von Ashkelon, die anderen in der Umgebung der Kleinstadt Sderot. Die Verantwortung übernahmen einmal mehr die Al-Quds-Brigaden, der militärische Flügel des Islamischen Jihad. Bereits gestern schlugen 10 Kassam-Raketen im westlichen Negev ein. Zu Personen- oder Sachschaden kam es dabei nicht. (Yedioth Ahronot, 23.10.07)
22/10/07 Livni: NATO und Israel sind natürliche Partner. Israels stellvertretende Ministerpräsidentin und Außenministerin Tzipi Livni hat am Montag vor dem zweiten NATO-Israel Symposium in Herzliya gesprochen und sich dabei eingehend zum gegenwärtigen Stand des israelisch-arabischen Konfliktes geäußert. Einleitend hob sie die enge Verbundenheit zwischen dem nordatlantischen Bündnis und dem Staat Israel hervor. "Indem wir dieselben Werte von Demokratie und Freiheit teilen, denselben Bedrohungen gegenüberstehen und unseren gemeinsamen Lebensstil verteidigen wollen, sind die NATO und Israel natürliche Partner und strategische Verbündete. Die westliche Zivilisation und die atlantische Gemeinschaft, die die NATO verteidigt, sind Israels natürlicher Bezugspunkt. Daher ist es nicht überraschend, dass Israel das erste Mittelmeerland war, das einen individuellen Kooperationsvertrag mit der NATO abgeschlossen hat." Die vollständige Rede in englischer Sprache findet sich unter dem folgenden Link: http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2007/Address+by+FM+Livni+to+the+NATO-Israel+Symposium+Herzliya+22-Oct-2007.htm (Außenministerium des Staates Israel, 22.10.07))
18/10/07 Olmert fordert von Putin härtere Sanktionen gegen den Iran. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert ist heute zu einem eintägigen Kurzbesuch nach Moskau aufgebrochen, um beim russischen Präsidenten Vladimir Putin härtere Sanktionen gegen den Iran zu fordern. Die erst vor einer Woche geplante Reise ist Teil einer neuen diplomatischen Anstrengung Israels, mit der die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates zu einer Resolution gegen das iranische Atomprogramm bewegt werden sollen. In dieser Angelegenheit wird Olmert am Sonntag nach Paris und am Dienstag nach London reisen, um auf den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und den britischen Premierminister Gordon Brown einzuwirken. Putin hat vorgestern als erster Kreml-Chef seit Joseph Stalin den Iran besucht und dem iranischen Staatspräsidenten dabei erneut Russlands Unterstützung bei einem zivilen Atomprogramm zugesichert. Unterdessen hat US-Präsident Bush gestern für den Fall, dass die internationale Gemeinschaft es nicht schaffe, die atomare Aufrüstung der Islamischen Republik zu verhindern, vor einem dritten Weltkrieg gewarnt (Ha'aretz, 18.10.07 )
18/10/07 Israelisches Außenministerium enttäuscht über internationale Iran-Politik. (Von Barak Ravid). Das Vorgehen der internationalen Gemeinschaft gegen das iranische Atomprogramm ist alles andere als zufriedenstellend, und in politischen Kreisen Israels äußert man angesichts dessen große Frustration und Pessimismus. Der Generaldirektor des Außenministeriums, Aharon Abramovitch, sagte letzte Woche, dass weitweit "eine besorgniserregende Verzagtheit gegenüber allem, was mit Sanktionen gegen den Iran zu tun hat", bestehe. Die Iran-Frage stand im Mittelpunkt eines in Washington stattfindenden Treffens von Abramovitch mit den Generalkonsuln und Botschaftern Israels in Nordamerika. Das Außenministerium hat vor einigen Monaten eine "diplomatische Offensive" gegen das iranische Atomprogramm gestartet, wobei einer der Schwerpunkte der Stopp wirtschaftlicher Investitionen von privaten Firmen im Iran ist. In den USA war ihr bisher ein großer Erfolg beschieden, in den letzten Monaten wurden dort zahlreiche Gesetze gegen Investitionen im Iran erlassen. Das Bild der internationalen Situation, wie es sich aus dem Überblick Abramovitchs ergab, war ein trauriges. Die wesentlichen Betreiber der Ausweitung der Sanktionen, die USA und Frankreich, seien bisher bei ihrem Bemühen gescheitert, vor allem wegen des scharfen Widerstands Russlands und Chinas. Frankreich scheiterte auch bei seinen Versuchen, die Sanktionen der Europäischen Union gegen den Iran auszuweiten. Der Aufschub der Diskussion im Sicherheitsrat über die Ausweitung der Sanktionen bis der Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über das iranische Atomprogramm vorliegt, hat das Gefühl der Frustration in Israel noch gesteigert. Dazu kommt noch die Sorge, dass die Diskussion, die derzeit mindestens bis Dezember verschoben worden ist, sich aufgrund der Arbeitsüberlastung des Sicherheitsrats noch bis Januar oder Februar hinauszögern wird. Außer Russland und China, erläuterte Abramovitch, würden auch Deutschland und Italien nicht darauf brennen, gegen den Iran vorzugehen. Beide Staaten verfolgen wirtschaftliche Interessen im Iran, der Handel beläuft sich auf mehrere Milliarden Dollar im Jahr. Bei allem Pessimismus zeigt man sich in politischen Kreisen doch über einige positive Entwicklungen befriedigt. Der bedeutsamste Schritt war die Entscheidung der Financial Action Task Force (FATF), eine internationale Warnung vor Handel mit dem Iran zu veröffentlichen. Die Organisation, die gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche aktiv ist, hat ihren 34 Mitgliedsstaaten empfohlen, das Risiko in Rechnung zu stellen, das wirtschaftliche Beziehungen mit dem Iran mit sich bringen. Außerdem fühlt man sich in Israel ermutigt von berichten über den Rückgang des Handels mit dem Iran und Besuchen iranischer Offizieller. (Ha'aretz, 18.10.07)
17.10.07 Israelischer Soldat im Gaza-Streifen getötet. Ein israelischer Soldat des Golani Infanterie-Bataillons ist am Mittwochmorgen bei einem Schusswechsel mit palästinensischen Terroristen im südlichen Gaza-Streifen getötet worden. Bei dem Soldaten handelt es sich um den 22jährigen Ben Kubany aus Hadera. Der Feldwebel wurde aus nächster Nähe niedergeschossen, als seine Einheit sich zwischen Wohnhäusern am Rande der Stadt Khan Yunis bewegte. Er erlag seinen schweren Verletzungen auf dem Weg ins Krankenhaus in Be'er Sheva. (Israelische Verteidigungsstreitkräfte, 17.10.07)
17/10/07 Siniora bittet um Hilfe gegen Syrien. Der libanesische Ministerpräsident Fuad Siniora hat vor einigen Tagen einen Brief an den UN-Generalsekretär und den Generalsekretär der Arabischen Liga gesandt, in dem er dazu auffordert, dem illegalen Einströmen von Waffen in den Libanon Einhalt zu gebieten. Es ist dies gleichzeitig das erste Mal, dass Siniora eine internationale Einsatztruppe zur Verhinderung des Waffenschmuggels einlädt. "Der Libanon bitte um die Hilfe der Arabischen Liga und der UNO, um seine Unabhängigkeit und Stabilität zu schützen und ihn gegen Gefahren von innen und außen zu verteidigen. Große Mengen von Waffen syrischer Herkunft sind während des Kriegs im Sommer 2006 und auch danach in den Libanon gelangt und unter verschiedenen pro-syrischen Gruppierungen aufgeteilt worden", schreibt Siniora in dem Brief. Desweiteren schreibt Siniora an gleicher Stelle, dass die Terrororganisation Fatah al-Islam, die über ein großes Gebiet im Nordlibanon zu herrschen und die UNIFIL-Truppen anzugreifen versucht hat, von Syrien gesteuert und unterstützt wird. Insgesamt würde Syrien den Libanon an den Rand einer kriegerischen Auseinandersetzung bringen. (Yedioth Ahronot, 17.10.07)
VERSCHIEDENES |
Ebenso von Karl Pfeifer: Schweyk - nachzulesen hier: http://www.juedische.at/TCgi/_v2/TCgi.cgi?target=home&Param_Kat=33&Param_RB=45&Param_Red=7878
Heimo Gruber: Buchrezension Henryk Broder: "Hurra, wir kapitulieren", hier zu lesen.
Chava Gurion: "Der Zeit ihre Niedertracht, der Niedertracht ihre Freiheit". Reflexionen zum Antizionismus in Österreich und Europa, hier zu lesen.